DEUTSCHE FANTO Mineralölindustrie GmbH, Hamburg
DEUTSCHE FANTO Mineralölindustrie GmbH, Hamburg
GründungslandDeutschland
StammsitzHamburg
HauptgeschäftBinnenschifffahrt
Gründungsjahr1918
aktueller Statuserloschen 1964
letzte Aktualisierung 2013

Weitere Flaggen aus der Firmengeschichte – nur weil hier keine Abbildungen sind, heißt das nicht, das es keine anderen Flaggen gab – sie fehlen dann aber in der Sammlung


Deutsche Fanto GmbH

Die Deutsche Fanto hat ihre Wurzeln in Österreich. David Fanto *4.6.1852 in Holitsch/Slowakei war jüdischen Glaubens. Er begann seine Karriere als Lehrling bei einem Petroleumhändler in Wien. Er gründete :

1902 – 1909 David  Fanto & Co, Wien

ab 1909 – 1918 Akt. Ges. für Mineralölindustrie, vorm. D. Fanto & Co, Wien.

Als erfolgreicher Geschäftsmann kaufte er später Ölfelder in Galizien, Rumänien und Polen. So die Raffinerie Vösendorf (Galizien) mit einer Jahreskapazität von 40.000 Tonnen – Betreiber: Österreichische Fanto A.G. Wien Anlage: Die Raffinerie bestand noch aus einer Brünn Köngisfelder Destillationskolonne aus dem Jahr 1910, welche abwechselnd mit Rohöl und Rückständen gefahren wurde. Später wurde eine britische Foster-Wheeler Vacuum-Anlage angebaut um den abwechselnden Betrieb zu vermeiden. Es existierten auch eine Wachs- und eine Asphalt-Anlage. (Die Raffinerie in Vösendorf wechselte 1938 zum „Benzolverband Bochum“)

 

Mit französischer Beteiligung gründete er in Padubitz die erste Österreichische Raffinierie und beteiligte sich an Ölbohrungen im Nahen Osten. In den Kriegsjahren gelang es ihm, großes Vermögen anzusammeln und er erwarb im Jahre 1916 das Schloss Pottenbrunn bei St. Pölten. 1917 errichtete David Fanto am Schwarzenbergplatz 6 das nach ihm benannte Stadtpalais.

 

Mit Ende des 1. Weltkrieges und der Auflösung Österreich-Ungarns, wurde Galizien größtenteils Staatsgebet Polens.
Fanto verlegte seine Unternehmen zu diesem Zeitpunkt größtenteils nach Deutschland und gründete :
1918 – 1945 Deutsche Fanto, Mineralölind. GmbH, Hamburg Fischertwiete 2 – Chilehaus
1945 – 1964 Deutsche Fanto GmbH, Hamburg Mönckebergstr. 11

 

Nach Kriegsende des 1. Weltkrieg engagierte er sich in Tschechien für die Wiederherstellung der Monarchie und ging ca. 1920 gekränkt nach Amerika, wo er 1922 verstarb. Andere Quellen, so die Todesanzeige der Famile sagen, daß David Fanto am 27.5.1920 in Wien verstorben und beigesetzt ist.
Er hinterließ zwei Töchter Dr. Martha Schwarz und Lili Berndt und einen Sohn, Richard Fanto, denen er Schloss Pottenbrunn vererbte.

Zu dem deutschen Unternehmen ist historisch nicht viel geblieben …

Die Deutsche Fanto betrieb für den Transport der hergestellten und gehandelten Ölprodukte – Fantolin (Oel) Fanto-Benzin/Super etc. eine große Flotte an Binnenschiffen. Aber auch einige
Seeschiffe ließ nach bei Kremer in Emshorn und bei Nobiskrug bauen…

1918

Gründung der Deutsche Fanto Mineralöl-Industrie-Gesellschaft mit beschränkter Haftung  Mineralölprudukte aller Art, Vertrieb der Produkte eigener Raffinerien, Import
Inh: Fanto-Kontern, Wien-Genf – Geschäftsf. Emil Beständig Wien – Aufsichtsrat Dr. Stransky, Wien – Robert Fanto – Karl Heller – Alfred Gergely, Wien – Georg M. Mayer, Budapest – Prok. Arthur Läwbeer, Dr. Hans Jürges – Disp.: Hans Steiner

Vor dem 2. Weltkrieg konnte recherchiert werden :

1929 Nobiskrug Motortankleichter „Fantolin“ – Seeschiff

Luise Schiffahrtsgesellschaft mbH. Hamburg

Viele Einheiten wurde second-hand zugekauft, viele von der Luise Schiffahrt und der Rhein- Elbe Befrachtung, mit denen man geschäftlich verbunden gewesen sein muss. 1964 ging man gemeinsam vom Markt, bzw. wurde von der VTG übernommen und verschmolzen (?) Bekannt sind folgende Binnenschiffe (Seeschiffe sind als solche bezeichnet)

1941

Aus Amsterdam wurde der Neubau FANTO 25 übernommen.

1942

Von einer niederl. Werft (De Haan & Oerlemans) wurde der Neubau FANTO 35 übern.

1947

Von einer niederl. Werft (De Haan & Oerlemans) wurde der Neubau FANTO 39 übern.

1951

Die 1941 an Fanto, Breslau gelieferte FANTO 27 wurde von Hamburg übernommen.
Die 1941 an Fanto, Breslau gelieferte FANTO 29 wurde von Hamburg übernommen.

1953

Von der Luise wurde deren LUISE ELISABETH übernommen und dort zur FANTO 52.

1954

1954

Von der Luise wurde deren LUISE 19 übernommen und als FANTO 19 in Fahrt gesetzt.
Hitzler, Lauenburg lieferte den Neubau FANTO 40 ab

1955

1955

Von der Luise wurde deren LUISE MATHILDE übernommen und als FANTO 59 beschäft.
Von der Luise wurde deren LUISE ELSE übernommen und zur FANTO 61 umgetauft.

Kremer-Werft, TMS JOSEF JOHAM 60,19 m lg 618 BRT – Seeschiff

Von Hitzler wurde der Neubau FANTO 41 übernommen.

1956

Von der Luise wurde deren LUISECHRIISTIANE übern. und als FANTO 53 eingesetzt.

1957

Von der Luise wurde deren LUISE BARBARA übern. und als FANTO 54 in Fahrt gesetzt.

Kremer-Werft TMS WERNER FRANCK 60,13 m lg 633 BRT – Seeschiff

1958

Von der Luise wurde deren LUISE ERIKA übernommen und als FANTO 57 eingesetzt.

1959

Schiffahrts- und Befrachtungskontor Rhein – Elbe GmbH, Lübeck

Von der Rhein-Elbe Befrachtung. Lübeck wurde deren LUISE GERDA übernommen und zu FANTO 56.

1960

1960

Die Deutsche FANTO – größte deutsche Binnen-Tankreederei ihrer Zeit – wurde voll in den PREUSSAG-Konzern integriert.

1962

J. G. Hitzler lieferte den Neubau FANTO 48 ab.

1964

1964

Von Leth & Co wurde deren Roslauer Neubau Mathilde übernommen und zur FANTO 36.

Ende des Jahres 1964 muss die Deutsche Fanto in der VTG aufgegangen sein. Alle
FANTO Schiffe behielten ihre Nummern, lediglich das FANTO wurde durch VTG
ersetzt.



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