Museumsschiff RICKMER RICKMERS, Hamburg
Museumsschiff RICKMER RICKMERS, Hamburg
GründungslandDeutschland
StammsitzHamburg
HauptgeschäftVereine
Gründungsjahr1974
aktueller Statusaktiv
letzte Aktualisierung 2014

Weitere Flaggen aus der Firmengeschichte – nur weil hier keine Abbildungen sind, heißt das nicht, das es keine anderen Flaggen gab – sie fehlen dann aber in der Sammlung


Museumsschiff RICKMER RICKMERS

Rickmer Rickmers Museumsschiff

Bild von gianfilippo maiga auf Pixabay

 


 

RICKMER RICKMERS, der 1896 gebaute Großsegler, liegt seit 1983 als schwimmendes Wahrzeichen Hamburgs in der Hansestadt und ist der Stolz der Stiftung RICKMER RICKMERS, die das Museumsschiff ohne öffentliche Zuschüsse betreibt und unterhält…

1896

Rickmers Rheederei GmbH RICKMERS WERFT, Bremerhaven

Die RICKMER RICKMERS wurde im Jahre 1896 als Vollschiff aus Stahl auf Querspanten auf der firmeneigenen Werft in Bremerhaven gebaut und nach dem Enkel des Firmengründers benannt. Der Rumpf ist 97 m lang,
12,20 m breit, der Tiefgang betrug 6 m. Das Schiff war zu der Zeit mit 1.980 BRT und 3.067 TDW vermessen, die mittlere Raumtiefe betrug 7,70 m. Als Vollschiff hatte der Segler eine Segelfläche von 3.500 m2. Die Indienststellung erfolgte im August 1896.
Unter dem Kommando von Kapitän Hermann-Hinrich Ahlers verließ der Segler mit einer Besatzung, die aus dem Kapitän, zwei Steuerleuten, je einem Koch, Zimmermann, Segelmacher und Donkeyman, elf Voll- und drei Leichtmatrosen sowie vier Schiffsjungen bestand, Bremerhaven und versegelte nach Hongkong. Von dort kehrte die RICKMER RICKMERS beladen mit Reis und Bambus zurück an die Weser.

1903

Der Segler hat viele glückliche Reisen für die Reederei gemacht, aber es waren auch einige sehr unglücklich verlaufende Reisen darunter. So die Reise, die im August 1903 begann und …

1904

… mit dem Abreiten eines Taifuns 1904 und dem Anlaufen von Kapstadt in Südafrika als Nothafen endete. Dort wurde der havarierte dritte Mast ersetzt und das Vollschiff zur Bark umgetakelt. Als solche kehrte sie im Dezember 1904 – zwei Monate zu spät – nach Bremerhaven zurück.

1912

Die Reisen verliefen wechselvoll; schnellen folgten langwierige Reisen und so wurde 1912 das im Hafen von Delfzyl liegende Schiff von der Reederei sang- und klanglos an die Hamburger Reederei Carl Christian Krabbenhöft verkauft und versegelte unter dem neuen Namen MAX nach Chile in die Salpeterfahrt.

1930

Um 1930 herum wurden zwei 350 PS KRUPP Diesel-Motoren als Hilfsantrieb mit den dazugehörenden Hilfsmaschinen eingebaut. Damit stieg der Komfort des Schulschiffes gewaltig.

1958

Der letzte große Auftritt des Schiffes, das unter den Portugiesen den Namen SAGRES erhalten hatte, war 1958, als es die Regatta der Segelschulschiffe vor der norwegischen CHRISTIAN RADICH gewann.

1962

Da die Portugiesen 1962 die ehemalige ALBERT SCHLAGETER als SAGRES II in Besitz nahmen, wurde die SAGRES ausgemustert, abgetakelt und unter dem Namen SANTO ANDRE als Hulk an die Marinewerft gelegt.

1974

Der Verein ,,Windjammer für Hamburg“ e. V. wurde 1974 von Wilhelm ,,Fiete“ Schmidt und einigen Hamburger Bürgern mit dem Ziel gegründet, einen Tiefwasser-Segler als Seefahrts-Denkmal und Museum nach Hamburg zu holen.

1983

Bugsier-, Reederei- und Bergungsgesellschaft mbH & Co. KG

Dort in Portugal gammelte das Schiff bis 1983 still als Depotschiff vor sich hin. Dank einiger großzügiger Spender konnte der Segler von der Firma Bugsier nach Hamburg geschleppt und am 7. Mai 1983 anläßlich des Hafengeburtstages dem Verein übergeben werden. Der 7. Mai 1983 war der Tag, an dem die wenig schön aussehende Hulk SANTO ANDRE als RICKMER RICKMERS den Gästen des Hafengeburtstages vorgestellt wurde. Einige Tage konnte die Bevölkerung das Schiff an den Landungsbrücken besichtigen.

Danach wurde das Schiff an den Europakai/ HDW verholt und die eigentliche Arbeit begann. Von der Werft und einigen Hafen-Dienstleistungsfirmen wurde mit dem Abräumen der großen Teile vom Oberdeck begonnen, um den Technikern die Möglichkeit zur Feststellung von eventuellen Schäden und Erstellung von Plänen zu geben. Nach vielen Diskussionen wurde dann zur freiwilligen Hilfe aufgerufen – und sie kam. Ein Stamm von ca. 50 Helfern hat an den Wochenenden, Sommer wie Winter, in einem Jahr das Schiff entsorgt, so daß eine Übersicht über den Gesamtzustand möglich war. Anfang 1984 wurden dem Verein ABM-Mittel zur Verfügung gestellt. So konnten u. a. arbeitslose Schiffbauer und Schweißer eingestellt werden. Von dem Zeitpunkt an gingen die Reparaturen zügig voran.

 

Das Schiff wurde gedockt, Ultraschall-Messungen wurden vorgenommen, die Stahlplatten gesandstrahlt und gestrichen und der Innenausbau vorangetrieben. Das Deck wurde mit Holz belegt, die Takelage vervollständigt, der Maschinenraum hergerichtet und Ballast an Bord genommen. Im Maschinenraum ist eine Dampfmaschine sowie einer der Krupp-Dieselmotoren zu sehen. Zusammen werden so die drei Antriebsarten der letzten 100 Jahre –
Wind, Dampf, Diesel – dem Besucher veranschaulicht.

1987

Rickmer Rickmers Museumsschiff

Bild von Albrecht Fietz auf Pixabay

 


 

Seit September 1987 liegt die RICKMER RICKMERS nun am Fiete-Schmidt-Anleger und ist täglich zur Besichtigung freigegeben.

 

Im Herbst 1987 wurde das Schiff in eine neu gegründete Stiftung eingebracht. Die Stiftung finanziert sich selbst und durch Spenden, erhält also keine Zuschüsse von dem Stiftungsgeber (Verein Windjammer für Hamburg), von städtischer oder staatlicher Seite.





Hinweis

Markennamen und Warenzeichen

Diese Website ist privat und nicht kommerziell. Markennamen und geschützte Warenzeichen sind Eigentum ihrer jeweiligen Inhaber. Die Nennung von Markennamen und geschützter Warenzeichen hat lediglich beschreibenden Charakter. Genannte Marken stehen in keinerlei Partnerschaft oder Kooperation zu Marcollect.de. Weitere Informationen können Sie unseren Informationen zum Datenschutz entnehmen.


Unterstützung

… hier fehlen noch Informationen

Die Inhalte dieser Website wurden zeit seines Lebens von meinem Vater aus den unterschiedlichsten Quellen zusammen getragen. Da sich unsere Welt deutlich schneller entwickelt, als ein Einzelner die Zusammenhänge erfassen, geschweige denn niederschreiben und aktualisieren kann, sind viele Beiträge noch ausbaufähig. Sollten Sie zu diesem oder einem anderen Beitrag Ergänzungen oder Korrekturen haben, freue ich mich über eine Nachricht. Weitere Informationen zu möglichen Unterstützungen finden sie in den F.A.Q.


Hinweis

Link auf externe Website

Diese Seite enthält einen oder mehrere Links auf externe Websites. Für die Inhalte und die Rechtskonformität externer Websites sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich. Sollte/n die verlinkten Seiten gegen geltendes Rechts verstoßen bitte wir um einen Hinweis darauf. Wir werden den/die Link/s dann umgehend entfernen. Weitere Informationen können Sie unseren Informationen zum Datenschutz entnehmen.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

14 + 9 =