Neptun-Werft Thedor Bartels und Co, Bremen
Neptun-Werft Thedor Bartels und Co, Bremen
GründungslandDeutschland
StammsitzBremen
HauptgeschäftSchiffbau – deutsch – binnen
Gründungsjahr1920
aktueller Statuserloschen 1987
letzte Aktualisierung 2015

Weitere Flaggen aus der Firmengeschichte – nur weil hier keine Abbildungen sind, heißt das nicht, das es keine anderen Flaggen gab – sie fehlen dann aber in der Sammlung


Neptun-Werft Theodor Bartels & Co

1920

Der Schiffszimmermann August Wilhelm Theodor Bartels, der Bootsbauer Karl Johann Brunkhorst und der Schiffs- und Bootsbau-Meister Konrad von Velde schlossen einen Vertrag zur Gründung einer Werft, die als „ Bremer Kleinschiffbau GmbH am 27. Februar in das Bremer Firmenregister eingetragen wurde. Bartels und Brunkhorst waren mit je 6.500 Mark und van Velde mit 7.000 Mark am Firmenkapital beteiligt.

1921

K.-J. Brunkhorst tritt im Juli d. J. wieder aus der Gesellschaft aus. An Brunkhorsts Stelle tritt im September der Kaufmann Georg Popken in die Gesellschaft ein. Die Gesellschaft ändert nun ihren Namen NEPTUN WERFT GmbH . Im Dezember d. J. scheidet auch van Velde wieder aus der Neptun-Werft aus. Die Firma beschäftigte bereits 9 Mitarbeiter und verfügte über eine gute Betriebsausstattung wie, elektrische Abrichthobel und Standsäge.

1926

Auch Georg Popken verlässt nun die Gesellschaft, so daß Theodor Bartels nun als Alleininhaber eingetragen ist. Die Firma heißt nun Neptun Werft Theodor Bartels GmbH .

1934

Die Firma wird von einer GmbH in eine Einzelgesellschaft umgewandelt. Die Werft bekam in diesem Jahr einen elektrischen Schmiedehammer mit 50 kg Fallgewicht installiert.

1938

Die Werft beschäftigte in diesem politisch schwierigen Jahr 25 Mitarbeiter.

1943

Bartels musste seinen Werftstandort am Hafenbecken F aufgeben, weil die Kriegsmarine hier Bunkerbauten vornehmen wollte. Die Stadt Bremen wies im als Ersatz ein Gelände im Ortsteil Woltmershausen zu, direkt unterhalb des Fähranlegers und exakt gegenüber der ATLAS-Werke, bei denen Bartels seine Ausbildung gemacht hatte. Der Neuaufbau gestaltete sich allerdings recht schwierig, weil die notwendigen Arbeitskräfte nicht zur Verfügung standen. Die ganzen Geräte und Maschinen konnten nicht entsprechend herbeigeschafft werden, was sich letztendlich als Glücksfall erweisen sollte.

1944

Am 18. August wurden neuen Betriebsanlagen fast völlig vernichtet.

1945

Im Februar konnte man provisorisch wieder mit Reparaturarbeiten an Schiffen beginnen.

 

Bei Kriegsende besaß die Werft allerdings keine funktionstüchtige Slipanlage. Die meisten Maschinen waren noch an anderer Stelle, aber unversehrt. Bereits am 20. Mai schrieb Bartels an die US-Militärregierung und bat darum seine Schiffsreparaturwerft weiterführen zu dürfen.

April 1946

Im April d. J. erteilten die US-Dienststellen die Genehmigung, den Betrieb einer Schiffsreparaturwerft wieder aufzunehmen.

1947

Die Maschinenhalle ist wieder errichtet, andere Fundamente sind gegossen.

1949

Eine Arbeitsbrücke ist errichtet, die Slipanlage im Bau.

1950

4 Angestellte und 25 techn. Arbeiter finden nur schwer Beschäftigung. Es werden nebenher Karosserien für die Goliath-Werke gefertigt.

1953

In mühevoller Kleinarbeit entsteht die NEPTUN Werft zum dritten Mal neu. Sie liegt direkt an der Weser gegenüber der Atlas Werke. Eine Slipanlage mit 10 Wagen (quer) steht nun zur Verfügung. Unterkünfte für Personal der sich in Reparatur befindlichen Schiffe sind eingerichtet. Büro, Schiffbauhalle, Schmiede, Schlosserei und Zimmerei sind voll betriebsfähig.

1954

Theodor Bartels Sohn, der Schiffbauer Hans-Joachim und die Tochter Henriette Pledl (geb. Bartels) traten als PhG in die Gesellschaft ein.

1956

DDG Hansa

Für die DDG HANSA konnte der Auftrag zum Bau von 2 Schuten hereingenommen werden. Sie wurden als HANSA 46 und 47 abgeliefert.

1961

Bremer Vulkan AG

In den 60er Jahren war die Neptun-Werft auf Grund ihrer guten Stahlbauabteilung umfangreich Bauteilelieferant für die AG Weser und den Bremer Vulkan. Ansonsten war die Werft ein vor allem in der Binnenschifffahrt sehr bekannter Reparaturbetrieb. Neubauten kamen sehr selten vor.

1964

Zwei Arbeitspontons SG5 und SG6 konnten als Neubauten abgeliefert werden.

1971

Firmengründer Theodor Bartels * 29.12.1889 verstirbt im Alter von 82 Jahren.

Die Firma wird in Neptun-Werft Theodor Bartels & Co. umfirmiert. Das Unternehmen ist allerdings völlig überaltert, hat die notwendigen Investitionen verschlafen. In den Folgejahren wurden mehrfach Anträge auf Bürgschaften an den Senat gerichtet, jedoch sämtlich abgelehnt.

1982

1982

Bau des Geräteponton HELGOLAND II der Firma TAGU, Oldenburg

1986

Bau des Fahrgastschiffes / Inselfähre WEGA II für Kapt. Elmar Hüttenmeister, Burhave.

 

Im Anschluss an die Ablieferung wurde ein Vergleichsantrag gestellt, jedoch mangels Masse abgelehnt. Grundstück und Betriebsanlagen wurden vom Konkursverwalter an ein Nachbarunternehmen verkauft.

1987

Die Neptun-Werft wurde geschlossen und am 6. September aus dem Register gestrichen.


Quellen

„Boote, Yachten und Kleinschiffe aus Bremen: Ein (fast) vergessenes Kapitel Industriegeschichte 1847–1997“ – von Klaus auf dem Garten – ISBN 3897574691
weitere Quellen / Literatur

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