P. W. Wessels Wwe. Emder Bugsier- u. Bergungsgeschäft
P. W. Wessels Wwe. Emder Bugsier- u. Bergungsgeschäft
GründungslandDeutschland
StammsitzEmden
HauptgeschäftSeeschifffahrt / Schlepper
Gründungsjahr1859
aktueller Statusaktiv als ESB – Emder
Schlepp-Betrieb
letzte Aktualisierung 2008

Weitere Flaggen aus der Firmengeschichte – nur weil hier keine Abbildungen sind, heißt das nicht, das es keine anderen Flaggen gab – sie fehlen dann aber in der Sammlung


P. W. Wessels Wwe. – Emder Bugsier- u. Bergungsgeschäft

1859

Der Seemann Peter Wiechelmann Wessels ließ seinen Schleppbetrieb eintragen, wenngleich er schon einige Jahre mit seinem Dampftrawler „Primus“ Selbständig war.
P.W. Wessels fuhr auf See, während seine Frau zu Hause einen Handel mit Fisch und Gemüse betrieb.
Ausschlag für die Gründung des Schleppbetriebes war die Tatsache, dass er auf dem Rückweg von See einen wegen Windstille vor Borkum an Anker liegenden Großsegler in Schlepp nahm und diesen sicher zu seinem Bestimmungshafen Emden schleppte.
Mit diesem ersten Einsatz war der Grundstein für das Schleppgeschäft gelegt, für das er zunächst in Holland einen kleinen Schleppdampfer erwarb mit dem er fortan Heringslogger und Frachtsegler in die Häfen der Umgebung bugsierte. Das Emder Bugsier- und Bergungs- Geschäft war entstanden.
Das Einbringen von Fischereifahrzeugen mit ihrer verderblichen Fracht muss so ein einträgliches Geschäft gewesen sein, dass P.W.W. sich schon bald einen zweiten kleinen Schlepper zulegte.

1899

Mit JUSTINE WESSELS und 1900 mit SOPHIE WESSELS kamen zwei Neubauten in Fahrt.

1903

Nun folgte der erste Hochseeschlepper PETER WESSELS – mit einer 400-PS Dampfmaschine.

1907

Mit CORNELIE WESSELS ließ Wessels ein Schwesterschiff folgen.
Man fuhr den Kunden bis vor Holland und manchmal sogar bis in den Canal entgegen um sie auf den Haken zu nehmen. Aber auch Bagger- und Leichter- Verschleppungen waren an der Tagesordnung. Wessels jr. – Johann – war nach erfolgter Ausbildung in das Geschäft eingetreten.

1911

Der Ausbau des DEK brachte es mit sich, dass die Aufgaben zahlreicher wurden und die vorhandenen Schlepper die Arbeit nicht mehr allein bewältigen konnten.

1913

So kamen in den Jahren von 1911 bis 1913 drei weitere Schlepper für Wessels in Fahrt.

1914

Der erste Weltkrieg traf das Unternehmen genau so schlimm, wie alle anderen deutschen Unternehmen auch.

1918

Dennoch wurde mit Tatkraft neu begonnen bis der 2. Weltkrieg abermals zu einem jähen Ende führte.

1946

Die ersten Nachkriegsjahre ließen nicht viel Entwicklungsmöglichkeiten zu.

1950

1950

Erst ab etwa dieser Zeit ging es es wieder aufwärts als Emden vom Wiederaufbau des Ruhrgebietes partizipierte. Die vorhandenen, wieder instand gesetzten Dampfschlepper genügten den Aufgaben nicht mehr. Bei den Schiffbauern von Schulte & Bruns wurden neue Motorschlepper bestellt und die alten Dampfschlepper nach und nach auf Dieselsnatrieb umgestellt.

1968

Bugsier-, Reederei- und Bergungsgesellschaft mbH & Co. KG

und 1970 – die Hafenschlepper waren erneuert, setzte Wessels mit MT GERRIT WESSELS und CHARLOTTE WESSELS zwei 2.550 PS-Neubauten in Fahrt, die sowohl für Offshore-Arbeiten wie auch für Seeverschleppungen geeignet waren.
Es gab Zeiten, da waren die Wessels-Schlepper, wie die von Bugsier und anderen namhaften Schlepp-Reedereien weltweit im Einsatz. Bei Alaska und Nord-Amerika, in der Caraibic und vor Westafrika sah man die großen Wessels-Schlepper ebenso wie im Golf.

1976

Hitzler Werft, Lauenburg

Ende des Jahres übernahm Wessels von Schulte & Bruns mit PETER WESSELS (II) einen 5.600 PS-Schlepper der mit einer Winde von Hitzler versehen einen Pfahlzug von 50 ts erreichte – ideal für das boomende Offshore-Geschäft.

1977

Die ganze Gruppe Schulte & Bruns – mit Binnen- u. See-Reederei, Werft – war in den Konkurs geschlittert. So stand auch die „Haus-Werft“ in Emden nicht mehr zur Verfügung.

1979

Die Neubauten von 1968 und 1970 wurden 1977 bzw. 1979 nach Buenos Aires verkauft.
Als verstärkt im deutsche Watt nach Öl gesucht wurde, stellte sich die Firma Wessels auch darauf ein und beschaffte eine ganze Reihe unterschiedlicher Fahrzeuge jeweils für die spezifischen Aufgaben.

1983

1983

Mit Johs. Fritzen & Sohn, ein Unternehmen der Thyssen-Bornemisza-Gruppe, gab einer der Wettbewerber in der Hafen-Schlepparbeit im Hafen Emden auf.
Die Schlepper FRITZEN I Und FRITZEN II wurden von Wessels übernommen.

1985

Die FRITZEN I wurde allerdings bereits nach 2 Jahren nach Italien weiterverkauft.

Bei Martin Jansen in Leer wurde daher der nächste Neubau bestellt, mit Voith-Schneider-Antrieb und auf JOHANN WESSELS getauft. Dieser Schlepper bekam auch Firefighting-Equipment und konnte
mit ausfahrbaren Monitoren 5.000 Ltr. Wasser oder 5.600 Ltr. Schaum werfen. Natürlich war der Schlepper nach „Ex-Schutz“-Vorschriften gebaut und konnte zum Eigenschutz – wie der Seenotretter – einen Wasservorhang um sich herum aufbauen.

1994

Emder Schlepp-Betrieb GmbH

Nun kam es zu einer Neuordnung im Emder Hafen insofern, als der ESB – Emder Schlepp-Betrieb – unter Federführung der Schifffahrtsfirma P.W. Wessels gegründet wurde. Hier kam es zunächst zur Zusammenfassung der verbliebenen Schlepper von Fritzen, ESAG und Wessels.

2002

Ems-Schlepper AG

Die Fritzen- und ESAG-Schlepper wurden später veräussert. So die KAPT. ENGLER und die RYSUM an Abbrecher nach Dänemark bzw. in die Niederlande.
Die verbliebenen 4 Wessels-Schlepper reichen aus um den Hafen Emden zu bedienen.
ESB, der Firmenname ist Programm: Effizienz. Sicherheit. Bereitschaft. An 365 Tagen im Jahr und „Rund-um-die-Uhr“ bieten ESB-Schlepper prompten Service und ermöglichen damit Seeschiffen bei jedem Wetter schnelle und sichere Ein- und Auslaufmanöver.
Mit erfahrenen und gut ausgebildeten Mitarbeitern ist ESB für Reedereien und Werften kompetenter Partner in den Häfen an der Ems und im gesamten Küstenbereich. Assistenz bei Stapelläufen, Pontonverschleppungen und Neubauüberführungen gehören ebenso zum Leistungsspektrum wie Material- und Personentransporte sowie Arbeiten auf Wasserbaustellen.
Weltweite Kontakte ermöglichen Lösungen für jede Anforderung sowohl auf dem Gebiet der Seeschiffsassistenz als auch im Offshore-Bereich und für den Transport von Projektladungen aller Art über See.


Quellen

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