Lütgens & Reimers GmbH&Co.KG
Lütgens & Reimers GmbH&Co.KG
GründungslandDeutschland
StammsitzHamburg
HauptgeschäftSeeschifffahrt / Schlepper
Gründungsjahr1837
aktueller Statusaktiv
letzte Aktualisierung 2018

Weitere Flaggen aus der Firmengeschichte – nur weil hier keine Abbildungen sind, heißt das nicht, das es keine anderen Flaggen gab – sie fehlen dann aber in der Sammlung

Lütgens & Reimers GmbH&Co.KG

sehr alte Version – „rot“ beschichtet

Lütgens & Reimers GmbH&Co.KG

alte Version – hier „rot“ gedruckt“

Lütgens & Reimers GmbH&Co.KG

jüngere Ausgabe

Lütgens & Reimers GmbH&Co.KG

die wohl jüngste Version


Lütgens & Reimers GmbH&Co.KG

In Hafenkreisen auch gern als

„Links und Rechts„

bezeichnet

8. Oktober 1837

Der Ewerführer Hans Heinrich Lütgens verlegt seinen Lebensmittelpunkt nach Hamburg und gründet zusammen mit dem Hamburger Kaufmann Reimers am 8. Oktober den Ewerführereibetrieb Lütgens & Reimers.
Zunächst mir 4 Schuten, denen jedoch bald weitere folgen sollten wurden die Waren von den Seeschiffen zu den Speichern in die Fleete gebracht.

1872

Lütgens & Reimers erhielt den ersten eigenen Schlepper. Es war der 16 Meter lange Dampfschlepper HENRY benannt nach dem Enkel Hans-Heinrich von Hans-Heinrich Lütgens, der bis 1890 seinen Dienst tat und dann nach Stettin verkauft wurde.

1880

Lütgens & Reimers hatte den Dampfschlepper JOHANNA in Dienst gestellt

1881

Es folgte mit RESOLUT ein weiterer Dampfschlepper.

1914

Bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges war die Lütgens & Reimers-Flotte auf 40 Schlepper, 30 Leichter und rund 500 Schuten angewachsen !!

1922

Bugsier-, Reederei- und Bergungsgesellschaft mbH & Co. KG

Die HAPAG hatte ihre Seeschlepper an die BUGSIER abgegeben und beschränkte sich auf das Hafen- und Assistenzgeschäft, das in den Händen von Lütgens & Reimers blieb. Bis 1925 wurden neun Neubauten zwischen 130 und 450 PS für dieses Arbeitsgebiet in Auftrag gegeben.

1923

Lütgens & Reimers übernahm auch die Alsterschifffahrt von der HHA – Hamburger Hochbahn AG – da diese den Betrieb nie kostendeckend durchführen konnte. Damit ging auch das Schleppgeschäft auf der
Alster an Lütgens & Reimers über, für das speziell 1925 und 1927 die beiden Schlepper PRÄGNANT und GALANT in Fahrt gebracht wurden.

1925

L&R trennet sich wieder von der Personenschifffahrt auf der Alster, behielt aber die Alster-Schleppschiffahrt für sich.

1926

Während HAPAG die BUGSIER an die Familie Schuchmann abgab, blieb L&R eine 100-%-Tochter der HAPAG.

Da es noch keine Kümo-Flotten heutiger Schreibart gab und diese küstennahen Verkehre durchweg mit Schleppern und Schuten / Leíchtern erledigt wurden, stieg L&R in kleinem Rahmen doch wieder in die Seeschlepperei ein.

1933

Die Weltwirtschaftskrise traf auch den Hamburger Hafen schwer. Erst ab etwa 1933 trat eine Besserung ein, so dass auch die Assistenzschlepper besser ausgelastet werden konnten.

1936

Petersen & Alpers , Lütgens & Reimers, Fairplay und die Neue Schleppdampfschiffahrtsreederei Louis Meyer sichern sich gegenseitig Hilfe bei der Ausführung von Schleppeinsätzen zu.

1937

Im 100. Geschäftsjahr bestand die Flotte von Lütgens & Reimers aus 25 Schleppern, 5 Barkassen und 273 Schuten mit zusammen 36.000 ts Tragfähigkeit.

1945

Der Zweite Weltkrieg schlug auch bei Lütgens & Reimers tiefe Wunden, wenngleich die Schuten und Barkassenflotte mehr zu leiden hatte, als die Schlepperflotte. Die großen Dampfschlepper EXPERT und MOORWÄRDER konnten gehoben und repariert werden, wogegen STADE zum Totalverlust erklärt werden musste. Bei den kleinen Schleppern wurde EXPONENT zum Totalverlust erklärt.

1946

Der von den Engländern eingesetzte „Port Controller veranlasste die Schleppreedereien, sich zu einer „Tug-Union“ zusammenzuschließen. Diese war Ausgangsbasis für den späteren Zusammenschluß mit Lütgens & Reimers, Petersen & Alpers , Fairplay und Louis Meyer zur „ Arbeitsgemeinschaft der Schleppdampfschiffsreedreien für den Hafen Hamburg “.

1952

Hans E. W. Berndt

Die vier Hamburger Schlepp- und Assistenz-Reedereien Petersen & Alpers, Lütgens & Reimers, Fairplay und die Neue Schleppdampfschiffahrtsreederei Louis Meyer  schlossen sich zur ARBEITSGEMEINSCHAFT DER SCHLEPPDAMPFSCHIFFS-REEDEREIEN FÜR DEN HAMBURGER HAFEN zusammen.
In Konkurrenz zur AG trat die BUGSIER zunächst mit Hans E. W. Berndt zusammen auf. Später zog sich Berndt wieder auch sein angestammtes Gebiet, den Kohlenhandel und die Kohlenfahrt zurück und die BUGSIER setzte die Seeschiffsassistenz allein fort.

1955

Viele der alten und unrentabel gewordenen Dampfschlepper wurden verkauft oder abgebrochen. 1955 standen noch fünf große Dampfschlepper in Diensten von Lütgens & Reimers, es waren die „Dampfer“ MAAKENWÄRDER, MOORWÄRDER, STEINWÄRDER, KRAUTSAND und BRUNSHAUSEN.

1955

Lütgens & Reimers charterte von der BUGSIER deren BUGSIER 6 und 15, die bereits von der Brücke aus gefahren wurden. Mit diesen Schleppern wurden die Besatzungen für die neuen Fahrzeuge trainiert.

1956

und 1957 kamen kurz hintereinander insgesamt 6 neue Motorschlepper mit jeweils 850 PS gebaut bei Schichau in Fahrt. Traditionell erhielten sie wieder auf „wärder“ – nun aber in neuer Schreibweise – „werder“ endende Hamburger Vorortnamen –
KUHWERDER, KIRCHWERDER, FINKENWERDER, GRIESENWERDER, ALTENWERDER und GOERGSWERDER.
Diese Schlepper waren bereits so eingerichtet, dass sie von der Brücke ausgefahren werden konnten.

1958

W. Schuchmann GmbH & Co. KG

Schuchmann hatte seinen Aktien-Anteil an der HAPAG derart aufgestockt, dass er nun Mehrheitsaktionär war. Diesen Umstand nutze er dazu, die gesamte Aktivität von Lütgens & Reimers auf seine BUGSIER zu übertragen und zudem vertraglich festzulegen, dass L&R sich für 10 Jahre aus der Seeschiffassistenz zurückzuziehen hatte.

1968

Die Karten wurden neu gemischt, was nicht ohne schwierige Verhandlungen mit den übrigen Hamburger Schleppreedereien von statten ging. Schließlich jedoch wurde L&R wieder in den Kreis der Partner aufgenommen und bestellte innerhalb weniger Wochen bei verschiedenen Werften sechs Hafen- und Küstenschlepper.

MÜTZELFELDT, Cuxhaven lieferte ADRETT und ACCURAT,

KREMER, Elmshorn die CONSTANT und die CORRECT und

SCHULTE & BRUNS, Emden lieferte die PROMPT und die PARAT.

Alle Schlepper hatten geschlossene Aufbauten mit Rundumfenstern und zwischen 900 und 1.200 PS bei Pfahlzügen von 15 – 20 ts.

1970

Hapag-Lloyd AG

hatte die Lütgens & Reimers-Mutterfirma HAPAG mit dem Bremer NDL zur Hapag-Lloyd AG fusioniert, so daß jedes der beiden Unternehmen eine eigene Schlepp- und Assistenzabteilung in das neue Unternehmen einbrachten. Diese beiden Töchter wurden jedoch nicht miteinander verschmolzen. L&R behielt den weißen Schornsteinring mit dem roten Band darin, während die NDL-Schlepper vier Jahre nach der Fusion einen orangefarbenen Rumpf und weiße Aufbauten mit einem orangefarbenen Masten erhielten an dem das HL-Logo prangte.

HAPAG-LLOYD Transport & Service GmbH

Die Disposition beider Flotten wurde allerdings gemeinsam bzw. abgestimmt vorgenommen um sich nicht gegenseitig ins Geschäft zu kommen. Für die Aktivitäten auf der Weser und der Jade wurde aus der Abteilung Schleppreederei des NDL
die „HAPAG-LLOYD Transport & Service GmbH“ gegründet.

1972

stellte L&R mit der von einer niederländischen Werft gelieferten GARANT den ersten echten Seeschlepper in Dienst. Er hatte eine 3.200 PS leistende Maschine und eine Pfahlzug von 34 ts bei knapp 300 BRT und wurde der bis dahin größte und stärkste L&R-Schlepper.

1973

NORDERWERFT

und 1974 folgten von der NORDERWERFT die ersten Voith-Schneider-Schlepper, die als Schubschlepper mit besonderer Bugkonstruktion ausgerüsteten RASANT und RESOLUT. Ab diesem Jahr unterhielt Lütgens & Reimers auch eine Bugsierstation in Brunsbüttel um dort bei den Ol-, Gas- und Chemikalienlagern den Tankern zu assistieren. Die dort eingesetzten Schlepper mussten mit umfangreichen Feuerlöschanlagen ausgerüstet werden.

1976

und 1977 war ein weiterer Höhepunkt im Geschäft von L&R, als von einer niederländischen Werft die Schlepper EXACT und EXPERT übernommen wurden. Mit 4000 PS und einem Pfahlzug von 43 ts waren sie die stärksten Schlepper die jemals zur Flotte von L&R gehörten.

1979

Mit dem Rückgang der Seeschiffsassistenzen in den Häfen waren umfangreiche Umstrukturierungen notwendig geworden. So wurden 1979 und 1980 PROMPT und PARAT nach Italien verkauft und CORRECT ging nach Südamerika. 1984 folgte CONSTANT. PARAT ging nach Brunsbüttel und die dortige ACCURAT wurde Reserveschiff in Hamburg.

1983

wurde eine neue PARAT speziell für diese Aufgaben konstruiert und die ACCURAT abgelöst und rückgebaut.

1984

Die Schlepper RASANT und RESOLUT wurden zu 3-Mann-Schleppern umgerüstet.

1986

J. Johannsen & Sohn GmbH

ging ADRETT an Johannsen nach Lübeck. Auch die Seeschlepperei wurde zurückgefahren und in dem Zuge 1984 zunächst GARANT und 1986 auch EXACT nach Italien verkauft. EXPERT bekam L&R-Farben um den Ausstieg voll zu dokumentieren.

1987

Detlef Hegemann AG, Bremen

Hegemann lieferte den ersten „echten“ 3-Mann-Schlepper, die CONSTANT. Dieser Schlepper kam am 5. Oktober zum 150jährigen Jubiläum in Fahrt. Neben der Disposition von Pontons und Schubleichtern wird auch eine Festmacherei betrieben.

1994

1994

Jetzt, noch vor der Jahrtausendwende wurden Hapag und Lütgens & Reimers „Geschichte“, als Hapag-Lloyd sich aus dem Schleppgeschäft zurück zog und die Schleppreederei an die URAG verkaufte, die ihrerseits später an die Thesenfitz-Gruppe ging.
Das Bundeskartellamt genehmigte allerdings zunächst nur einen Teil-Verkauf an die URAG. 80 % durfte die URAG bekommen, 20 % gingen an die BUGSIER. Auch T&S – mittlerweile verselbständigt, aber doch noch ein HL-Unternehmen, ging diesen Weg – 80 % an die BUGSIER und 20 % an die URAG.

2001

Linnhoff Schiffahrt GmbH

Die Linnhoff Schiffahrt GmbH & Co. KG, Buxtehude, übernahm die URAG zusammen mit den Schwesterfirmen wie Lütgens & Reimers.

2004

Im Jahre 2004 tauschten die BUGSIER und die URAG die Minderheitsbeteiligungen untereinander und übernahmen die Betriebe jeweils zu 100 %.

 

Lütgens & Reimers agiert unter ihrem alten Traditionsnamen als 100-%ige URAG-Tochter.
Die T&S hingegen verschwand vom bereinigten Markt – wurde auf Bugsier verschmolzen.

 

Die URAG-Töchter RF Reedereigemeinschaft Forschungsschiffahrt GmbH und Wiking Helikopter Service GmbH werden ebenso wie Lütgen & Reimers als URAG-Töchter unter dem Dach der Linnhoff-Gruppe weitergeführt.
Die RF- und WIKING-Logos wurden modernisierten, unverändert wird Lütgens & Reimers unter dem alten Logo weiterbetrieben.

2009

Linnhoff Schiffahrt GmbH

Die L&R Lütgens & Reimers GmbH & Co.KG ist eine 100%-tige Tochterfirma der URAG Unterweser Reederei GmbH, Bremen. Diese gehört zur Linnhoff Schiffahrt GmbH zu der unter anderem auch die RF Forschungsschiffahrt GmbH, Bremen und die WIKING Helikopter Service GmbH, Bremen gehören.
Lütgens & Reimers kann auf eine lange Tradition im Schleppgeschäft zurückblicken. Beginnend mit Dampf getriebenen Schraubenschleppern, im See und Hafengeschäft, über Kortdüsen-Schleppern besitzt L&R heute eine Schlepperflotten von fünf Voith Schneider Schleppern.

20. Oktober 2014

Das zur Linnhoff-Gruppe gehörende Traditionsunternehmen Lütgens & Reimers (L & R) verlässt die Arbeitsgemeinschaft der Seeschiffsassistenz-Reedereien für den Hamburger Hafen mit Wirkung zum 20. Oktober. Das teilte die ARGE jetzt mit.

2016

Lütgens & Reimers hat einen hohen dreistelligen Verlust eingefahren für den die Muttergesellschaft Linnhoff einstehen musste.

2017

Das Bundeskartellamt hat Geldbußen in Höhe von insgesamt rund 13 Mio. Euro gegen drei Hafenschleppdienstleister und deren Verantwortliche verhängt.
Bei den Unternehmen handelt es sich um die Fairplay Schleppdampfschiffsreederei Richard Borchard GmbH, Hamburg, die Bugsier-, Reederei- und Bergungs GmbH & Co. KG, Hamburg, und die Petersen & Alpers GmbH & Co. KG, Hamburg. Gegen das ebenfalls an den Absprachen beteiligte Unternehmen Unterweser Reederei GmbH sowie dessen Tochtergesellschaft Lütgens & Reimers GmbH & Co. KG wurde kein Bußgeld verhängt, weil sie das Kartell gegenüber dem Bundeskartellamt aufgedeckt hatten. Gegen das Unternehmen Neue Schleppdampfschiffsreederei Louis Meyer GmbH & Co. KG, das inzwischen aus dem Markt ausgetreten ist, wurde aus Ermessensgründen kein Bußgeld verhängt. Die Ermittlungen gegen ein weiteres Unternehmen sind noch nicht abgeschlossen.

Februar 2017

Boluda Corporatión Maritima

Im Februar hat Klaus Thesenfitz (Eigner der Linnhoff-Gruppe) seine Schleppbetriebe URAG und Lütgens & Reimers an die spanische Schiffahrtgruppe Boluda Corporatión Maritima verkauft.
18 Schlepper und 140 Mitarbeiter in sieben deutschen Häfen wechseln zu Boluda.


Quellen

weitere Quellen / Literatur



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