Hans Bungert, Partikulier
GründungslandDeutschland
StammsitzKiel, Hamburg
HauptgeschäftSeeschifffahrt – deutsch
Gründungsjahr1914
aktueller Statuserloschen
letzte Aktualisierung 2016

Weitere Flaggen aus der Firmengeschichte – nur weil hier keine Abbildungen sind, heißt das nicht, das es keine anderen Flaggen gab – sie fehlen dann aber in der Sammlung

26,5×18,5 cm „eckige“ Buchstaben

25x15cm
„gerundete“ Buchstaben


Karl Grammerstorf Schiffahrts GmbH

Karl Grammerstorf, Speditionskaufmann, Sohn kinderreicher Eltern, kam 1908 von Lübeck nach (Kiel-) Holtenau, arbeitete zunächst als Clerk, war aber bereits nach wenigen Jahren Geschäftsführer eines  neuen Bunkerkohle-Betriebes, der Kieler Kohlen-Großhandel GmbH.

 

Das Klarieren der hier bunkernden Dampfer hatte er im Einvernehmen mit seinen Arbeitgebern, die sich auf den Kohlenverkauf beschränken wollten, in Eigenregie übernommen. Diese anfängliche  Nebentätigkeit nahm immer größere Ausmaße an, die KG veranlassten sich von der KKG zu trennen.

1. April 1914

Am 1. April gründete Karl Grammerstorf unter seinem Namen ein eigenes Schiffsmakler-Geschäft zu gründen, dessen alleiniger Inhaber er war und blieb.
Der 1. Weltkrieg traf das Unternehmen noch nicht sehr stark. Das junge Geschäft kam allerdings zunächst zum Erliegen, da der Kanal für ausländische Schiffe gesperrt war.

1916

Nach vorübergehendem Militärdienst aus dem Karl Grammerstorf nun krankheitshalber entlassen wurde, erhält die Firma neuen Auftrieb. Die verstärkten Verschiffungen schwedischen Erzes zur Weser und zur Ems beleben das Maklergeschäft. Im weiteren Verlauf eröffnete KG eine Zweigniederlassung und betätigte sich mit Schuten und Leichtern im Lager- und Transportgeschäft.

1917

Ab diesem Jahre wurde eine ganze Anzahl solcher Einheiten angemietet und im Kanal, im Kieler Hafen, in Eckernförde und auf der Elbe eingesetzt.

1919

Bereits jetzt errichtete KG auf dem Schleusengelände ein eigenes Bürogebäude.
Als sich in diesem Jahr der Welthandel normalisierte – der Markt hatte Kopenhagen an Stelle von Hamburg zum Mittelpunkt genommen – verstopfen sich dort die Lagerhäuser. Man suchte schwimmenden Lagerraum um die Situation abzumildern. Hier sah KG eine Chance und mietete beschäftigungslose Leichter der Marine und ließ diese nach Kopenhagen verschleppen. Als sich dort die Situation normalisierte, begann KG die Leichter im See-Schleppverkehr einzusetzen. Er hatte großen Erfolg mit Getreide und Futtermitteltransporten von Hamburg nach Skandinavischen Ländern und deutschen Ostseehäfen. Zeitweilig waren 30 Leichter mit bis zu 1.000 ts Nutzlast eingesetzt.

1920

wurde in Hamburg eine Niederlassung eröffnet.
Da am Markt nicht genügend Schlepper zu beschaffen waren, kaufte KG von der Neuen Dampfer-Compagnie Kiel drei Passagierdampfer und ließ diese zu Schleppern umbauen.
Schleppzüge bis zu 9.100 ts konnten zusammengestellt werden. Dennoch blieb die Reederei stets ein Nebengeschäft der Maklerei.

1926

Als sich nun eine günstige Gelegenheit bot, wurde der Betrieb auch auf eigene Frachtdampfer ausgedehnt. Es kamen im Laufe der Zeit eine ganze Anzahl Dampfer und später auch Motorschiffe in Fahrt. Es gab Havarien und es gab glückliche Momente.

1939

Im April wurde das 25jährige gefeiert, am 1. Sept. brach der Zweite Weltkrieg aus.

1945

Als der Krieg vorüber war, lag das Kontorhaus in Trümmern, die Schiffe verloren, den deutschen Maklern war jegliche Tätigkeit untersagt. Den kleinsten Dampfer BRUNO GRAMMERSTORF fand
man später versteckt in der Stör und konnte ihn mit Wimpel C der Alliierten wieder einsetzen.

1949

Am 1. April schließlich bekam KG wieder die volle Zulassung zum Schiffsmakler- und Agent, zum Reeder und zum Spediteur.

1964

1964

Am 1. April wurde die Einzelfirma geteilt. Es entstand die Karl Grammerstorf-Schiffahrts GmbH für die Reederei und die Karl Grammerstorf Kiel-Kanal GmbH für das Klarierungsgeschäft.
Karl Grammerstorf schied als Inhaber aus und die Firma L. Possehl & Co., Lübeck trat als Gesellschafter in beide Firmen ein. Die Unternehmen arbeiteten im Verbund mit der Possehl-Gruppe zusammen mit der Lübeck-Linie. Die Schiffe wurden schnell verkauft – übrig blieb das Agenturgeschäft, das jetzt 50 Jahre bestand.

Die Verbindung Possehl/Grammerstorf kann nicht von ungefähr. Beide Familien waren lange Nachbarn gewesen und Karl Grammerstorf hatte zum Emil Possehl “Onkel“ gesagt.

1989

wurde das 75jährige Jubiläum

1992

1992

Possehl, als Grammerstorf-Eigner übertrug die Firma auf die von ihr kontrollierte Schiffsmaklerei Karl Steder in Lübeck. Einen Minderheitsanteil gab man an Folke Grammerstorf, Sohn von Theodor Grammerstorf. Theodor wiederum war ein Sohn von Heinrich Grammerstorf, einem Neffen Karls.

2015

20.02.2015 / Löschung – HRB 107 KI: Karl Grammerstorf Kiel – Kanal Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Kiel, Maklerstraße 6, 24159 Kiel.
Rechtsverhaeltnis: Die vermögenslose Gesellschaft ist auf Grund des § 394 FamFG von Amts wegen gelöscht.



Zusammenhang


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