Kötter Werft, Haren
Kötter Werft, Haren
GründungslandDeutschland
StammsitzHaren/Ems
HauptgeschäftSchiffbau – See
Schiffbau – binnen
Gründungsjahr1907
aktueller Statusaktiv
letzte Aktualisierung 2008

Weitere Flaggen aus der Firmengeschichte – nur weil hier keine Abbildungen sind, heißt das nicht, das es keine anderen Flaggen gab – sie fehlen dann aber in der Sammlung

Kötter Werft, Haren

jüngeres Motiv

Kötter Werft, Haren

altes Motiv


Kötter Werft GmbH

1907

Der Schiffszimmermann Rudolf Kötter (*1851) und der Schiffbauer Wilhelm Sibum errichteten am alten Harener Hafen eine kleine Püntenwerft

1919

Nach dem Tod von Wilhelm Sibum führte Rudolf Kötter den Betrieb allein weiter.

1922

Die Söhne Hermann (*1885) und Bernhard (*1887) übernahmen die Werft und führten sie als oHG Gebr. Kötter fort. Sie beschäftigten um die zehn Schiffbau-Zimmerleuten

1924

wurde der Werft ein eigenes Sägewerk angegliedert in dem bis zu fünf Mitarbeiter tätig waren.

1939

Bis zu diesem Zeitpunkt wurden vorwiegend hölzerne Schiffe und Pünten gebaut und repariert und die letzte Harener Spitzpünte, die „ELISABETH“ im Auftrag der Firma Boll aus Meppen lief in diesem Jahr vom Stapel

1945

Die Werft war weitgehend heile durch die Kriegsjahre gekommen, so dass der Betrieb schnell wieder aufgenommen werden konnte. Bereits kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges traten der Kaufmann Adolf Kötter (*1924) und der Schiffbaumeister Bernhard Kötter (*1928) in das Unternehmen ein.

Nach der Umrüstung der Werft und der Errichtung einer Schmiede wurden vornehmlich Umbauten und Reparaturen sowie Motorisierungen von Binnenschiffen in Auftrag genommen

1959

wurde der neue Harener Hafen in Betrieb genommen.
Die „Kötter-Werft“ verlegte nach Errichtung großzügiger Schiffbauhallen und Slipanlagen ihren Sitz aus dem alten Hafen dort hin.

1960

lief der erste eiserne Neubau, die ESSO HAREN bei Kötter vom Stapel.

1966

leitete der erste Seeschiff-Neubau der Werft, das 860-tdw-Kümo „STEPHAN“ eine neue Ära ein. Es folgten fast jährliche weitere Neubauten

1974

Ab diesem Jahre lieferte die Kötter-Werft zahlreiche Rhein-See-Schiffe der Größenklassen 299/499 und 999 BRT ab, wie z. B. EMS-LINER und EMS-TAL.
Die bestellenden Reeder hatten überwiegend ihren Sitz in Haren und Wischhafen.

1997

Bis zu diesem Zeitpunkt wurden 20 Seeschiffe (Kümos) mit zusammen 17.963 BRT/BRZ fertiggestellt.

2007

wurde auf der Kötter-Werft das „modernste Binnenschiff Europas“ für die Harener Reedereigruppe Deymann fertiggestellt, nach dem die Con-Mar-Werft in Brake, die den Bau begonnen hatte,
Insolvenz anmelden musste. Kötter bediente sich dazu auch der längeren Helling der ehemaligen Werft von Schulte & Müller, die vor einiger Zeit von Kötter gepachtet wurde.

 


 

Schulte und Müller, Haren/Ems
Schulte und Müller, Haren/Ems

Con-Mar Ingenieurtechnik, Brake
Con-Mar Ingenieurtechnik, Brake

Reederei Deymann Management GmbH und Co. KG, Haren
Reederei Deymann Management GmbH und Co. KG, Haren

2008

Heute stellt sich die Kötter-Werft als ein flexibler Dienstleistungsbetrieb dar, der sich auf Reparaturen, Aus- und Umbauten sowie Modernisierungen und
Erweiterungen spezialisiert hat.
Dazu kommt die Konstruktion von Kaskos oder Schiffssektionen moderner Tankschiffe, die mit den neuesten technischen Ladungssystemen ausgestattet sind.
Jährlich suchen nebenher über 100 Wasserfahrzeuge aller Art die Werft auf um die unterschiedlichsten Arbeiten ausführen zu lassen.
Die Werft in der vierten Generation von den beiden Geschäftsführern Hermann (*1957) und Bernhard (*1958) Kötter geführt.

2009

2009

GMS RUDOLF-THEA am 22.04.11 bei Duisburg zu Berg

Foto: Arnold Pohen im Binnenschifferforum

 


Meppener Tagespost vom 15.06.2009

Mit Gottes Segen auf Europas Wasserstraßen

Binnenschiff „Rudolf-Thea“ auf der Kötter-Werft getauft

Auf der Harener Kötter-Werft ist am vergangenen Wochenende bei strahlendem Sonnenschein mit der „Rudolf-Thea“ das jüngste Binnenschiff der Emsstadt getauft worden.
Gleich zu Beginn bat der Eigner des Täuflings, Rolf Kiepe, die zahlreichen Ehrengäste und Schaulustigen, seines vor wenigen Tagen plötzlich verstorbenen Vaters zu gedenken. „Wer meinen Vater gekannt hat, weiß, dass wir hier heute ganz in seinem Sinne handeln. Er hätte mit Sicherheit nicht gewollt, dass diese Tauffeier verschoben wird oder gar ausfällt“, sagte Rolf Kiepe.
Mit großem Interesse habe sein Vater den Bau verfolgt und sich bis zuletzt regelmäßig auf der Werft sehen lassen. Seine Unterstützung sei der jungen Eigner-Familie aber nicht erst seit der Planung des Neubaues zuteil geworden. „Als langjähriger Binnenschiffer hat er nicht nur mein Leben, sondern vor allem auch meine berufliche Laufbahn geprägt. Von ihm habe ich gelernt, dass man seine als richtig erkannten Vorhaben mit aller Konsequenz durchführen muss“, erklärte Rolf Kiepe.
Der Blick auf den Schiffsnamen Rudolf-Thea mache ihn immer wieder in der Erinnerung gegenwärtig. Die kleine Tochter von Rolf und Monika Kiepe, Lena, taufte das 105 Meter lange und 11,45 Meter breite Binnenschiff, das demnächst mit Gottes Segen auf Europas Wasserstraßen fahren wird. Diesen Segen erbat Pfarrer Günter Bültel, Seelsorger der Harener St.-Martinus-Gemeinde, für die Besatzung und alle, die auf dem Schiff arbeiten.
Die ersten Gedanken, ein neues Binnenschiff bauen zu lassen, seien vor etwa zwei Jahren entstanden, erklärte Rolf Kiepe. Im vergangenen Jahr sei der Rumpf in Jiangsen in China gefertigt und nach Rotterdam überführt worden. Anfang 2009 habe man es mit zwei Schleppern nach Haren zur ehemaligen Schulte-Müller-Werft gebracht, um dort unter Mitwirkung mehrerer Firmen – unter anderem die Kötter-Werft, Elektro Jansen, Tischlerei Wessels und die Haake GmbH – den Ausbau zu realisieren. Besonderen Dank zollte Rolf Kiepe der Besatzung, „ohne deren Einsatz es kein so schönes Schiff geworden wäre“.

 

 


 

Kötter Werft, Haren
Kötter Werft, Haren

Schulte und Müller, Haren/Ems
Schulte und Müller, Haren/Ems

Heinz und Ralf Kiepe Schifffahrts OHG, Haren/Ems
Heinz und Ralf Kiepe
Schifffahrts OHG, Haren/Ems


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