Evangelische Binnenschifferseelsorge
Evangelische Binnenschifferseelsorge
GründungslandDeutschland
StammsitzDuisburg u.a.
HauptgeschäftVereine / Kirche
Gründungsjahr1870
aktueller Statusaktiv
letzte Aktualisierung 2021

Weitere Flaggen aus der Firmengeschichte – nur weil hier keine Abbildungen sind, heißt das nicht, das es keine anderen Flaggen gab – sie fehlen dann aber in der Sammlung


Evangelische Binnenschifferseelsorge

Flagge seit den 80er Jahren

Evangelische Binnenschifferseelsorge

älter


Evangelische Binnenschifferseelsorge

hier exemplarisch in Duisburg. Die anderen Gemeinden sind über die Seite der Deutschen Seemannsmission erreichbar.

Deutsche Seemannsmission e.V., Bremen

Die Flagge wird wohl seit den 80er Jahren von allen Binnenschifferseelsorgern geführt. Neben Duisburg ist mindestens noch Mannheim und Hamburg bekannt.

 

„Der Name des Bootes ist Programm! Wichern hat gesagt, die Kirche muss zu den Menschen gehen. Genau das tun wir.“ – weshalb die Kirchenboote (fast?) alle JOHANN HINRICH WICHERN heissen.

 

Auch die Seemannsmission der „großen Schiffahrt“ geht auf Johann Hinrich Wichern zurück.

1870

Namenspatron Wichern (1808 bis 1881) beauftragte 1870 in Hamburg den Diakon Vockradt mit der Seelsorge an den Binnenschiffern und ist damit geistiger Vater der Kirche auf dem Strom. Die Idee fiel bald auch am Rhein auf fruchtbaren Boden.

1898

Diakone besuchten die Schiffer, verteilten das „Duisburger Sonntagsblatt“ und die Predigten der Berliner Stadtmission. Richtig angefangen hat es im Stadtteil Ruhrort vor 109 Jahren, 1898 kurz vor Beginn des 20. Jahrhunderts.

02. November 1902

Eröffnung des ersten Schifferheimes in Duisburg. Die Grundsteinlegung erfolgte am 20. Juni 1901

 

1903

Im Bericht über die Tätigkeit des Rheinischen Provinzialausschusses für die Innere Mission vom 1. Juli 1901 bis 1. Juli 1903 findet sich folgender Absatz:

 

Der Schiffermission in Ruhrort haben wir ein den letzten Jahren regelmäßig einen größeren Betrag zugewendet. Das von der Gemeinde mit einem Kostenaufwande im Betrag von 276.000 Mark erbaute prächtige Schifferheim ist inzwischen dem  Betriebe übergeben worden. Es schließt das eigentliche Schifferheim mit großem Versammlungssaal, Lese-, Gast-, und Logierräumlichkeiten, ein Heim für Schifferkinder und eine Herberge zur Heimat in sich.

1904

Das Schifferheim wurde bereits 1904 wieder geschlossen – Gründe sind nicht bekannt. Die Chronik hat allerdings auch in der Liste der Seelsorgen/Hafenmissionare ab 1904 eine Lücke.

03. Mai 1914

Wiedererföffnung des Schifferheimes in der Mühlenstrasse.

1921

Einstellung von Schwester Elsa Skarenski als erste Schiffermissionsschwetser. Ihr folgte Schwester Elfreide Oberfohren, die von 1928 bis 132 diesen Dienst versah. Eine Missionsschwester war den Schiffern wichtig, da neben den Schiffern, Matorsen und dem männlichen NAchwuchs auch die Töchter und die meist auch an Bord lebenden Frauen Anprechpartner brauchten. 1000 Schiffe bedeuteten 1000 Familien.

Sommer 1927

Umzug des Schifferheimes von der Mühlenstrasse in die Ruhrorter-Strasse 100-102

1944

Durch einen Bombentreffer wurde das Haus in der Ruhrorter-Strasse 100-102 zerstört.

4. April 1951

Die ehemalige Gaststätte “ Köhnen “ an der Damm Straße 1a (Homberg), wurde 1950 zum Schiffer-Kinderheim, der evangelischen Gemeinde umgebaut.
Damals hatte Duisburg schon, den größten Binnen-Hafen von Deutschland, ein Schiffer Kinderheim passte da sicherlich vortrefflich in diese Umgebung.

17. Juli 1956

Eröffnung eines evangelischen Schifferheimes im Duisburger Stadtteil Ruhrort (Landwehrstrasse).

9. Juni 1960

9. Juni 1960

JOHANN HINRICH WICHERN (Bj. 1938, EX WALTROP)

Fotoquelle: Chronik – 1898-1998 – 100 Jahre Schifferseelsorge Duisburg

 


 

Erwerb des ersten Kirchenbootes in Duisburg; bis dahin besuchte der Schifferpastor – hier hieß er lange „Hafenmissionar“ – seine Schäfchen zu Fuß oder per Rad. Die Rheinschiffer-Mission übernahm vom Wasserstraßen-Maschinenamt in Hernde deren Motorboot WALTROP. Das Boot war Baujahr 1938, 11m lang, 2.70m breit und hatte eine Maschine mit 60PS. Nur wenig später wurde es nach kurzem Umbau unter der Namen JOHANN HINRICH WICHERN in Dienst gestellt.

1962

Nach einer Havarie kentert das Kirchenboot – Pastor Brinkmann erreichte schwimmend das Ufer. Das Boot wurde gehoben, repariert und tat danach treu seinen Dienst bis zum Jahr 1975.

1969

Verkauf der Liegenschaft Landwehrstr in Ruhrort

1975

1975

JOHANN HINRICH WICHERN (Bj. 1964)

Fotoquelle: Chronik – 1898-1998 – 100 Jahre Schifferseelsorge Duisburg

 


 

 

 

Das Kirchenboot wurde ausgetauscht. Wieder unter dem Namen JOHANN HINRICH WICHERN (2) kam das 1964 für die Schifferseelsorge in Frankfurt gebaute Boot zum Einsatz.

Es zeigte sich allerdings, das das Boot für Einsätze auf dem Rhein ungeeignet war. Im Fahrverhalten instabil musste man bei Wellengang auf dem Rhein mit Kentern rechnen. 1979 konnte der Auftrag für einen Neubau erteil werden.

1976

Eröffnung eines neuen Schifferheimes in der Ruhrorter Fürst-Bismark-Str. 23

1978

Umzug des Schifferheimes von der Fürst-Bismark-Strasse in die Dammstr. 1b in Homberg. Hier wird im Anbau an das Schifferkinderheim Quartier bezogen.

1980

1980

JOHANN HINRICH WICHERN (3) – Foto: Klaus Schüler

 im Mai 2015 auf dem Weg in den Hafenmund. (Duisburg)

 


 

Indienststellung des neuen Kirchenbootes. Das Boot ist fünfzehn Meter lang, 4,20 Meter breit, fünfzehn Tonnen schwer, hat einen Andachtsraum für 20 Personen, eine Küche und auch zehn Schlafplätze.

1980

Schließung des Schifferkinderheimes in der Dammstr. 1a mangels Kindern

Evangelische Binnenschifferseelsorge

Anfang der 80er Jahre wurde die neue Flagge eingeführt. Vorher gab es wohl keine einheitliche Flagge – eine der Vorgängerflaggen ist hier abgebildet.

28. November 1982

Einweihung des „Haus der Schiffergemeinde“

hier findet man die evangelischen Binnenschifferdienst ebenso wie das Schifferheim.

1991

Da die Rhein-See-Schifffahrt stark zunahm, inzwischen liefen jährlich rund 2000 Küsten-Motorschiffe den Duisburger Hafen direkt an, wurden die Aufgaben der Binnenschifferseelsorge um die der Seemannsmission erweitert. Reinhild Freese übernahm diese Aufgabe.

1994

Seit 1994 ist Pfarrer Frank Wessel in Duisburg als Leiter der Binnenschifferseelsorge tätig.

An dieser Stelle meinen herzlichen Dank an Herrn Wessel für die Überlassung der Chronik und weitere Informationen.

2015

Juli 2015 musste aus Kostengründen, die evangelische Kirchen-Gemeinde das Haus der Schiffergemeinde schließen.

 


 

Es fällt sehr schwer sowas nicht zu kommentieren. Aber ich will’s auch nicht schlucken: Früher gingen Pfarrer und Pastöre auf Bedürftige zu, die Kirche gewann oder hielt ihre Schäfchen, dadurch das sie diese in der Not auffing. Und dann kamen die Betriebswirte, die ebenso wie im Gesundheitswesen erklärt haben, das Profit vor Menschlichkeit zu stehen hat. Diesen Ansatz müsst Ihr mal mit Eurem Seelsorger besprechen, wenn das Thema auf das Aussterben der Kirchengemeinden kommt… (Aber bitte dran denken – Euer Seelsorger vor Ort ist genauso Opfer … die Entscheidungen über Stillegungen von Einrichtungen werden sicher nicht von (mit) den Betroffenen vor Ort diskutiert)

2016

Umzug des evangelischen Binnerschifferdienstes vom Haus der Schiffergemeinde in Duisburg-Homberg in kleinere Räumlichkeiten in Duisburg-Ruhrort.

2018

Auflösung des Verbandes evangelischer Schiffergemeinden. Schifferseelsorge gibt es nur noch in Hamburg, Mannheim und Duisburg wobei es nur in Duisburg hauptamtliche Mitarbeiter in Vollzeit gibt.

 

katholische Schifferseelsorge gibt es in ganz Deutschland nicht mehr.

2020

Haus der Schiffergemeinde, Duisburg

Foto: Peter Hionsek


 

Dieses Große Haus in Alt Homberg, ist seit dem ich Denken kann, für Bedürftige, immer ein Haus der offenen Türe gewesen…

 

Im Dezember 2020 sieht es eher unbewohnt aus, das kann aber auch Corona bedingt nur so aussehen… auf jeden Fall ist das ehemalige Haus der  Schiffergemeinde in Duisburg Homberg am Rhein, eigentlich nicht weg zu Denken, es hat Duisburg Homberger Zeit-Geschichte mit gestaltet…


Peter H. auf Tripadvisor.de


Quellen

Flyer der Evangelischen Binnenschifferseelsorge

Peter H. auf Tripadvisor

Pfarrer Peter Wessel, Binnenschifferseelsorge, Duisburg

Chronik: „1898-1998 – 100 Jahre evangelische Schifferseelsorge Duisburg“
weitere Quellen / Literatur


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