Julius Diedrich – Schiffswerft / Diedrich GmbH & Co KG
Julius Diedrich – Schiffswerft / Diedrich GmbH & Co KG
GründungslandDeutschland
StammsitzOldersum
HauptgeschäftSchiffbau – See
Gründungsjahr1926
aktueller Statusaktiv
letzte Aktualisierung 2011


Weitere Flaggen aus der Firmengeschichte – nur weil hier keine Abbildungen sind, heißt das nicht, das es keine anderen Flaggen gab – sie fehlen dann aber in der Sammlung

Julius Diedrich – Schiffswerft / Diedrich GmbH & Co KG

Flagge ab 2006

Julius Diedrich – Schiffswerft / Diedrich GmbH & Co KG

Flagge bis 2006


Julius Diedrich – Schiffswerft / Diedrich GmbH & Co KG

Die Gemeinde Oldersum (heute Teil der Großgemeinde Moormerland) beherbergte seit Beginn des 19. Jahrhunderts immer wieder Schiffbauplätze, die sicher hinter dem Emsdeich am Oldersumer  Sieldeich gelegen waren. Sie waren tideabhängig und wurden erst später durch eine Schleuse mit der Ems verbunden. Im Jahre 1917 wurde einer dieser Schiffbauplätze von dem auch Witten/Ruhr stammenden Spediteur Wilhelm Hemsoth übernommen. Dieser hielt zeitweise sowohl See- wie auch Binnenschiffe in Fahrt. Der Betrieb wurde eine Reparaturwerft für Hemsoth’s Binnenflotte. Allerdings wurden auch kleinere Neubauten auf der Oldersumer Werft gefertigt. Hemsoth’s Geschäftsführer der Werft war J. Diedrich. 1926 musste Hemsoth Konkurs anmelden und die Werft aufgeben.

1926

Julius Diedrich übernahm die kleine Hemsoth’sche Reparaturwerft aus der Konkursmasse. Bedingt durch die Beschränkungen, die der Werft durch den Standort am Oldersumer Siel und eingeschränkt durch die Oldersumer Sieldurchfahrt zur Ems auferlegt wurde, befasste sich das Familienunternehmen mit Neubau und Umbau von Kleinschiffen aller Art.

1930

Die Werftliste zeigt bis ca. 1930 große Lücken, so dass bis zur Baunummer 41 keine Daten angegeben werden können. Erst ab den 1950er Jahren wurde hier genauer eingetragen. Leider wurden auch keine Typisierungen eingetragen, so dass unter TMS bzw. GMS nicht unterscheiden werden kann.

1931

Bau des Bereisungsbootes MS SEEHUND für das RWSA Emden.

1934

AG Norden-Frisia

MS FRISIA XIV wurde an die AG Norden-Frisia abgeliefert – 26 x6 m und 200 PS stark

1956

Carl Büttner GmbH & Co. KG, Bremen

Unter der Bau-Nr. 77 wurde für Carl Büttner, Bremen das MS OSTFRIESLAND gebaut, der 6. Binnentanker für das Unternehmen, der erste von Julius Diedrich gelieferte. 1956, 1957 und 1960 folgten ihm die MS WESTFRIESLAND , MS NORDFRIESLAND und MS ALTFRIELAND. Danach wechselte Büttner zu anderen Werften.

 

Ab nun wurden bis in die späten 1990er Jahre jährlich 3 b8is 5 Neubauten abgeliefert, Fischkutter, Muschelsauger, Gütermotorschiffe und Binnentanker. Zwischendurch kamen dann und wann interessante Aufträge herein, wie Inselversorger, Saugbagger oder gar Forschungsschiffe.

Wichtige Auftraggeber sowohl für Neubauten wie auch für die jährlichen Wartungsintervalle wurden die Inselreedereien, insbesondere die BALTRUM-Linie, später auch die AG Norden-Frisia und die Reederei der Gemeinde Langeoog.

1966

Ablieferung des Inselversorgers MS BALTRUM II an die Baltrum-Linie

1969

Ablieferung des Inselversorgers MS BALTRUM IV an die Baltrum-Linie

1971

Ablieferung des Inselversorgers MS BALTRUM III an die Baltrum-Linie

1972

Ablieferung des Inselversorgers MS FRISIA X an die AG Norden-Frisia

1975

FS LITTONIA wurde an das IFM der Universität Kiel abgeliefert.

1976

Das Forschungsschiff FS SENCKENBERG wurde an das Senckenberg Institut Cuxhaven abgeliefert.

1977

Die Baltrum-Linie bekam den Neubau MS BALTRUM V

1978

FS K. PIRI REIS wurde an die Universität Izmir (Türkey) abgeliefert

1979

Langeoog IV

Nun wurden gleich zwei Seebäderschiffe abgeliefert und zwar an die Reederei der Inselgemeinde Langeoog : MS LANGEOOG III und MS LANGEOOG IV

1980

MS FRISIA IX ging als nächstes Insel-Fahrgastschiff / Inselversorger an die AG Norden-Frisia

1982

Das kleine Bereisungsschiff, aber auch als kleines Fahrgastschiff genutzt, MS BALTRUM IV wurde an die Baltrum_Linie übergeben.

1991

Reederei der Inselgemeinde Langeoog

Eine neue LANGEOOG II ging in die Hände der Reederei der Inselgemeinde Langeoog.
Und zwischendurch immer wieder GMS, TMS und Stahl-Fischkutter….. zuletzt noch eine ganze neue Flotte für den gegenüber an der Ems gelegenen Fischerort Ditzum, genauer für die Familien Bruhns und zwar auf Rechnung der Meyer-Werft als Ausgleich für den Verlust ihrer Fanggründe in der Unter- und Außen-Ems durch die Baggerungen und den Bau des Sperrwerks für die Überführung der großen Kreuz-Liner.

1995

STIENE BRUHNS an Anton Bruns

1996

HENRIETTE, AMISIA und JAN an J., B. Und R. Bruhns sowie MATTHILDE BRUNS an Anton Bruhns & Söhne

1998

Als Familienunternehmen blieb die Firma bis zu diesem Jahr in Familienbesitz…….Im April traf es dann auch die Diedrich-Werft.
Am 2.4.1998 meldete die Presse……

 

Die Julius Diedrich Schiffswerft in Oldersum hat Konkurs beim Amtsgericht Leer angemeldet. Betroffen sind 44 Mitarbeiter. Auf einer Betriebsversammlung erhielten sie die Kündigung und konnten gleich nach Hause gehen…….Noch im vergangen Monat hatte der Betrieb die FRISIA I nach einer umfangreichen Modernisierung abgeliefert aber adäquate Folgeaufträge waren aber nicht in Sicht ………

 

An Gesprächen zur Bildung einer Auffanggesellschaft beteiligten sich so illustre Unternehmen wie die Meyer-Werft, die Baltrum-Linie, die AG Norden-Frisia und auch die Auricher Rolf Janssen GmbH, (die auch später im Jahre 2003 bei der Rettung der Emder CASSENS-Werft eine Rolle spielen sollte).
Nach anfänglichem Scheitern der Gespräche konnte der Ostfriesische Kurier aber bereits am 18. April 1998 vermelden, dass sich eine Gruppe von sechs Unternehmen gefunden haben, die zu gleichen Teilen die Diedrich-Werft übernehmen und zunächst auch mit Aufträgen versorgt. 20 der 44 Mitarbeiter können damit weiter beschäftigt werden.
Die Papenburger Großunternehmen – Meyer-Werft (Schiffbau) und Joh. BUNTE (Bauunternehmen mit damals noch eigener Flotte an schwimmendem Gerät), die Gebr. Neumann, Emden  Bauunternehmen), Rolf Janssen, Aurich (Elektrotechnik) , Baltrum-Linie, Baltrum und nach längerer Zeit des Zierens auch die AG Norden- Frisia gründeten die Auffanggesellschaft Schiffwerft Diedrich GmbH & Co.KG i. G. und zogen das Land Niedersachsen, den Landkreis Leer und die Gemeinde Oldersum ins Boot um gemeinsam die Traditionswerft auf ein festes Fundament zu stellen.
Gemeinsam mit der Unterstützung der regionalen Unternehmen, insbesondere mit Aufträgen der Anteilseigner, schaffte das Team um Geschäftsführer Wolfgang Boomgarden den Weg in eine „neue,  sichere Zukunft“.

2006

Im Mai übernahm Jens Schädler (ein Enkel des Gründers) die Geschäftsführung und setzte neue Zeichen. Schädler, der sich für seine verantwortungsvolle Aufgabe durch Langstreckenläufe und Triathlon-Teilnahmen fit hält, ist zuversichtlich, dass die Schiffswerft Diedrich auch wieder neue Schiffe bauen kann und wird. Neueinstellungen werden die Folge sein – im Umfeld von Nordseewerke und Meyerwerft sicher kein leichtes Unterfangen.

2008

Mitte des Jahres wurde auf der Diedrich-Werft wieder ein Neubau auf Kiel gelegt. Allerdings werden die Einzelteile nicht auf der Werft geschnitten, dennoch stellt der Neubau eine besondere Herausforderung an die Werft und ihre Mitarbeiter…

 

Die AG Norden-Frisia stellt sich den Herausforderungen des Windkraft-Offshore-Geschäfts und lässt einen Versorgungs-Katamaran bauen. Die Teile kamen als Bausatz von einer australischen Werft in Containern nach Oldersum. Das Konzept basiert auf einer Konstruktion des australischen Ingenieurbüros Global Marine Design, das für derartige Katamarane bekannt ist.

2009

2009

Ablieferung des Offshore-Catamaran WIND FORCE I an die neu gegründete Offshore-Abteilung der Reederei A,G. NORDEN FRISIA


Quellen

weitere Quellen / Literatur


weitere Links


Zusammenhang


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