Bugsier-, Reederei- und Bergungsgesellschaft mbH & Co. KG
Bugsier-, Reederei- und Bergungsgesellschaft mbH & Co. KG
GründungslandDeutschland
StammsitzHamburg
HauptgeschäftSeeschifffahrt / Schlepper
Gründungsjahr1866
aktueller StatusName aktiv – im Besitz von Fairplay
letzte Aktualisierung 2017

Weitere Flaggen aus der Firmengeschichte – nur weil hier keine Abbildungen sind, heißt das nicht, das es keine anderen Flaggen gab – sie fehlen dann aber in der Sammlung


Bugsier-, Reederei- und Bergungsgesellschaft mbH & Co. KG

6. Januar 1866

Am 6. Januar gründeten mehrere Hamburger Segelschiffreeder die Aktiengesellschaft „Vereinigte Bugsir-Dampfschiff-Gesellschaft“ mit dem Ziel Schiffe sicher zum Liegeplatz zu assistieren.
Die Reederei wuchs schnell zum grössten Schleppbetrieb Hamburgs heran.

6. November 1895

Nach dem Zusammenschluss mit weiteren Unternehmen und der Ausweitung des Bugsier- und Bergungsgeschäfts wurde die Reederei mehrmals umbenannt bis sie seit 06.November als Bugsier-, Reederei- und Bergungsgesellschaft firmiert. Die Gesellschaftsform wechselt durch die Jahre.

24. Januar 1920

24. Januar 1920

Für Lütgens & Reimers bestand in den ersten Nachkriegsjahren kaum Hoffnung auf eine bessere Zukunft, so dass man die Firma am 24. Januar an die HAPAG abgab. HAPAG hatte bereits zuvor Anteile an der BURGSIER und Bergungs AG übernommen, der schon damals führenden Schleppreederei im Hamburger Hafen.

1921

Die Familie Schuchmann aus Geestemünde/Bremerhaven erwirbt in den Jahren 1921 – 1926 die Majorität der Aktien der Bugsier-, Reederei- und Bergungs- AG

1922

Bugsier-, Reederei- und Bergungsgesellschaft mbH & Co. KG

Die HAPAG hatte ihre Seeschlepper an die BUGSIER abgegeben und beschränkte sich auf das Hafen- und Assistenzgeschäft, das in den Händen von Lütgens & Reimers blieb. Bis 1925 wurden neun Neubauten zwischen 130 und 450 PS für dieses Arbeitsgebiet in Auftrag gegeben.

Januar 1926

W. Schuchmann GmbH & Co. KG

Im Januar übernahm der Geestemünder Reeder Behrend Schuchmann die Geschäftsleitung der Bugsier und führte die Reederei erfolgreich durch die schweren Zeiten nach dem Ersten Weltkrieg. Unter seiner Leitung entwickelte sich das Unternehmen bis heute zu einer der führenden Schlepp- und Bergungsreedereien Deutschlands.

1933

Die Weltwirtschaftskrise traf auch den Hamburger Hafen schwer. Erst ab etwa 1933 trat eine Besserung ein, so dass auch die Assistenzschlepper besser ausgelastet werden konnten.

1952

Hans E. W. Berndt

Die vier Hamburger Schlepp- und Assistenz-Reedereien Petersen & Alpers, Lütgens & Reimers, Fairplay und die Neue Schleppdampfschiffahrtsreederei Louis Meyer  schlossen sich zur ARBEITSGEMEINSCHAFT DER SCHLEPPDAMPFSCHIFFS-REEDEREIEN FÜR DEN HAMBURGER HAFEN zusammen.
In Konkurrenz zur AG trat die BUGSIER zunächst mit Hans E. W. Berndt zusammen auf. Später zog sich Berndt wieder auch sein angestammtes Gebiet, den Kohlenhandel und die Kohlenfahrt zurück und die BUGSIER setzte die Seeschiffsassistenz allein fort.

1955

Lütgens & Reimers charterte von der BUGSIER deren BUGSIER 6 und 15, die bereits von der Brücke aus gefahren wurden. Mit diesen Schleppern wurden die Besatzungen für die neuen Fahrzeuge trainiert.

1956

Erste Räumung des Suez Kanals mit den Hebeschiffen „ENERGIE“ und „AUSDAUER“ sowie den Schleppern „HERMES“ und „WOTAN“

1958

W. Schuchmann GmbH & Co. KG

Schuchmann hatte seinen Aktien-Anteil an der HAPAG derart aufgestockt, dass er nun Mehrheitsaktionär war. Diesen Umstand nutze er dazu, die gesamte Aktivität von Lütgens & Reimers auf seine BUGSIER zu übertragen und zudem vertraglich festzulegen, dass L&R sich für 10 Jahre aus der Seeschiffassistenz zurückzuziehen hatte.

1967

Auftrag zum Bau der legendären Hochseeschlepper „OCEANIC“ und „ARCTIC“

1974

Zweite Räumung des Suez-Kanal mit den Kränen „THOR“ und „ROLAND“ dazu die Schlepper „BUGSIER 26“ und „HERMES“

1994

1994

Jetzt, noch vor der Jahrtausendwende wurden Hapag und Lütgens & Reimers „Geschichte“, als Hapag-Lloyd sich aus dem Schleppgeschäft zurück zog und die Schleppreederei an die URAG verkaufte, die ihrerseits später an die Thesenfitz-Gruppe ging.
Das Bundeskartellamt genehmigte allerdings zunächst nur einen Teil-Verkauf an die URAG. 80 % durfte die URAG bekommen, 20 % gingen an die BUGSIER. Auch T&S – mittlerweile verselbständigt, aber doch noch ein HL-Unternehmen, ging diesen Weg – 80 % an die BUGSIER und 20 % an die URAG.

2002

Aufnahme des Festmacherdienstes in Bremerhaven unter dem Namen Bugsier Mooring Service

2004

Im Jahre 2004 tauschten die BUGSIER und die URAG die Minderheitsbeteiligungen untereinander und übernahmen die Betriebe jeweils zu 100 %.

 

Lütgens & Reimers agiert unter ihrem alten Traditionsnamen als 100-%ige URAG-Tochter.
Die T&S hingegen verschwand vom bereinigten Markt – wurde auf Bugsier verschmolzen.

 

Die URAG-Töchter RF Reedereigemeinschaft Forschungsschiffahrt GmbH und Wiking Helikopter Service GmbH werden ebenso wie Lütgen & Reimers als URAG-Töchter unter dem Dach der Linnhoff-Gruppe weitergeführt.
Die RF- und WIKING-Logos wurden modernisierten, unverändert wird Lütgens & Reimers unter dem alten Logo weiterbetrieben.

2008

Die Bugsier Reederei betreibt heute eine Flotte von 23 See- und Hafenschleppern und stellt als Mitglied im Rahmen der „ARGE Küstenschutz“ den Bergungsschlepper „Oceanic“. Des weiteren werden drei Ölbekämpfungsschiffe durch Bugsier bereedert und sie verfügt ausserdem noch über den Bergungskran „Enak“ sowie 3 Seepontons.

2010

Im Rahmen der Aktivitäten in der Arbeitsgemeinschaft Küstenschutz wird der Notfallschlepper „NORDIC“ für 10 Jahre an die Bundesrepublik Deutschland verchartert.

2011

Im Rahmen der Aktivitäten in der Arbeitsgemeinschaft Küstenschutz wird der Notfallschlepper BALTIC (120 t Pfahlzug, 16,5 kn Geschwindigkeit) für 10 Jahre an die Bundesrepublik Deutschland verchartert.

2017

Das Bundeskartellamt hat Geldbußen in Höhe von insgesamt rund 13 Mio. Euro gegen drei Hafenschleppdienstleister und deren Verantwortliche verhängt.
Bei den Unternehmen handelt es sich um die Fairplay Schleppdampfschiffsreederei Richard Borchard GmbH, Hamburg, die Bugsier-, Reederei- und Bergungs GmbH & Co. KG, Hamburg, und die Petersen & Alpers GmbH & Co. KG, Hamburg. Gegen das ebenfalls an den Absprachen beteiligte Unternehmen Unterweser Reederei GmbH sowie dessen Tochtergesellschaft Lütgens & Reimers GmbH & Co. KG wurde kein Bußgeld verhängt, weil sie das Kartell gegenüber dem Bundeskartellamt aufgedeckt hatten. Gegen das Unternehmen Neue Schleppdampfschiffsreederei Louis Meyer GmbH & Co. KG, das inzwischen aus dem Markt ausgetreten ist, wurde aus Ermessensgründen kein Bußgeld verhängt. Die Ermittlungen gegen ein weiteres Unternehmen sind noch nicht abgeschlossen.

Mai 2017

Fairplay Schleppdampfschiffs-Reederei Richard Borchard GmbH

Im Mai vereinbarten die Bugsier-, Reederei- und Bergungsgesellschaft und die Fairplay Reederei eine Absichtserklärung zur Übernahme von Bugsier durch Fairplay im Jahr 2017.

2. Juni 2017

Die Kieler Nachrichten schreiben:

 

Ein Vorvertrag zwischen den Eignerfamilien Schuchmann (Bugsier) und Borchard (Fairplay) wurde unterzeichnet. Die kartellrechtliche Prüfung steht aber noch aus. Nach der Zusammenführung soll der Firmenverbund mit mehr als 100 Schiffen im „nordeuropäischen Raum eine starke Präsenz zeigen“, teilten die Unternehmen mit. Durch die Bündelung soll das Angebot für die großen Reedereien in den Häfen verbessert werden und gleichzeitig das Preisniveau für Schleppaufträge wieder
stabilisiert werden.

15. November 2017

Die Presse meldet:

 

„Die Schleppreedereien Fairplay und Bugsier haben sich zusammengeschlossen. Die Übernahme von Bugsier erfolgt dabei unter der Führung von Fairplay, jedoch „auf Augenhöhe mit dem neuen Partner“. Fairplay wird die Geschäftsführung stellen, die Marke Bugsier bleibt weiterhin bestehen.“

 

Durch die Fusion wollen Fairplay und Bugsier eine noch breitere Abdeckung in einem Großteil der stark frequentierten Häfen gewährleisten. Mit einer Flotte von über 100 Schleppern, rund 700 Beschäftigten und ca. 45 Auszubildenden gehört Fairplay zu den größten Schleppreedereien Europas.


Quellen

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