REEDEREI JAEGERS GmbH, Duisburg
REEDEREI JAEGERS GmbH, Duisburg
GründungslandDeutschland
StammsitzDuisburg
HauptgeschäftBinnenschifffahrt
Gründungsjahr1919
aktueller Statusaktiv
letzte Aktualisierung 2019

Weitere Flaggen aus der Firmengeschichte – nur weil hier keine Abbildungen sind, heißt das nicht, das es keine anderen Flaggen gab – sie fehlen dann aber in der Sammlung


Reederei Jaegers GmbH

19. Februar 1919

Josef Jaegers (*15.6.1897 – † 1972) macht sich mit 21 Jahren am 19. Februar mit einem Befrachtungsunternehmen in Frankfurt selbständig. Zeitweise war sein Bruder Teilhabe, aber Josef Jaegers übernahm alle Anteile.

1920

Jaegers Ehefrau Elisabeth (geb. Klöckner *3.3.1900 – †14.8.1993) die er in Frankfurt kennen lernte, trat in die Firma ein. Sie war die Tochter einer Schifferfamilie aus Urmitz nahe Koblenz und hatte eine intensive Ausbildung bei der Donau-Main-Rhein Schiffahrts AG in Aschaffenburg genossen; brachte also das nötige „Zeug“ mit, die Firma zu führen.


Sohn Edgar wird geboren. Er stirbt bereits im Jahre 1965.


Josef Jaegers kauft sein erstes Schiff, einen Motorschlepper, den er nach seinem Vater PETER
tauft. Zu Beginn waren Bergungsarbeiten und Kieswerke die Schwerpunkte.

1921

Aufgrund des Versailler Vertrages vom 1.2.1921 muss Jaegers seine schwimmenden Einheiten an andere Länder abgeben. Den Schlepper PETER konnte er behalten.

1923

Josef Jaegers erwirbt erneut einige Schleppkähne. Hieraus entwickelt sich zunächst einen reine Main-Reederei.

1930

Anfang der dreißiger Jahre Umzug nach Aschaffenburg im Zuge der Expansion des Unternehmens.

1932

Die Reederei Josef Jaegers ist die erste, die konsequent von Schleppschiffahrt auf Motergüterschiffe umstellt.

1949

Edgar Jaegers der in Stalingrad in Gefangenschaft geriet kam frei und nach Hause. Er machte eine Ausbildung und arbeitete in der elterlichen Reederei mit.


Die Reederei betrieb zu der Zeit 4 Schlepper und neun Schleppkähne. Im Krieg waren Schlepper PETER und der Kahn EINIGKEIT verlorengegangen, der Rest wurde mehr oder weniger beschädigt

1950

Das Unternehmen inserierte zu der Zeit auf: Schiffahrt – Spedition – Lagerung – Massengut – Schwimmkran-Umschlag – Kies und Sand – Raupenbagger – Tauch- und Bergungsbetrieb.

1954

Josef Jaegers wird für seine Hilfsbereitschaft und für sein soziales Verständnis mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.


Josef Jaegers bestellt bei der Rheinwerft in Mainz-Mombach sein erstes Motorgüterschiff, 600 t Ladefähigkeit, 57 x 7,50 m und getauft auf den Namen seines Vaters, PETER  JAEGERS. In den Folgejahren werden Zug um Zug bei verschiedenen Werften Trockenfrachter.

1957

Josef Jaegers wird Honorarkonsul von Südafrika.

1958

Die Reederei stellt bis 1963 ihre Flotte auf Tankschifffahrt um und macht sich in den sechziger Jahren einen Namen als Chemiespezialist.

1960

Die Reederei Jose Jaegers verfügt über acht Motorgüterschiffe und drei Tankschiffe.

1962

Die Tankerflotte ist mittlerweile auf acht Schiffe angewachsen, die nun auch unter dem Namenszusatz EILTANK (Nr.) fahren.

1963

Auch die unter Familiennamen fahrenden Schiffe bekommen nun den Zusatz EILTANK.

1965

Sohn Edgar Jaegers verstirbt gerade einmal 45jährig nach schwerer Krankheit.

Sein Sohn und heutiger GF Gunther Jaegers ist gerade einmal acht Jahre alt.

1968

Nun hat man die Trockenfrachter ausgemustert und konzentriert sich ganz auf die Tankschiffahrt.
Die eigene Tankerflotte ist auf 18 Einheiten gewachsen. Erste Partikulierschiffe werden in Charter genommen.

1969

REEDEREI JAEGERS GmbH, Flagge bis 1969

Feier zum 50jährigen Bestehen der Reederei Josef Jaegers im Februar d. J. Der Reeder ist zu diesem Zeitpunkt bereits 71 Jahre alt.


Logo-Änderung von JJ zu J

Die JJ-Flagge ist leider nicht Bestandteil der Sammlung von Marcollect.de

1970

Fendel Schiffahrts Aktiengesellschaft

Josef Jaegers ist schwer krank, seine Frau Elisabeth 70 Jahre alt, entsprechend schwer fällt ihr die Leitung der Reederei. Der Enkel (Gunther) noch zu jung, um ihr beizustehen.


Die Fendel-Schiffahrt erwarb die Mehrheit von 55 % an der Reederei, 45 % behielt Elisabeth Jaegers. So wurde aus der Mainreederei mit Sitz in Aschaffenburg eine Rheinreederei, der Name inn Reederei Jaegers geändert und der Sitz nach Mannheim (in das Fendel-Domizil) verlegt. Als Stinnes-Beteiligungsgesellschaft expandiert Jaegers stark.

1972

Josef Jaegers verstirbt in diesem Jahr

Stinnes Reederei, Duisburg

Klaus Valentin tritt am 1. Juli als Prokurist und Assistent der Geschäftsleitung in das Unternehmen ein.


Konzentration der Stinnes-Tankaktivitäten aus den Beteiligungen Jägers, Raab-Karcher, Bayerischer Lloyd, DDSG und Stinnes-Reederei in Duisburg und
Mannheim.

1. Januar 1973

Zum 1. Januar wir der Sitz der Reederei von Mannheim (Fendel-Domizil) nach Duisburg-Ruhrort (Stinnes-Domizil) verlegt.

1976

Westfälische Transport AG (WTAG)

Im Hause Fendel/Stinnes kommt es zu einer weiteren Fusion – Stinnes –Reederei – WTAG – Bremen-Mindener – und Klöckner-Reederei fusionieren zur Stinnes-Reederei AG & Co. Die Beteiligungsgesellschaft Reederei Jaegers ist nur noch ein kleiner Teil dieses Konglomerat. Die „RHEINTANK-“Schiffe (Stinnes), die „EILTANK-„Schiffe (Jaegers) und die „RHURTANK- „Schiffe (WTAG) fahren nun in einem Verbund.

1978

Die Stinnes-Reederei beginnt eine über Jahre laufende Umbauaktion bei der die umgebauten Teile auch innerhalb der Flotte verwendet und getauscht wurden.

1980

Die Reederei Jaegers ist immer noch integraler Teil der Stinnes-Reederei AG. Allerdings wird sie aufgrund der von Elisabeth Jaegers gehaltenen 45 %igen Beteiligung, als eigenständiges Unternehmen geführt.

1991

Die Reederei-Jaegers verfügt nun bereits über 33.000 Tonnen Transportkapazität.


Elisabeth Jaegers teilt ihren 45 %igen Beteiligungsanteil auf. 22,5 % verkauft sie den Prokuristen Klaus Valentin, um diesen langfristig an das Unternehmen zu binden. Die verbleibenden 22,5 % gehen an ihre Enkel Dr. Gunther, Jörg und Markus Jaegers.


Unter der Führung von Dr. Gunther Jaegers wird in Aschaffenburg die „Jaegers GmbH & Co. Vercharterungs KG gegründet.


Dr. Jaegers vereinbart mit der Stinnes-Reederei-Führung eine Klausel, wonach bei der Reederei- Gruppe sich die Eigentumsverhältnisse verändern, die Familie Jaegers ein  Vorkaufsrecht auf alle der Reederei Jaegers zugeordneten Schiffe erhält.

1992

Die nächste Rezession tritt ein. Sie wird abgefedert durch den FTB – Frachten- und Tarifanzeiger der Binnenschiffahrt.

1994

Die innerdeutschen Frachtraten fallen auf das Niveau der internationalen Frachtraten. Manche Reederei wollen daraufhin oder müssen sogar ihre Schiffe verkaufen.

1995

Stinnes will sich wirklich aus der Binnenschiffahrt zurückziehen und die Reederei incl. ihrer Tochterunternehmen verkaufen. Es wird für die Brüder Jaegers und Klaus Valentin schwierig, das notwendige Kapital aufzutreiben. Doch es gelingt und die Reederei kehrt zurück in Familienbesitz.

Am 8. November werden Verträge unterzeichnet und die Familienstämme übernehmen die gesamte Stinnes-Tankflotte. Heute gehört die Reederei den Familien Jaegers und Valentin.

1996

DTSG Donau Tankschiffahrt Gesellschaft,Wien/A

Am 1.7. geht die DTSG – Donau-Tankschiffahrtsgesellschaft mbH mit Sitz in Wien an den Markt. Die ist die Nachfolgerin der aufgelösten DDSG.

Diese Gesellschaft übernimmt, wie die von Jägers neu gegründete EURO-TANKHAJO BT in Budapest, die Tankschiffaktivitäten des Bayrischen Lloyd auf der Donau.


Stinnes-Reederei AG&Co. firmiert um in RS-Partnership (für Rhenus-Stinnes) und wird zur größten Europäischen Reederei für Trockenfracht.


3) Umbau von Eiltank 16 und Eiltank 18 zu Doppelhüllenschiffen, dabei Eiltank 18 als Typ-C-Schiff.


4) Reederei Jaegers übernimmt das Gebäude der Raab-Karcher-Zentrale in Duisburg Homberg, das von Stinnes nicht mehr benötigt wird.

1998

JAEGERS COMBITANK B.V., Rotterdam/NL

Übernahme von 70 % an der niederländischen Tankreederei COMBITANK, Dordrecht und Umfirmierung in Jägers-Combitank B.V.

1999

Spezialschiff „Ursula Valentin“ eröffnet ein neues Kapitel innovativer Binnentankschifffahrt: 220° C Transporttemperatur vom Laden bis zum Löschen.

2000

Hansatank Luxemburg S.A.R.L., Jaegers

Mit der Übernahme der Tankschifffahrtsaktivitäten der SRN-Alpina und der Beckmann-Schiffe (ARO – HTO + HTL Hansatank Luxemburg S.a.r.l.) verfügt die Reederei Jaegers am
Jahresende über eine Flotte von mehr als 130 Schiffen.
2) Jaegers hält nun 75 % an Combitank B.V. Die Firma firmiert nun unter Jaegers Hansatank Luxemburg

2001

MTS „Josef Jaegers“ wird zum ersten Mega-Tanker unter deutscher Flagge mit einer Gesamtlänge von 135 m umgebaut.
Damit stehen 16 Doppelhüllenschiffe und 6 Spezialschiffe für unsere Kunden bereit. Im Laufe des Jahres werden noch zwei 110m-Doppelhüllenschiffe dazukommen, weitere sind in Planung.

2003

2003

Im Dezember übernimmt die Jaegers-Gruppe die Anteile der Chemgas in Rotterdam, die bisher von der Royal Vopak, ebenfalls Rotterdam, gehalten wurden. Auch die Chemgas-Tochter DERCA ist mit im Paket. Zusammen mit den Gastankern der CFT-Gaz, einem Joint Venture der französischen CFT und Chemgas, wächst die Flotte der Jaegers-Gruppe auf ca. 170 Schiffe an. Sie ist damit Marktführer für Binnentankschiffstransporte in Europa. Mit der Übernahme von Chemgas erfolgt ebenfalls der Einstieg in die Küsten-Tankschifffahrt, die in den Folgejahren konsequent ausgebaut wird.

2009

Jaegers Shipping B.V., Rotterdam

Die Reederei-Jaegers besteht seit 90 Jahren. Die Jägers Gruppe verfügt im 90. Geschäftsjahr über 196 Schiffe. Davon sind 80 Doppelhülle, 40 Gastanker sowie 15 Schub- und Bunkerboote. Geschäftsführer sind Dr. Gunther Jägers und Klaus Valentin als Sprecher der GL. Die neue RHÖN III des Partikuliers Roth GbR wird in Charter genommen, nachdem die RHÖN II (Einhüllen-Tanker) ausgemustert und verkauft wurde.


In Dordrecht wird zum 1. Juli aus der Reederij Jaegers B.V. und der Jaegers-Combitank B.V. die JÄGERS-Shipping B.V. gegründet.

2014

Die Koppelverbände werden aus dem Verkehr genommen. Auch die Einhüllen-Schiffe finden ihr Ende, werden umgebaut oder durch 2-Hüllen-Neubauten ersetzt.

2017

Eine lebhafte Neubau-Tätigkeit setzt ein. Ende des Jahres betreibt der Marktführer Jaegers 180 Tankschiffe aller Art mit ca. 400.000 t Ladefähigkeit.

2019

Reederei Jägers besteht seit 100 Jahren und betreibt nun ausschließlich Doppelhüllen-Tanker.





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