C. Lühring Schiffswerft und Trockendock
C. Lühring Schiffswerft und Trockendock
GründungslandDeutschland
StammsitzBrake
HauptgeschäftSchiffbau – See
Gründungsjahr1873
aktueller Statuserloschen 1988
letzte Aktualisierung 2008


Weitere Flaggen aus der Firmengeschichte – nur weil hier keine Abbildungen sind, heißt das nicht, das es keine anderen Flaggen gab – sie fehlen dann aber in der Sammlung


C. Lühring Schiffswerft und Trockendock

1860

gründete der Schiffbaumeister B. H. Chr. Reiners in Hammelwarden an der Unterweser auf einem Kaufgrundstück mit ganzen 25 m Wasserfront eine Werft.

1863

trat Joh. Conrad Lühring als sogen. Meisterknecht in die Werft ein.
Als Reiners aus wirtschaftlichen Gründen den Betrieb an den Bauern Eylers verkaufen musste, wurde Joh. Conrad Lühring als Betriebsleiter eingestellt.

1871

begann Lühring auf der ihm nicht gehörenden Werft, Schiffe auf eigene Rechnung zu bauen.

1873

bekam er die Gelegenheit die Werft zu kaufen und noch ein Nachbargrundstück dazu.
Joh. Conrad Lühring baute zunächst Schoner, Briggs und Barken, aber auch eine ganze Reihe von Binnenschiffen.
Auch zu der Zeit gab es Flauten und so musste Lühring seine Mannschaft stark reduzieren und konnte nur mit Schiffsreparaturen überleben.

1898

stelle Lührings Sohn Hinrich die Werft allmählich von Holzschiff- auf Eisenschiffbau um.

1900

konnte er die Werft durch Ankauf weiterer Grundstücke erweitern und

1901

sogar ein Trockendock in Betrieb nehmen.
In den nächsten 20 Jahren wurden viele eiserne Schiffe gebaut, die der Werft weltweit einen guten Ruf einbrachten. Es waren Schiffe jeglicher zu der Zeit gebräuchlicher Art – Dampfer, Logger, Schlepper, Leichter, Prähme, aber auch an die 40 Schoner, die bis Südamerika eingesetzt wurden.

1920

kam wieder eine Zeit der Flaute im Schiffbau und die Werft musste sich wieder mit Reparaturen über Wasser halten.

1930

gab es wieder Aufträge für etliche Küstensegler, die später teilweise in Motorsegler umgebaut werden konnten.

1938

Im 2. Weltkrieg musste die Werft, wie alle anderen Werften für sie Kriegsmarine arbeiten. Von 1940 bis 1948 wurde kein ziviles Schiff abgeliefert.

1943

übernahm Conrad Lühring in dritter Generation die Leitung der Werft.

1945

Die US-amerikanischen Besatzer zeigten sehr viel Verständnis für die Leute in der schwach besiedelten Gegend. Man erlaubte der Werft schon wenige Wochen nach Kriegsende wieder tätig zu werden, ja, sie setzten sogar ihr Kriegsgerät, das sich auf dem Gelände befand, je nach Erforderniss der Werftmitarbeiter um. Rückbau von Kriegsschiffen zu Handelsschiffen war die Haupttätigkeit.

1948

Ein erster Fischkutter-Neubau konnte abgeliefert werden, dem eine große Anzahl an Kümos folgten.

1955

übernahm Claus Lühring (*1930) die Leitung der Werft. Er setzte auf größere Schiffe, verfügte er doch über einen Helgen, der Schiffe bis 7.000 ts erlaubte.
Dennoch wurden auch viele Kümos in großem Umfang für Kapitänsreeder gebaut, bis in die 80er Jahre waren es jedes Jahr 2 bis 3 Kümos, neben den vielen anderen größeren Schiffen Fracht- und Tankschiffen. Aber auch mit dem Bau von Spezialschiffen machte sich die Werft einen Namen.

1977

wurde beispielsweise der Schwergutfrachter GLORIA VIRENTIUM für Rechnung der Rotterdamer HOLSCHER SHIPPING B.V. gebaut.

1984

1984

wurde zusammen mit dem Konstruktionsbüro SCHIFFKO ein Oelauffangschiff entwickelt von dem mehrere gebaut wurden. So z. B. In diesem Jahr die BOTTSAND die dem Marineamt unterstellt wurde.

1988

Es folgte die etwas größere EVERSAND die ebenfalls für das Marineamt in Fahrt kam. Das war dann auch der letzte Neubau, den die C. Lühring-Werft gebaut hat.

6. August 1988

Am 6. August musste die Werft Konkurs anmelden. Politische wie gesetzliche Unausgewogenheiten haben wesentlich zum Untergang des Betriebes beigetragen, der von Claus Lühring mit Innovationsfreude und Kreativität ausgebaut und geführt wurde. Im Alter von 66 Jahren, wenn der Arbeitnehmer in den „wohlverdienten“ Ruhestand geht, stand Claus Lühring vor dem Nichts.

Con-Mar Ingenieurtechnik, Brake

Das Gelände wurde 1989 von Dieter Petram übernommen und als PETRAM Stahlwasserbau Werft
KG weiter geführt…..bis der Betrieb 2005 (?) während des Baues des ersten „Futura Carriers“ in den Konkurs ging.

Der erste „Futura“ war ein Binnen-Containerschiff für die RMS-Gruppe und der zweite ein Futura-Tanker für Martin Deymann in Haren bestimmt. Nach der Insolvenz der Petram-Werft wurden diese bei Kötter in Haren zu Ende gebaut.

Der Mittelständler Petram ist an allen möglichen Unternehmen beteiligt wie etwas MWB, BREDO, POHL & JOZWIAK, SSW – auch hatte er bei der Lloyd-Werft und in Roßlau/Boizenburg die Finger im Spiel- hat aber keine auf den Namen Petram-(Werft oder Stahlbau) lautende Tischflagge.

Anschließend übernahm, die Rönner-Gruppe das Gelände und führte es als Con-Mar Ingenieurtechnik GmbH fort. Man liefert Komponenten für alle namhaften Werften und „Anderes an Andere“…….(Rönner und Petram sind enge Geschäftspartner und investieren vielfach gemeinsam in marode Projekte)


Quellen

weitere Quellen / Literatur


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Zusammenhang


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