UNTERWESER REEDEREI GMBH U.R.A.G.
UNTERWESER REEDEREI GMBH U.R.A.G.
GründungslandDeutschland
StammsitzHamburg
HauptgeschäftSeeschifffahrt / Schlepper
Gründungsjahr1890
aktueller Statusaktiv
letzte Aktualisierung 2017

Weitere Flaggen aus der Firmengeschichte – nur weil hier keine Abbildungen sind, heißt das nicht, das es keine anderen Flaggen gab – sie fehlen dann aber in der Sammlung

UNTERWESER REEDEREI GMBH U.R.A.G.

9 x 12,5cm

UNTERWESER REEDEREI GMBH U.R.A.G.

15 x 25cm

UNTERWESER REEDEREI GMBH U.R.A.G.

20 x 27cm


UNTERWESER REEDEREI GMBH – U.R.A.G.

1890

Das Unternehmen wurde unter dem Namen „Schleppschifffahrtsgesellschaft Unterweser“ (SGUW) von Bremer Kaufleuten gegründet. Zu dieser Zeit wurde aufgrund des Zollanschlusses der Hansestadt Bremen und der im Gange befindlichen Begradigung der Weser ein lebhafter Anstieg des Schiffsverkehrs und der damit verbundenen Schleppschifffahrt erwartet.

Zusätzlich zur reinen Schleppschifffahrt wurden Schleppkähne eingesetzt. Die Begradigung der Weser war noch nicht abgeschlossen und so musste bei größeren Schiffen ein Leichtern in Kähne erfolgen.

1897

Schleppkähne mit höherer Kapazität wurden in Auftrag gegeben, die auch für den Verkehr auf der Oberweser eingesetzt werden konnte. Drei Jahre später wurde ein Leichterverkehr für die Ostseefahrt eingeführt. Hierfür wurden zur Abrundung der Flotte vier Schleppdampfer und seefähige Leichter angeschafft.

1914

Unterbrochen wurde die Entwicklung SGUW durch den Ersten Weltkrieg.

1915

Trotz des Krieges erwarb die Gesellschaft Anfang des Jahres den ersten Frachtdampfer, um den Transport von Gütern nicht nur auf den Leichterverkehr zu beschränken.

1918

Nach Ende des 1. Weltkrieges kaufte die „Metallgesellschaft“ erste Aktien der „Schleppschifffahrtsgesellschaft Unterweser“ (SGUW).

1920

Bereits nach einem Jahr besaß die „Metallgesellschaft“ die Aktienmehrheit, sagte aber zu, daß der „bremische Charakter“ der Reederei unverändert erhalten bleiben sollte und die „MG“ auch keine bevorzugte Stellung einnehmen wollte. An diese Zusage hat sich die „Metallgesellschaft“ lange Zeit gehalten. Die Reederei wurde weiter ausgebaut – zwei weitere Frachtschiffe gekauft.

1922

Um das Ausweiten des Geschäfts über die Schleppschifffahrt hinaus zu dokumentieren, wurde die Gesellschaft in „Unterweser Reederei Aktiengesellschaft“, mit der auch heute noch bekannten Kurzform URAG, umbenannt.
In den nächsten Jahren konnte die URAG trotz der schwierigen Zeit der Inflation ihre Flotte erhalten bzw. weiter ausbauen. Sie wurde dabei weiter umstrukturiert und modernisiert.

1939

Der Zweite Weltkrieg bedeutete eine Zäsur für die URAG, wie bei jeder anderen Reederei auch.

1945

Mit nur zwei Schleppern wurde nach dem Ende des 2. Weltkrieges im Juni der Schleppbetrieb in Bremerhaven wieder aufgenommen und schon ein Jahr später konnte man bereits wieder von einem halbwegs normalen Betrieb sprechen.

1949

Es wurden wieder Seeleichter angeschafft, mit denen die URAG den Wiedereinstieg in die Frachtschifffahrt wagte.

1951

Nach der Aufhebung der Schiffbaubeschränkungen, wurde die Flotte dann zügig wieder aufgebaut. Dabei erforderte der Strukturwandel in der Trampschifffahrt hin zu Massenguttransporten eine Anpassung der Flotte. Das traditionelle  Schleppschifffahrtsgeschäft wurde aber keineswegs vernachlässigt.

1954

Die Schlepperflotte wurde zügig erneuert.

1958

Bugsierdienste wurden nun auch in Wilhelmshaven angeboten. Gleichzeitig wurde die URAG im Bereich der Überseeverschleppungen aktiv, der in den nächsten Jahren ausgebaut wurde.

1. Januar 1960

Mit Wirkung vom 01. Januar wurde die URAG in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung umgewandelt. Dieser Status besteht auch heute noch.

1966

Die URAG baute ihrer Position in der Massengutfahrt mit Gründung der „Unterweser Reederei Beteiligungs GmbH“ aus.

1970

Ein weiteres Unternehmen, die „Roland Linie Schiffahrtsgesellschaft mbH“ wurde gemeinsam von URAG und dem „Norddeutschen Lloyd“ gegründet.

1972

UNTERWESER REEDEREI GMBH U.R.A.G.

In den frühen 1970er Jahren übernahm die SBU – Schleppbetrieb Unterweser von der URAG Unterweser Reederei deren beide Schlepper GROHN und VEGESACK, die in WESER und FORTUNA umbenannt wurden.

1973

Hapag-Lloyd AG

Gemeinsam mit der „Hapag Lloyd AG“ (Hapag und Norddeutscher Lloyd hatten im Sept. 1970 fusioniert) die „Unterweser Frachtschiffahrts GmbH & Co. KG“ gegründet

1975

1975

übernahm Hapag Lloyd den URAG-Anteil und brachte die Bulk- und Tankschifffahrt in die KOSMOS-Bulkschiffahrt GmbH ein.

Nach der Aufgabe der Frachtschifffahrt wurde neben der Modernisierung der Schlepperflotte, die nach wie vor das Herzstück der Reederei ist, nicht nur Ausschau nach neuen Tätigkeitsbereichen für die Schlepper gehalten, es wurden auch erste
Ansätze für eine Ausweitung der Geschäftsinteressen intensiviert.

In den siebziger Jahre zwang der rückläufige Schiffsverkehr zu Rationalisierungen, die zur Entwicklung der sogenannte 3-Mann-Schlepper führte. Es wurde das Konzept eines Schleppers entwickelt, der sowohl für die Hafenschleppassistenz als
auch für Seeverschleppungen geeignet war.

1978

Die ersten Schlepper dieser Art wurden abgeliefert, die in der Folgezeit auch zahlreiche Bohrinselverholungen und Dockverschleppungen durchführten. Ferner kam auch noch die Versorgung von Bohrinseln hinzu, für die spezielle Offshore-Versorgungsschiffe entwickelt wurden.

1989

Lehnkering Montan Transport AG

Die „Metallgesellschaft“ übertrug ihren 1OO%-igen Anteil an der URAG auf die Lehnkering Montan Transport AG (heute VTG-Lehnkering AG).

1994

1994

Jetzt, noch vor der Jahrtausendwende wurden Hapag und Lütgens & Reimers „Geschichte“, als Hapag-Lloyd sich aus dem Schleppgeschäft zurück zog und die Schleppreederei an die URAG verkaufte, die ihrerseits später an die Thesenfitz-Gruppe ging.
Das Bundeskartellamt genehmigte allerdings zunächst nur einen Teil-Verkauf an die URAG. 80 % durfte die URAG bekommen, 20 % gingen an die BUGSIER. Auch T&S – mittlerweile verselbständigt, aber doch noch ein HL-Unternehmen, ging diesen Weg – 80 % an die BUGSIER und 20 % an die URAG.

1999

Die VTG-Lehnkering wurde innerhalb des Preussag Konzerns der Hapag-Lloyd AG angegliedert.

2001

Linnhoff Schiffahrt GmbH

Die Linnhoff Schiffahrt GmbH & Co. KG, Buxtehude, übernahm die URAG zusammen mit den Schwesterfirmen wie Lütgens & Reimers.

2004

Im Jahre 2004 tauschten die BUGSIER und die URAG die Minderheitsbeteiligungen untereinander und übernahmen die Betriebe jeweils zu 100 %.

 

Lütgens & Reimers agiert unter ihrem alten Traditionsnamen als 100-%ige URAG-Tochter.
Die T&S hingegen verschwand vom bereinigten Markt – wurde auf Bugsier verschmolzen.

 

Die URAG-Töchter RF Reedereigemeinschaft Forschungsschiffahrt GmbH und Wiking Helikopter Service GmbH werden ebenso wie Lütgen & Reimers als URAG-Töchter unter dem Dach der Linnhoff-Gruppe weitergeführt.
Die RF- und WIKING-Logos wurden modernisierten, unverändert wird Lütgens & Reimers unter dem alten Logo weiterbetrieben.

2016

URAG hat einen hohen dreistelligen Verlust eingefahren für den die Muttergesellschaft Linnhoff einstehen musste.

2017

Das Bundeskartellamt hat Geldbußen in Höhe von insgesamt rund 13 Mio. Euro gegen drei Hafenschleppdienstleister und deren Verantwortliche verhängt.
Bei den Unternehmen handelt es sich um die Fairplay Schleppdampfschiffsreederei Richard Borchard GmbH, Hamburg, die Bugsier-, Reederei- und Bergungs GmbH & Co. KG, Hamburg, und die Petersen & Alpers GmbH & Co. KG, Hamburg. Gegen das ebenfalls an den Absprachen beteiligte Unternehmen Unterweser Reederei GmbH sowie dessen Tochtergesellschaft Lütgens & Reimers GmbH & Co. KG wurde kein Bußgeld verhängt, weil sie das Kartell gegenüber dem Bundeskartellamt aufgedeckt hatten. Gegen das Unternehmen Neue Schleppdampfschiffsreederei Louis Meyer GmbH & Co. KG, das inzwischen aus dem Markt ausgetreten ist, wurde aus Ermessensgründen kein Bußgeld verhängt. Die Ermittlungen gegen ein weiteres Unternehmen sind noch nicht abgeschlossen.

Februar 2017

Boluda Corporatión Maritima

Im Februar hat Klaus Thesenfitz (Eigner der Linnhoff-Gruppe) seine Schleppbetriebe URAG und Lütgens & Reimers an die spanische Schiffahrtgruppe Boluda Corporatión Maritima verkauft.
18 Schlepper und 140 Mitarbeiter in sieben deutschen Häfen wechseln zu Boluda.


Quellen

weitere Quellen / Literatur


Zusammenhang


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