Jöhnk Werft GmbH
Jöhnk Werft GmbH
GründungslandDeutschland
StammsitzHamburg
HauptgeschäftSchiffbau
Gründungsjahr1933
aktueller Statusaktiv
letzte Aktualisierung 2016

Weitere Flaggen aus der Firmengeschichte – nur weil hier keine Abbildungen sind, heißt das nicht, das es keine anderen Flaggen gab – sie fehlen dann aber in der Sammlung


Jöhnk Werft GmbH

29. März 1933

Gründung der Werft Scheel & Jöhnk am 29. März.
Vorgeschichte :
Die Schloßwerft R. Holtz in Harburg schloss wegen schlechter Auftragslage die Pforten und die beiden Schiffbauer Scheel und Jöhnk wurden – neben anderen Kollegen – arbeitslos. Da die Aussichten auf einen neuen Job recht aussichtslos waren, beschlossen die beiden sich selbständig zu machen. Die beiden Söhne Jöhnks – Georg und Walter – beteiligten sich daran. Man errichtete auf einem Teil des Geländes am Lotsestieg eine Holzhalle als ersten Kern des Betriebes. Erster Neubau war ein Motor- Rettungsboot.

Nach Errichtung von zwei Slip-Anlagen und Hereinnahme von Umbau-Aufträgen konnte die Belegschaft auf 25 Mitarbeiter ausgebaut werden.
Scheel & Jöhnk arbeiteten auch für den Export und lieferten zerlegte Fahrgastschiffe zu deutsche Binnenseen, wo sie vor Ort zusammengesetzt wurden.

1938

Im 2. Weltkrieg musste die Werft auch für die Marine arbeiten – Reparturen/Umbau.

1945

Direkt nach Kriegsende wurden die Ärmel hoch gekrempelt und bereits

1955

konnte der erste Neubau, das Tankschiff SHELL 85 abgeliefert werden.
Das Schiff wurde umgebaut und fuhr bis 1991 als Feuerlöschboot um dann zum Fahrgastschiff umgebaut zu werden, als das es noch heute als PAULE im Einsatz ist.
Das Neubaugeschäft nahm einen großen Stellenwert ein. Hafenfähren (HADAG), Barkassen, Schlepper, Bunkerboote, Behördenfahrzeuge und Schuten entstanden und es wurden sogar Kümos gebaut, wovon die beiden ersten in einer eigenen Reederei für W. Jöhnk fuhren – MS HARBURG und MS ARA mit jeweils 499 BRT.
Im Reparatur- und Umbaugeschäft hatte die Werft einen guten handwerklichen Ruf. So kam u. a. in den späten 70er Jahren der Torso der späteren SEA CLOUD um dort instandgesetzt und umgebaut zu werden.

1984

Großherzogin Elisabeth im Hafen von Helgoland

drohte der Werft die Insolvenz. Der langjährige Mitarbeiter und Schiffbauer Günter Gröning – er hatte als Lehrling in der Werft begonnen – wagte den Neuanfang unter dem Namen Schiffswerft Jöhnk GmbH.
Auch bei der neuen Firma gaben sich Schiffe wie RAINBOW WARRIOR und die GROßHERZOGIN ELISABETH die Ehre.

2004

gab Gröning (65) den Betrieb weiter an seinen langjährigen Mitarbeiter Gerd-Rüdiger Löper. Die Werft beschäftigte 17 gewerbliche und 3 kaufmännische Mitarbeiter.
Allerdings war die Technik in desolatem Zustand und musste zum Großteil ersetzt werden, u. a. die Kräne und die Pumpen an den Docks.
Einerseits waren es die hohen Aufwendungen für die Instandsetzung der geschätzten und stark frequentierten Werft, die Probleme machten, aber auch die schlechte Zahlungsmoral einiger langjähriger Kunden.

2006

im Januar musste wegen Zahlungsschwierigkeiten Insolvenz angemeldet werden.
Die Werft, die über ein Trockendock und über ein Schwimmdock verfügt und gute und bekannte Kunden im Stamm hat, steht mit vollen Auftragsbüchern dar.
Im Juni ermittelte zudem die Staatsanwaltschaft gegen ehemalige Gesellschafter, Geschäftsführer und Mitarbeiter wegen illegaler Entsorgung von Kupferabfällen im Harburger Binnenhafen. Für eine britische Firma, die nicht mehr existiert, hatte Jöhnk ein Schiff instandgesetzt, bei dem rund 120 Tonnen kupferverseuchter Strahlabfälle anfielen. Da die Briten nicht mehr existierten, hatte die Werft die Abfälle am Hals. Man wirft nun vor, dass die Werft, in großen finanziellen Nöten nach und nach die Abfälle im Hafen versenkt hat um die Entsorgungskosten zu sparen. Lediglich ein Rest von 40 Tonnen war an Land zu finden. Große Mengen orteten Taucher auf dem Hafengrund.

2007

BKS Binnenschifffahrtskontor Sommerfeld GmbH

Rudolf Sommerfeld, Inhaber der BKS-Binnenschifffahrtskontor Sommerfeld in Buxtehude und selbst Herr über 20 Binnenschiffe übernimmt die insolvente Jöhnk-Werft. Nach einer Grundinstandsetzung der Werft durch den Eigentümer Walter Jöhnk, (mehr als 200.000 Euro wurden investiert) sieht Sommerfeld für seine Werft eine aussichtsreiche Zukunft. Zwölf Mitarbeiter und Leitung des neuen Betriebsleiters Schiffbau-Dipl.-Ing. Hans-Georg Konski (60) hämmern und schweissen in eine aussichtsreiche Zukunft. Da Konski auch von der SUK für technische Prüfungen von Binnenschiffen zugelassen ist, sparen die Kunden Zeit und Geld.

2008

Der Pachtvertrag für das städtische Hafengrundstück ist der Pächterin, der Walter Jöhnk KG bis zum Jahre 2021 verlängert worden.
Schiffe bis 86 Meter Länge und 19 Meter Breite können bedient werden – das ist im Großraum Hamburg einzigartig.

2014

Die Familie Sommerfeld konnte die auf dem Pachtgelände stehenden Gebäude der Jöhnk-Werft erwerben. Das gibt Planungssicherheit für weitere Investitionen. Neben einemlangfristig vercharterten Schwimmdock, kann die Werft auf ein weiteres eigenes Schwimmdock und auf ein eigenes Trockendock zurückgreifen. Größere Neubauten sind in Deutschland nicht zu realisieren, aber der Auftragsbestand an Reparaturen, Wartung, Klasse, usw. sorgen für eine gute Auslastung der Werft.

2015

2015

Paul Stoica, ein erfahrener Schiffbau-Ing. konnte für die Werft gesichert werden. Stoica war zuvor bei der Neue Triton-Werft in Duisburg tätig. Diese war durch undurchsichtiges Geschäftsgebaren in Schwierigkeiten und in die Insolvenz gerutscht.



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