Fairplay Schleppdampfschiffs-Reederei Richard Borchard GmbH
Fairplay Schleppdampfschiffs-Reederei Richard Borchard GmbH
GründungslandDeutschland
StammsitzHamburg
HauptgeschäftSeeschifffahrt / Schlepper
Gründungsjahr1905
aktueller Statusaktiv
letzte Aktualisierung 2018

Weitere Flaggen aus der Firmengeschichte – nur weil hier keine Abbildungen sind, heißt das nicht, das es keine anderen Flaggen gab – sie fehlen dann aber in der Sammlung


Fairplay Schleppdampfschiffs-Reederei – Richard Borchard GmbH

1905

FAIRPLAY wird in Hamburg durch Richard Borchard gegründet. Die Firma entwickelt sich schnell durch Seeschiffsassistenz im Hamburger Hafen und der Elbe sowie Küstenverschleppungen auf der Ostsee. Schon zu Beginn der Firmengeschichte tritt FAIRPLAY auch als professionelle Bergungsreederei auf.

1914

FAIRPLAYs Flotte besteht bei Ausbruch des ersten Weltkrieges aus 13 Schleppern, die in Hamburg, auf der Elbe und an der gesamten deutschen Küste eingesetzt sind.

1930

FAIRPLAYs Geschäftsführung geht nach dem frühen Tod des Gründers auf dessen Frau Lucy und den Sohn Kurt über.

1932

FAIRPLAY wird Gründungsmitglied der „Arbeitsgemeinschaft der Seeschiffsassistenz-Reedereien in Hamburg“. Die in der Arbeitsgemeinschaft vertretenen Schleppfirmen garantieren schon damals einen ‚Rund-um-die-Uhr‘ Service für alle Schiffe, die den Hamburger Hafen anlaufen.

1933

Die Weltwirtschaftskrise traf auch den Hamburger Hafen schwer. Erst ab etwa 1933 trat eine Besserung ein, so dass auch die Assistenzschlepper besser ausgelastet werden konnten.

1936

Petersen & Alpers , Lütgens & Reimers, Fairplay und die Neue Schleppdampfschiffahrtsreederei Louis Meyer sichern sich gegenseitig Hilfe bei der Ausführung von Schleppeinsätzen zu.

1946

Der von den Engländern eingesetzte „Port Controller veranlasste die Schleppreedereien, sich zu einer „Tug-Union“ zusammenzuschließen. Diese war Ausgangsbasis für den späteren Zusammenschluß mit Lütgens & Reimers, Petersen & Alpers , Fairplay und Louis Meyer zur „ Arbeitsgemeinschaft der Schleppdampfschiffsreedreien für den Hafen Hamburg “.

1952

Hans E. W. Berndt

Die vier Hamburger Schlepp- und Assistenz-Reedereien Petersen & Alpers, Lütgens & Reimers, Fairplay und die Neue Schleppdampfschiffahrtsreederei Louis Meyer  schlossen sich zur ARBEITSGEMEINSCHAFT DER SCHLEPPDAMPFSCHIFFS-REEDEREIEN FÜR DEN HAMBURGER HAFEN zusammen.
In Konkurrenz zur AG trat die BUGSIER zunächst mit Hans E. W. Berndt zusammen auf. Später zog sich Berndt wieder auch sein angestammtes Gebiet, den Kohlenhandel und die Kohlenfahrt zurück und die BUGSIER setzte die Seeschiffsassistenz allein fort.

1959

Fairplay Schleppdampfschiffs-Reederei Richard Borchard GmbH

Fairplay übernimmt Theodor Buschmann in der Schiffbaukrise
Theodor Buschmann geriet in den 50er Jahren in wirtschaftlich Turbulenzen. FAIRPLAY ergriff die Gelegenheit, das know-how der Buschmann-Leute zu sichern und übernahm die Werft. Neben den Wartungsarbeiten für die Schlepper und Pontons der Mutterfirma hat man sich zu einem Spezialbetrieb für Stahlbau, speziell für Komponenten für die offshore-Industrie gemausert. Theodor Buschmann ist ein „Unternehmen für schwierige Fälle…“FAIRPLAY

1967

FAIRPLAY stellt die ‚FAIRPLAY X‘ in Dienst. Mit diesem Schlepper werden erstmals weltweite Verschleppungen von Schiffen und Pontons angeboten. Die ‚FAIRPLAY X‘ nimmt erfolgreich an verschiedenen internationalen Bergungen teil. In den folgenden Jahren werden weitere Hochseeschlepper in Dienst gestellt.

1972

Petersen & Alpers, Hamburg

Aus den Offshore-Aktivitäten entwickelte sich 1972 die Fairplay-Petersen & Alpers Seatowage GmbH in einer Fusion der Fairplay Schleppdampfschiffs-Reederei – Richard Borchard GmbH mit der Hamburger Schlepperei Petersen & Alpers speziell für die Koordination im Hochseeschleppgeschäft. Die eigenständige Firma setzte im Offshore-Bereich Seeleichter ein, die die Namen Fairalp trugen. Nachdem Peters & Alpers sich 1986 aus dem Hochseeschleppgeschäft zurückzogen, wurde die Firma Fairplay-Petersen & Alpers Seatowage GmbH 1988 liquidiert.

1974

FAIRPLAY bestellt mit der ‚FAIRPLAY II‘ den ersten ‚Schottel Traktor Schlepper‘, dem bis 1983 drei weitere bauähnliche Einheiten folgen.

1993

Bagger-, Bugsier-, und Bergungsreederei GmbH

Nach der Wende wurde aus „VEB Bagger-, Bugsier- und Bergungsreederei“ die „Bagger-, Bugsier-, und Bergungsreederei GmbH„. Wie so vieles wurde auch diese Betrieb aufgespalten. Die FAIRPLAY Schleppdampfschiffs-Reederei Richard Borchard GMBH, Hamburg kaufte den Bereich Schlepper und Lotsenversetzdienst aus dem Gesamtbetrieb heraus. Aufgrund des guten und weithin bekannten Namenskürzel BBB entschied Fairplay sich, das BBB sowie das Zahnrad des
bisherigen Firmenlogos in die neue Firmierung zu integrieren.

BBB Schlepp- und Hafendienst GmbH

Aufgrund des guten und weithin bekannten Namenskürzel BBB entschied Fairplay sich, das BBB sowie das Zahnrad des bisherigen Firmenlogos in die neue Firmierung zu integrieren. Heute bietet die BBB Schlepp- und Hafendienst GmbH in den Mecklenburg-Vorpommern’schen Häfen Wismar, Stralsund und Wolgast – Seeschiffsassistenz mit modernen Schleppern an. Ein weiteres wichtiges Standbein ist das überwiegend auf die Wasserbauindustrie zugeschnittene Pontonvermietgeschäft.

1997

FAIRPLAY beginnt das größte Flottenerweiterungsprogramm der Firmengeschichte. Vier hochmoderne ‚heckgetriebene Schottel Schlepper‘ mit Pfahlzügen von 52 tons sind speziell für Hafen- und Küstenschleppdienste konzipiert, können aber ebenso für Offshore Einsätze oder für den Betrieb als Terminal-Schlepper eingesetzt werden.

1998

FAIRPLAY bietet im Zuge der europäischen Liberalisierung nun in Rotterdam Schleppdienste an.


FAIRPLAY erhält das ISO 9001 Qualitätsmanagement Zertifikat für alle Büros und die gesamte Flotte. Gleichzeitig wird das ‚Document of Compliance‘ nach den Regeln des ‚International Safety Management Codes‘ (ISM) ausgestellt.

1998

FAIRPLAY ordert 2 weitere Neubauten basierend auf dem Konzept der Fairplay-21-Typen, um der wachsenden Nachfrage nach hochmoderner Schleppertonnage in Rotterdam nachzukommen. Diese Schlepper erreichen einen Pfahlzug von 65 tons.

2000

FAIRPLAY stellt die Neubauten „Fairplay-25“ und „Fairplay-26“ mit jeweils 5500 PS und einem Pfahlzug von je 65t in Dienst. Beide Schlepper sind in Rotterdam stationiert und werden überwiegend für Küstenverschleppungen und Offshore-Einsätze eingesetzt.

2002

die beiden Schlepper „Fairplay-25“ und „Fairplay-26“ werden als Küstenschutzschlepper im Bereich der Mecklenburgischen Ostseeküste mit Station Rostock bzw. Sassnitz an die Arbeitsgemeinschaft Küstenschutz des Bundes verchartert.

2003

FAIRPLAY kauft 100% Anteile der Abteilung „Maritime Dienstleistungen“ der in Stettin in Liquidation gegangenen Porta Holding. Es erfolgt die Umfirmierung in „Project Zegluga“ und im Mai 2005 werden Hafen-Schleppdienste begonnen.

2004

FAIRPLAY wird 50% Anteilseigner in der belgischen Schlepperfirma „Unie van Redding- en Sleepdienst“ (URS), Antwerpen. In einer 50/50 Partnerschaft mit Smit International wird URS weiterhin als selbstständiges Unternehmen unter eigenem Namen fortgeführt. URS betreibt 45 Schlepper in den Häfen Antwerpen, Vlissingen, Terneuzen, Gent, Zeebrügge und Oostende und ist neben dem Seegeschäft auch im Offshore Bereich tätig.

2005

Nach einer bewegten Geschichte, zwei Weltkriegen, der Zwangsenteignung durch die Nationalsozialisten sowie der Rückgabe der Firma an die Familie nach dem zweiten Weltkrieg kann in diesem Jahr das 100 jährige Jubiläum gefeiert werden.

2006

FAIRPLAY eröffnet eigenes Büro in Stettin unter dem Namen „Fairplay Towage SP
zoo.“

2007

Theodor Buschmann GmbH & Co KG

FAIRPLAY feiert das 125-jährige Bestehen der zur Fairplay-Gruppe gehörenden Werft Theodor Buschmann.

2007

FAIRPLAY stellt die Neubauten „Fairplay III“ und „Fairplay I“ mit jeweils 70t Pfahlzug die stärksten Schlepper in der Flotte, in Dienst

2008

SMIT International B.V.

FAIRPLAY wird im Tausch gegen seinen URS-Anteil mit knapp 10 % Anteilseigner an der global operierenden Schlepp-Firma Smit International

2010

Notfallschlepper „BALTIC“, gebaut auf der Werft Astelleros Armon im spanischen Vigo wird für 10 Jahre an die Bundesrepublik (Arbeitsgemeinschaft Küstenschutz) verchartert. Mit einem Pfahlzug von mehr als 120 T und einer Geschwindigkeit von mehr als 16,5 kn ist sie der stärkste Schlepper an der deutschen Ostseeküste.

2017

Das Bundeskartellamt hat Geldbußen in Höhe von insgesamt rund 13 Mio. Euro gegen drei Hafenschleppdienstleister und deren Verantwortliche verhängt.
Bei den Unternehmen handelt es sich um die Fairplay Schleppdampfschiffsreederei Richard Borchard GmbH, Hamburg, die Bugsier-, Reederei- und Bergungs GmbH & Co. KG, Hamburg, und die Petersen & Alpers GmbH & Co. KG, Hamburg. Gegen das ebenfalls an den Absprachen beteiligte Unternehmen Unterweser Reederei GmbH sowie dessen Tochtergesellschaft Lütgens & Reimers GmbH & Co. KG wurde kein Bußgeld verhängt, weil sie das Kartell gegenüber dem Bundeskartellamt aufgedeckt hatten. Gegen das Unternehmen Neue Schleppdampfschiffsreederei Louis Meyer GmbH & Co. KG, das inzwischen aus dem Markt ausgetreten ist, wurde aus Ermessensgründen kein Bußgeld verhängt. Die Ermittlungen gegen ein weiteres Unternehmen sind noch nicht abgeschlossen.

Mai 2017

Fairplay Schleppdampfschiffs-Reederei Richard Borchard GmbH

Im Mai vereinbarten die Bugsier-, Reederei- und Bergungsgesellschaft und die Fairplay Reederei eine Absichtserklärung zur Übernahme von Bugsier durch Fairplay im Jahr 2017.

2. Juni 2017

Die Kieler Nachrichten schreiben:

 

Ein Vorvertrag zwischen den Eignerfamilien Schuchmann (Bugsier) und Borchard (Fairplay) wurde unterzeichnet. Die kartellrechtliche Prüfung steht aber noch aus. Nach der Zusammenführung soll der Firmenverbund mit mehr als 100 Schiffen im „nordeuropäischen Raum eine starke Präsenz zeigen“, teilten die Unternehmen mit. Durch die Bündelung soll das Angebot für die großen Reedereien in den Häfen verbessert werden und gleichzeitig das Preisniveau für Schleppaufträge wieder
stabilisiert werden.

15. November 2017

Die Presse meldet:

 

„Die Schleppreedereien Fairplay und Bugsier haben sich zusammengeschlossen. Die Übernahme von Bugsier erfolgt dabei unter der Führung von Fairplay, jedoch „auf Augenhöhe mit dem neuen Partner“. Fairplay wird die Geschäftsführung stellen, die Marke Bugsier bleibt weiterhin bestehen.“

 

Durch die Fusion wollen Fairplay und Bugsier eine noch breitere Abdeckung in einem Großteil der stark frequentierten Häfen gewährleisten. Mit einer Flotte von über 100 Schleppern, rund 700 Beschäftigten und ca. 45 Auszubildenden gehört Fairplay zu den größten Schleppreedereien Europas.

2018

Fairplay Schleppdampfschiffs-Reederei Richard Borchard GmbH

Juli: Der Rückgang des Umschlaggeschäfts im Hamburger Hafen macht nun auch den Schlepperbetrieben zu schaffen. „Es gibt deutlich weniger Aufträge“, sagte der Geschäftsführer der Reederei Fairplay Towage, Walter Collet, im Gespräch mit dem Abendblatt. „Hinzu kommt ein ruinöser Preiswettbewerb. Zum Teil sind die Raten so gering, dass Schleppaufträge Verluste produzieren.“
Die Unternehmen Petersen & Alpers ebenso wie Louis Meyer haben ihre Schleppaktivitäten eingestellt und die Schiffe an Fairplay verchartert,


Quellen

weitere Quellen / Literatur



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