Ems-Schlepper AG
Ems-Schlepper AG
GründungslandDeutschland
StammsitzEmden
HauptgeschäftSeeschifffahrt / Schlepper
Gründungsjahr1924
aktueller Statusaktiv
letzte Aktualisierung 2008

Weitere Flaggen aus der Firmengeschichte – nur weil hier keine Abbildungen sind, heißt das nicht, das es keine anderen Flaggen gab – sie fehlen dann aber in der Sammlung


Ems-Schlepper AG

1924

Eintrag der ESAG – Ems Schlepper AG in das Handelsregister.
Gründer dieser Schleppreederei waren die

Bugsier GmbH, Hamburg mit 30 %,

Frachtkontor GmbH, Hamburg mit 25 %, die

W.T.A.G. mit 24 %, die

Lehnkering AG, Duisburg mit 14 % und die

EVAG mit 7 %.

Die Emder (?) Wilhelm Hemsoth GmbH war kurzzeitig ebenfalls an der Gründung beteiligt, stieg aber bereits nach kurzer Zeit wieder aus dem Konsortium aus.

1925

Aufgrund schlechten Wetters, konnten die Schlepperüberführungen ab Hamburg nicht erfolgen, so daß der Betrieb erst Mitte Januar diesen Jahres aufgenommen werden konnte.
Das Aktienkapital in Höhe von 200.000 RM wurde in Form von vier Schleppern aufgebracht.
Es waren dies :
NORDERNEY – 450 PS, BORKUM – 325 PS, JUIST – 275 PS und BALTRUM 275 PS.
Unternehmenszweck der Reederei waren hauptsächlich Schlepp-, Bugsier- und Bergungsdienste und deren Hilf- und Nebengeschäfte.

1926

kam die LANGEOOG – 400 PS zur Flotte

1927

die Motorbarkasse MEMMERT
Während der Weltwirtschaftskriese war die Entwicklung der jungen Reederei jedoch stark eingeschränkt.

1936

1936

wurde von Schulte & Bruns der Schleppdampfer-Neubau SPIEKEROOG – 500 PS übernommen.

1937

Die WANGEROOGE mit 500 PS lief – gleichfalls von Schulte & Bruns – zur Flotte.

1938

Die alte BALTRUM wurde verkauft.

1940

Schulte & Bruns lieferte die HELGOLAND mit gleichfalls 500 PS zur Flotte.

1941

HELGOLAND kenterte auf der Ems und wurde erst nach über 10 Monaten gehoben.

1943

Die MELLUM mit 300 PS kam als Second-Hand Schiff zur Flotte und von einer Niederländischen Werft eine neue BALTRUM mit 500 PS.

1945

Der Zweite Weltkrieg traf auch die ESAG schwer, als man beispielsweise die SPIEKEROOG in der Normandie verlor und die neue BALTRUM während des Baues bereits an Polen abzuliefern hatte. JUIST wurde in den Niederlanden beschlagnahmt und die MELLUM in Hamburg zur Ablieferung an die Briten. JUIST kam im Rahmen eines bilateralen Abkommens zwischen den Königreich der Niederland und der BRD zur Flotte zurück und die MELLUM 1954 nach Verhandlungen mit der US-amerikanischen OMGUS.

1946

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erfolgte die Währungsumstellung 1:1 auf DEM. Die alten Schleppdampfer waren mittlerweile unrentabel geworden und gingen nach und nach zum Abbruch, so zwischen 1951 + 1954 JUIST, BORKUM, NORDERNEY, LANGEOOG.

1952

Für Hafenverholungen war die RANDTEL mit 120 PS angekauft worden.

1955

Schulte & Bruns baute eine neue NORDERNEY mit 1.080 PS und

1956

eine neue JUIST mit ebenfalls 1.080 PS.

1957

baute S&B den Dampfschlepper HELGOLAND in einen Motorschlepper um – 1.080 PS.

1958

baute S & B den stärksten Schlepper der Flotte, eine neue SPPIEKEROOG mit 1.386 PS

1960

Cassens Werft GmbH

baute die Cassens-Werft  für Aufgaben im Kümo-Bereich eine neue BALTRUM mit nur 160 PS.
Ab 1960 wurden kontinuierlich und einhergehend mit einer Flottenexpansion, Kapitalerhöhungen vorgenommen, die später in den Mio.-Bereich gingen.

1962

folgte von Schulte & Bruns eine neue LANGEOOG und

1963

kam von Cassens eine neue MEMMERT als Schwesterschiff der BALTRUM hinzu.

1964

wurde die Motorbarkasse RYSUM erworben, aber bereits 1966 wieder veräußert.

1965

wurde der letzte Neubau von Schulte & Bruns erworben, die KAPITÄN ENGLER – 1.385 PS

1966

wurden HELGOLAND und MELLUM nach Griechenland verkauft.

1967

baute Cassens den ersten Schlepper für die ESAG – BORKUM mit 750 PS

1970

… kam wiederum von Cassens das neue Flaggschiff der ESAG – HELGOLAND mit 2.650 PS.

… wurde die alte NORDERNEY (von 1955) nach Norwegen verkauft.

1971

wurde RANDZEL zum Abbruch verkauft und als Ersatz von Cassens die kleine neue RYSUM erworben.

1972

wurde von Cassens eine neue NORDERNEY mit 1.720 PS abgeliefert, die einer der stärksten Assistenzschlepper im Emder Hafen wurde.

1974

… sollte mit einer neuen JUIST ein mit 2.400 PS noch stärkerer Cassens-Neubau folgen.

1975

50jähriges Betriebsjubiläum – die Flotte bestand nun aus 9 Schleppern. Sie waren sämtlich mit Kort-Düsen und Wendegetriebe ausgerüstet – JUIST, NORDERNEY, KAPITÄN ENGLER und HELGOLAND zusätzlich mit Schleppwinden für Seeverschleppungen.

1980

Die starken Veränderungen in der Schifffahrtslandschaft der 70er/80er Jahre traf auch die ESAG.

1983

wurden BORKUM in die Niederlande und NORDERNEY nach Großbritannien verkauft.

1984

folgte die bereits die neue JUIST nach Großbritannien.

1987/88

kam es zur Krise in den Häfen und der Schiffahrt. Schlepper wurden verkauft bzw. aufgelegt. Aufträge der Bundesmarine angenommen zur Seeziel-Verschleppung, zwischendurch wurde auch im Offshorebereich (Ekofisk) gearbeitet.

1988

ging der einzige verbliebene Hochseeschlepper HELGOLAND nach Chile.

Auch bei den Anteilseignern kam es zu Veränderungen, so waren es 1988 beispielsweise

die RHENUS-WTAG mit 51 %,

die BUGSIER mit 29 %,

LEHNKERING mit 14 % und

die EVAG mit 6 %.

1994

…kam es zu einer Neuordnung im Emder Hafen insofern, als der ESB – Emder Schlepp-Betrieb – unter Federführung der Schifffahrtsfirma P.W. Wessels gegründet
wurde. Hier kam es zunächst zur Zusammenfassung der verbliebenen Schlepper von Johs. Fritzen & Sohn GmbH, ESAG – Ems Schlepper AG und Wessels.

2007

Haupt-Anteilseigner der ESAG sind nun die BUGSIER und die URAG und die EVAG hält eine Minderheitsbeteiligung. BUGSIER und URAG stellen die Geschäftsleitung und halten das schlepperlose Unternehmen für zu erwartende Aufgaben am Dollart in Bereitschaft.. Es kommen dann Schlepper von der Weser und der Elbe herüber (oder auch von Wagenborg aus Delfzijl) – so z. B. auch zur Meyer-Werft.


Quellen

weitere Quellen / Literatur


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