Schifferverein Eberbach 1351 e.V.
Schifferverein Eberbach 1351 e.V.
GründungslandDeutschland
StammsitzEberbach
HauptgeschäftVereine
Gründungsjahr1923
aktueller Statusaktiv
letzte Aktualisierung 2016

Weitere Flaggen aus der Firmengeschichte – nur weil hier keine Abbildungen sind, heißt das nicht, das es keine anderen Flaggen gab – sie fehlen dann aber in der Sammlung



Schifferverein Eberbach 1351 e.V.

Am 28. Juli 1351 teilte der Rat zu Wimpfen der Stadt Eberbach auf deren Ersuchen den wesentlichen Inhalt dieser kaiserlichen Privilegien mit. Von dieser Urkunde leitet der Schifferverein Eberbach seine verbrieften Rechte ab. Dies bedeutet keineswegs eine Rückdatierung der Vereinsgeschichte in das 14. Jahrhundert, sondern die Aussage über die konsequente Fortsetzung der uralten Schiffahrtstradition der Flößer und Fischer (1614) und weiter über die Zunft der Fischer, Schiffer und Schiffbauer (1789), über die Fischer- und Schiffergesellschaft (1844) und nach Auflösung der Zünfte (1863) der Schiffergenossenschaft, bis zum heutigen Schifferverein, der, wenn auch nicht im streng juristischen, so doch im höheren ideellen Sinn deren Rechtsnachfolger ist.

9. Mai 1971

Am 9. Mai wurde der erste Schiffertag in Eberbach abgehalten.

1. Januar 1923

Per 1. Januar erfolgte die Gründung des Verein für Schifffahrtstreibende „Neptun“ in den folgenden Jahren vereinfacht Schifferverein „Neptun“ genannt.

Unter dem Gesichtspunkt der bis auf rund 500 arbeitslose Ebersbacher Schiffer muss die Gründung eines 2. Schiffervereins gesehen werden. Die meist jüngeren bei Reedereien beschäftigten Schiffer konnten und wollten der Schiffergenossenschaft die immer noch als Zunft tituliert wurde, und nach wie vor nur Meistersöhne aufnahm, oder sie sich einkaufen mussten nicht beitreten.

1947

Die Mitgliederzahlen waren geschrumpft. „Neptun“ zählte nur noch 47 und 68 Mitglieder waren es bei der „Genossenschaft“. Auch die Vereinsvermögen waren zusammengeschrumpft. Bei Durchsicht der Mitgliederlisten stellte sich heraus, daß viele Schiffer schon früh bei beiden Vereinen ihre Beiträge bezahlten.
Das Zusammengehen beider Schiffervereine zeichnete sich nach dem Ende des 2. Weltkrieges und der Wiederaufnahme des Vereinsgeschehens schon bald ab.

1949

Beide Vereine, die Genossenschaft und NEPTUN – man beruft sich auf die Gründung von Schiffsbruderschaft von 1350 und Schifferzunft von 1351 – feierten gemeinsam den 600-Jahr-Tag ihrer Erst-Gründung.

1952

Bei der Generalversammlung 1952 wurde der Zusammenschluss endgültig beschlossen und besiegelt. Die „Schiffergenossenschaft e.V. Eberbach“ wurde ins Leben gerufen.

1955

Mit dem Eintrag ins Vereinsregister wurde der Namen geändert und der Verein heißt seitdem „Schifferverein 1351 Eberbach e.V.“.

1956

Ab 1956 bemühte sich der Vorstand lange und intensiv um die Wiedereinrichtung einer Schifferschule in Eberbach – ohne Erfolg. Am 3. Juli besuchte eine Abordnung den allerersten Schiffertag in Nierstein am Rhein. Der Schiffermast wurde überholt und bei dieser Gelegenheit um drei Meter verlängert. Bei besonderen Anlässen wurde der Mast nach einem festgelegten Plan „über alle Toppen“ geflaggt.

1958

Der Mast wurde umzäunt und eine geschnitzte Holztafel, gefertigt von Küfermeister Fritz Helm, angebracht.

1959

Der Verein nahm an den Feierlichkeiten bei der Einweihung der zweiten Schleusenkammer der Staustufe Rockenau teil. Zwei Motorschiffe von Vereinsmitgliedern fuhren als erste in die neue Kammer ein.

1963

Der Verkehrsverein Eberbach veranstaltete anläßlich des Kuckuksmarktes eine Ausstellung „Fischer und Schiffer am Neckar“.
Ein Ausschuß der Schiffer unter Vorsitz des Ehrenmitgliedes Wilhelm Raab, einem Hobby-Schiffahrts-Historiker und ehemaliger Schiffer, trug zum großen Erfolg dieser Ausstellung bei, die von mehr als 10000 Personen besucht wurde.

1972

1972

Der alte Schiffermast wird „hinfällig“. Die Stadt stellt unentgeltlich zwei große Lärchenbäume zur Verfügung. Der Verein holte die Bäume und „versenkte“ sie erstmal in der Itter. Dort wurden sie drei Jahre lang gewässert.
Bei Baggerarbeiten wurde in Heidelberg ein großer Findling aus dem Neckar geborgen. Mit einem Schiff der Fa. Krieger Neckarsteinach wurde er ans Eberbacher Lauer gebracht, um dort als Gedenkstein bei der Mastanlage aufgestellt zu werden. Die Kosten von 800 DM übernahm die Fa. Heinrich und Karl Müßig Tankschifffahrt.

1974

Fendel Schiffahrts Aktiengesellschaft

Durch Vermittlung von Franz Röth, Schiffsinspektor bei der Fa. Fendel Rheinschifffahrt, stiftete diese Reederei den Mastkocher und eine Mastwinde die von GMS „Jupiter“ stammten sowie einen 1000 kg. schweren Stockanker für die Mastanlage.

1975

Der neue Mast wurde durch den Zimmermeister Hanns Banspach in Zusammenarbeit mit Schmiedemeister Heinrich Reinig gefertigt. Der alte Mast wurde abgebaut, der neue am 22. November aufgerichtet und von den älteren Mitglieder getakelt.

1976

Die umfangreichen Vorbereitungen zur 625-Jahr-Feier liefen auf Hochtouren. Zu den Feierlichkeiten erschienen 27 Gastvereine mit ihren Fahnen. Insgesamt großer Erfolg für den Verein und viel Lob für die eifrigen Schiffer.

1977

Bau des Modells des „Glockenschiffes“ aus dem Holz des alten Schiffermastes durch Heinrich Schuppert. Aktive Mitwirkung bei der 750-Jahrfeier der Stadt am Festumzug und Altstadttreiben.

1978

Erste Diskussionen über die Aufnahme von Schifferfrauen in den Verein.

1980

Dem Eberbacher Altersheim „Dr.Schmeißer-Stift“, wurde vom Verein ein zinsfreies Darlehen von 2000 DM bewilligt und 1989 in eine Schenkung umgewandelt.

1981

Eine mehrere Meter lange Schlepperkette aus dem Bestand des ehemaligen Schriftführers Theodor Neuer wird der Stadt als historische Dekoration des Fischerbrunnens am Pulverturm übereignet.

1983

Die neue Vereinsfahne wurde in Anwesenheit von Gastvereinen von den beiden Mannheimer Schifferseelsorgern, Msg. Weinmann (Sohn eines Eberbacher Schiffers und auf dem Schiff geboren) und dem ev. Schifferpfarrer Jung feierlich geweiht. Die Festansprache hielt Bürgermeister Schlesinger.


Bei der Gründung und Einrichtung des städtischen Museums am Alten Markt wirkten Mitglieder des Vereins besonders engagiert mit. Es entstand eine separate Abteilung für Schifffahrt, Fischerei und Schiffbau, die in den Folgejahren systematisch vervollständigt wurde.

1984

Anläßlich des Eberbacher Frühlingsfestes legte der Nachbau eines historischen Donauschiffes die „Ulmer Schachtel“ am Neckarlauer an und wurde vom Vereinsvorstand gebührend begrüßt.

1985

Der Verein besichtigte unter Führung örtlicher Bauleiter verschiedene Schleusenbaustellen an dem entstehenden „Main-Donau-Kanal“. Anschließende Bootsfahrt ab Kehlheim durch den Donaudurchbruch zum Kloster Weltenburg.

1988

Bürgermeister Schlesinger überreichte den 14 Eberbacher Partikulier-Schiffern je eine Stadtflagge.

1989

Eine von Heinrich Walz gestiftete dreiflügelige Schiffsschraube und ein großer Klippanker wurden mit Zustimmung der Stadt an der Mastanlage aufgestellt. Friedrich Raab stiftete dazu ein Steuerrad.

1990

Schiffer- und Museumsverein vereinbaren gegenseitige Mitgliedschaft. Der Schifferverein beteiligte sich aktiv an den Vorbereitungen für die geplante Sonderausstellung im Sommer.

1992

„Eberbacher und der Neckar“. Die drei Modellbauer des Vereins Hubert Janitschke, Franz Röth und Allfred Zimmermann sind mit der Herstellung noch fehlender Exponate voll beschäftigt.

1993

Bei der Abhaltung des Schifferjahrtages wurde vom Vorstand angeregt, die bei den beiden Ausstellungen gesammelten historischen Zeitdokumente zu vervollständigen und diesbezüglich in den umfangreichen Materialen im Stadtarchiv Nachforschungen anzustellen.


Im Dezember. Schlimmstes Hochwasser dieses Jahrhunderts in Eberbach mit einem Höchststand von 9,45 m.

1994

Der Verein beteiligte sich an der festlichen Einweihung des Schiffermastes am Ortseingang von Rockenau und am Vereinslokal „Grüner Baum“. Dazu wurden von Eberbacher Vereinsmitgliedern Anker, Schiffsschrauben, Steuerrad und ein Beiboot beschafft und als Dauerleihgabe gespendet.

1998

Schiffer-und Museumsverein beteiligen sich an einer großen Schiffahrtsausstellung in der Partnerstadt Thonon les Bains am Genfer See.

20. Mai 2000

Erster Schiffertag im neuen Jahrhundert und Jahrtausend wurde am 20. Mai unter Teilnahme von 13 Gastvereinen abgehalten.

2001

Zum Jubiläum 2001 wurde von Fritz Kappes die Jahresmünze der Stadt Eberbach mit den Insignien der Schiffahrt entworfen. Kappes ist ein Sproß einer alt eingesessenen Schifferfamilie.


2) Zum 650-Jährigen Jubiläum wurde vom Schifferverein Eberbach 1351 e.V. ein 816-seitiges Buch mit dem Titel „Eberbach am Neckar 650 Jahre Schiffahrt“ herausgegeben.


Quellen

„Eberbach am Neckar 650 Jahre Schiffahrt“
weitere Quellen / Literatur

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