Elsflether Werft AG
Elsflether Werft AG
GründungslandDeutschland
StammsitzElsfleth
HauptgeschäftSchiffbau – See
Gründungsjahr1916
aktueller Statusaktiv
letzte Aktualisierung 2016


Weitere Flaggen aus der Firmengeschichte – nur weil hier keine Abbildungen sind, heißt das nicht, das es keine anderen Flaggen gab – sie fehlen dann aber in der Sammlung

Elsflether Werft AG
Elsflether Werft AG


Elsflether Werft AG / Elsflether Werft GmbH & Co KG

12. Oktober 1916

gründete der Schiffbau-Ingenieur Franz Preuss am 12. Oktober die Elsflether Werft AG und wurde deren erster Vorstand. Elsfleth, direkt an der Mündung der Hunte in die Weser und am Beginn des Küstenkanals gelegen, der die Weser mit dem Rhein verbindet 12 Honoratioren aus Bremen, Oldenburg, Berlin, aber in erster Linie aus Elsfleth selbst stellten als Aktionäre das Kapital.

Mai 1918

aber erst im Mai dieses Jahres war die personelle und materielle Ausrüstung soweit gediehen, dass erste Aufträge hereingenommen werden konnten.

1920

Obwohl das Ende des WK I und die Inflation den zügigen Ausbau der Werft sehr stark behinderten, konnten in diesem Jahre erste Neubauten abgeliefert, die stetig an Größe zunahmen.

1924

Fendel Schiffahrts Aktiengesellschaft

kam es durch einen Kurzschluss in einem Schuppen zu einem Großfeuer, das verschiedene Gebäude vernichtete. Der Werftbetrieb konnte aber weitergeführt werden.
Große Exportaufträge – jeweils 2stellige Stückzahlen – für Kolumbien, aber auch Aufträge für deutsche Rechnung, so z. B. Serienbauten für die FENDEL-Gruppe, wurden in Folge abgewickelt, bis auch die EWAG vom Auftragsmangel erreicht wurde.
Hier versuchte man die Phase mit Ersatzaufträgen zu überwinden. Z. B. konstruierte man einen Dreirad-Lieferwagen, der unter der Marke EWAG auf den Markt kam. Aber man führte auch für die Reichsbahn Ausbesserungen an Bahnwaggons durch.

1935

Gründer und Werftdirektor Preuss verstarb am 21.Oktober. Seine Position nahm Walter Behrendt ein, der leitend als Schiffbau-Ing. auf div. Werften tätig gewesen war.
In den Aufsichtsrat zog Ernst Glässel ein, ehemaliger Generaldirektor des NDL und späterer Chef einer Maklerei und Reederei, die noch heute seinen Namen trägt. Er übernahm 1939 den Vorsitz.

1936

wurde in Elsfleth das Nietverfahren durch das Elektroschweißverfahren ersetzt.

1939

musste auch die EWAG erste Aufträge für die Kriegsmarine ausführen und Kriegs-Fischkutter bauen, denen 1941 Tanker und 1944 Sperrbrecher folgten. 650 Mitarbeiter standen in Lohn und Brot.

1945

begannen – wie für alle deutschen Betriebe – schwierige Jahre.

1951

als die Beschränkungen durch das Washingtoner Abkommen aufgehoben wurden, galt es den Schiffsraum für den steigenden Welthandel wieder in Fahrt zu bringen. Die EWAG sollte hieran ihren Anteil haben.

1952

wurden 2 Aufträge für Schiffe von 4200 tdw abgeschlossen.
Die Werft wurde laufend erweitert, neue Slip-Anlagen, eine Schiffbauhalle und andere Gebäude wurden erstellt. Schiffe aller Art wurden auf der Werft konstruiert und gebaut und Reparaturaufträge zügig und gut erledigt.

1966

wurde das Werftgelände auf rund 100.000 qm erweitert.
Als im Herbst 1966 eine neue Sektionshalle mit verschiebbarem Dach und einem 50 to Kran fertiggestellt wurde, konnte man mit dem Sektionsbau beginnen.
Viele namhafte deutsche Reeder nahmen die EWAG ebenso in Anspruch, wie die aufstrebende deutsche Bundesmarine. Aber auch der Export hatte stets seinen Anteil an den Werftumsätzen.

1980

Es wurde immer schwieriger Neubauaufträge annähernd kostendeckend zu fertigen. So versuchte man sich u.a. im Sektionsbau für Nachbarwerften.
Behrendt jun. tritt aus dem Vorstand zurück. Sein Nachfolger wird Erhard Bülow. Die Auftragslage für Neubauten ging auch in den 1980er Jahren stetig zurück. Fast ein Drittel der Werkskapazität wurde von Marineaufträgen ausgeschöpft.

1983

Es wurden nur noch solche Schiffe wie das MS MELLUM, ein Ölbekämpfungs- und Mehrzweckschiff der Schifffahrtsverwaltung des Bundes und das MS BREDSTEDT für den BGS gebaut, gewartet und repariert.

1990

Großherzogin Elisabeth im Hafen von Helgoland

Die Reparaturarbeiten an der „GROSSHERZOGIN ELISABETH“, kurz „LISSY“, brachten der Elsflether Werft vor allem in der Region hohes Ansehen ein. Dennoch brachten die vergangenen sowie die folgenden Jahre mehr Verluste als Gewinne mit sich.

Friedrich Luerssen Werft, Bremen

Die Werftenkrisen gingen auch an der EWAG nicht schadlos vorüber und es kam zum Zusammenbruch, der den Betrieb stark beeinträchtigte.
Das Reparaturgeschäft boomte und wurde für die Elsflether Werft zum Hauptgeschäftszweig – vor allem nach der Übernahme der Aktienmehrheit durch Friedrich Lürssen. Als Zweigwerft der Lürssen-Werft bearbeiteten die Mitarbeiter in Elsfleth nun fast ausschließlich Reparaturaufträge.

1994

Das letzte selbstgebaute Schiff lief vom Stapel: Das erste deutsche, als Barkentine getakelte, Passagier-Segelschiff für Kreuzfahrten „LILI MARLEEN“. Mit drei Masten und einer Fläche von 1.200m2 mit aufwendiger Bordeinrichtung.

Die Elsflether Werft AG musste im Mai Insolvenz anmelden.

1996

1996

Brigitte Rohden (Rohden Seebefrachtung Hamburg) hatte Vertrauen in das Unternehmen und zögerte nicht, zu helfen. Die Hamburger Reederin kaufte kurzerhand das Elsflether Unternehmen und stellte Kurt Wiechmann – seit 1958 (angefangen als Schiffbauer-Lehrling) als Geschäftsführer ein.
Im Mai kam es dann jedoch zu einer Neugründung Die zunächst Neue Elsflether Werft GmbH & Co. KG. genannte Werft konnte gegründet werden.
Das Unternehmen hat sehr schnell seinen alten Platz am Markt zurück erobert.
Die Werft hat sich nun allerdings als reine Reparaturwerft etabliert und gibt seine Kernkompetenz mit Reparatur und Umbau an. Mit der DB AutoZug GmbH besteht ein Rahmenvertrag über die Wartung und Durchführung der notwendigen Reparaturen der Fahrgastschiffe nach Wangerooge. Das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung mit dem Marinearsenal und die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes tragen zu einer kontinuierlichen Auslastung der Werft bei.
Einen starken Anteil der Werftauslastung hat die Deutsch Bundesmarine. Selbst die GORCH FOCK ist dort in guten Händen. Aber auch Behördenschiffe, wie die dort gebaute MELLUM, und Handelsschiffe aller Art sind ständige Gäste auf der Elsflether Werft.

1997

Kurt Wiechmann übernimmt gemeinsam mit Gerhard Rohden und Dieter Griebel die Geschäftsführung. Unter der neuen Firmierung führt die Werft größtenteils Reparatur-, Umbau-, und Wartungsarbeiten durch. Die Auslastung der Werft liegt im Jahresdurchschnitt bei 80%. Bereits im ersten Jahr schreibt die Werft schwarze Zahlen.

1998

1998

und im Folgejahr war die Werft mit einem Großumbau der „Bodo Supplier“ für die Reederei Bohlen und Doyen beschäftigt. Aus einem Versorger wurde ein vollautomatischer, satellitengeführter Kabelleger.
Neben umfangreichen Instandsetzungen von Handelsschiffen beschäftigt sich die Werft zudem mit steigender Tendenz mit der Reparatur von Schiffen öffentlicher Auftraggeber. Besonders mit der Reparaturabwicklung von Schiffen der Bundesmarine erlangt die Elsflether Werft als leistungsstarke und zuverlässige Werft ein großes Renommee.

2000

Der Auftrag für die Instandsetzung und Nutzungsdauerverlängerung des SSS „Gorch Fock“ im Jahre 2000/2001 bildet sicherlich den Höhepunkt an dem stetig wachsenden Anteil der Instandsetzungen für die Bundesmarine. Ein langjährig erfahrenes, hochqualifiziertes Team ist dabei der Garant für die Qualität der Arbeitsausführung und Termintreue. Zuschläge für Instandsetzungsarbeiten des SSS „Gorch Fock“ erhielt die Elsflether Werft bisher in den Jahren 2000, 2002, 2004, 2006 und 2008.

2001

2001

Zwischen 2001 und 2006 fanden auf der Elsflether Werft in den Sommermonaten Theaterauf-führungen statt. Die Idee dazu kam vom Elsflether Kapitän und Reeder Horst-Werner Janssen. Die Aufführungen werden in Zusammenarbeit mit dem Oldenburgischen Staatstheater auf die Bühne gebracht. Bisher wurden aufgeführt: 2001 Zar und Zimmermann (Albert Lortzing) – 2004 West Side Story (Leonard Bernstein) – 2006 Anything Goes (Cole Porter)

2003

Die wiederholten Tätigkeiten an der „Gorch Fock“ waren sicherlich auch ausschlaggebend für den Zuschlag, den Umbau des Jugendschiffes „Salomon“ (2002/2003) für ein Schweizer Jugendheim durchzuführen.

2008

Wieder EW Elsflether Werft Aktiengesellschaft – entstanden durch Umwandlung im Wege des Formwechsels der Elsflether Werft GmbH & Co. KG, Elsfleth (Amtsgericht Oldenburg HRA 100185) nach Maßgabe des Beschlusses der Gesellschafterversammlung vom 26.08.2008.

2011

GF Kurt Wiechmann geht mit 68 Jahren in den Ruhestand, nachdem er seit 1958 stets dem Unternehmen treu war. Sein Nachfolger im Vorstand der Werft wird sein Sohn Klaus – so bestimmt von Brigitte Rohden, Vorsitzende des Aufsichtsrates und Eigentümerin der Werft,

2012

Die EW Elsflether Werft Aktiengesellschaft streicht den Zusatz EW und firmiert ab dem 18.12.12. neu als „Elsflether Werft A.G.“

2014

Im Februar feiert die Werft Richtfest für die neue Montagehalle. In dem 120 Meter langen und 25 Meter breiten Gebäude sollen künftig die Werkstätten der Werft – Schlosserei, Rohrlegerei, Dreherei und Schiffbau – zusammengelegt werden, so dass effizienter gearbeitet werden könne, sagte Geschäftsführer Klaus Wiechmann. Investiert hat das Unternehmen in die Halle 4,5 Millionen Euro. Es sei der erste Neubau auf dem Werftgelände seit er denken könne, so Wiechmann.

2016

C. Lühring Schiffswerft und Trockendock

Die Elsflether Werft besteht am 12. Oktober seit 100 Jahren.

 

Von der Elsflether Werft wurde das seit Jahren brachliegende Gelände der Lühring-Werft in Brake gepachtet.
Der Vertrag läuft auf zunächst 15 Jahre mit Vorkaufsrecht. Die Werft hat hier Tiefgang für Seeschiffe und ist in der Lage doe das vor Jahren von der Cassens-Werft gekaufte Schwimmdock für Sektionsbau und Vorfertigungen zu nutzen.
Zur Elsflether Werft gehört auch die Tochter Hunter-Marina-Elsfleth GmbH mit einem Full-Service Lagerplatz für über 100 Boote mit bis zu 100 t Größe und 20 m Länge.


Quellen

weitere Quellen / Literatur


Zusammenhang


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