Büsumer Werft
Büsumer Werft
GründungslandDeutschland
StammsitzBüsum
HauptgeschäftSchiffbau – See
Gründungsjahr~1919
aktueller Statuserloschen 1986
letzte Aktualisierung 2008


Weitere Flaggen aus der Firmengeschichte – nur weil hier keine Abbildungen sind, heißt das nicht, das es keine anderen Flaggen gab – sie fehlen dann aber in der Sammlung

Büsumer Werft

Flagge ab 1976

BÜSUMER WERFT GmbH - Flagge bis 1976

Flagge bis 1976


BÜSUMER WERFT GmbH

1902

Erste Aufzeichungen über einen Schiffbau in Büsum. Die erste Werft wurde auf dem Gelände des heutigen Tonnenhofes errichtet.

1925

Verlegung des Werftstandortes und Bau erster Fischkutter aus Holz.

1936

Der Schiffbauer Wilhelm Sielaff und seine Frau Emmi, eine geborene Büsumerin, übernehmen die Werft. Man fertigt zu dieser Zeit hauptsächlich für die Marine.

1944

Feiert die Wilhelm Sielaff sein 25jähriges Berufsjubiläum

1945

Bombenangriffe auf Büsum mit schweren Schäden auch auf der Werft.

1946

Aus vorhandenem Material wird erster Kutter-Neubau betrieben. Ansonsten stellt sich die Werft voll auf den Bau von Kümos ein.

15. April 1950

Dieser erste Kümo „Gretchen Vollmers“ läuft am 15.04.1950 vom Stapel.
Pro Jahr verließen nun 4 – 5 neue Schiffe die Werft – Kümos, Kutter und Spezialschiffe

1957

schrittweiser Umzug in das östliche Hafengebiet, das neu erschlossen wurde.

1958

Der Umzug ist abgeschlossen und das 30. Kümo wurde auf Kiel gelegt.
Am 20. Januar bricht in aller Frühe ein Großbrand in der Tischlerei aus, die von dem Feuer völlig vernichtet wird.

14. April 1961

Am 14.04 feiert die Büsumer-Schiffswerft W.&E. Sielaff ihr 25 jähriges Jubiläum

1. Oktober 1963

1. Oktober 1963

Am 1.10. d. J. Übernahme der Büsumer Werft durch den Hamburger Reeder Alnwick Harmstorff, der 1953 bereits die Schlichting-Werft in Travemünde übernommen und auf Stahlschiffbau umgestellt hatte.

Da die Schlichting Werft eine Komplettwerft war – sie verfügte über Projektabteilung, Konstruktionsabteilung, Akquisitionsabteilung, Einkaufsabteilung usw. wurden diese Abteilungen in Büsum geschlossen.
Die Büsumer Werft GmbH wurde ein reiner Fertigungsbetrieb. Die Flagge wurde der, der Schlichting-Werft nachempfunden.

1964

Aus der Konkursmasse der Schlieker-Werft wird eine Brennschneidemaschine angekauft und von der AG WESER ein 25-ts-Kran. So konnte die Sektionsbauweise eingeführt werden – Hallen-Vormontage und außen zusammenfügen.

1967

die Werft konzentriert sich auf hochwertige und grössere Schiffe. Kümos mit denen man jahrelang in Büsum Geld verdiente werden nicht mehr gebaut. Das erste Ro/Ro Schiff entsteht in Büsum.

1968

Es werden vier Kühlschiffe für den dänischen Reeder Niels Blaesbjerg gebaut, den späteren Gründer der Reederei Project-Carriers, die ein unrühmliches Ende nahm.

Deutsche Industrie Werke Aktiengesellschaft DIW

Der Hamburger Reeder Alnwick Harmstorff übernimmt die die Deutsche Industriewerke, Berlin.

1969

Die Werft ist voll ausgelastet und benötigt dringend Arbeitskräfte – die ersten „Gastarbeiter“ aus der Türkei werden eingestellt.

1970

wird mit MS „TROPIC EVE“ das erste Containerschiff abgeliefert, dem mit MS „UNIT SCAN“ der erste Schwerlastfrachter folgt.

1972

Harmstorf übernahm die kleine Schiffswerft Evers in Niendorf/Ostsee.

1973

werden drei Frachter eines neuen Typs abgeliefert, bei einer Vermessung von 1399 BRT tragen diese Schiffe 3600 Tonnen, sind 80,5 Meter lang und 13,6 Meter breit (die Schleuse ist 13,7 Meter breit !).
Dieser neue Typ bewährt sich und es gibt eine grosse Nachfrage nach diesen Schiffen. Weitere Schiffe mit 1599 BRT und 4200 tdw grösser als die Vorgänger stellen die Werft vor ein neues Problem: die vorhandene Slipanlage reicht für diese Schiffe nicht aus. Eine Vergrösserung der alten Helling scheidet bei den schlechten Bodenverhältnissen aus Kostengründen aus. Für geringe Mehrkosten wird daher die neue Helling gebaut.

30. Januar 1974

am 30.01. findet der erste Stapellauf von dieser Helling statt. Statt die Schiffe wie bislang auf Wagen langsam in ihr neues Element zu überführen, werden sie hier auf einer schiefen Ebene aufgelegt und rutschen auf dieser schiefen Ebene herunter. Am Ende der Ablaufbahn fallen sie ins Wasser.

1975

1975

Philip Holzmann wird beauftragt, einen verbindlichen Preis für ein neues Sperrwerk zu errechnen. Als Ergebnis präsentiert die Firmengruppe Holzmann/Griese den Vorschlag, einer integrierten Schleusen/ Sturmflutsperrwerk-Lösung. Damit könnte auf kostensparende Weise die Schleuse auf eine Breite von 22 Meter verbreitert werden.

1976

Flensburger Schiffbau- Gesellschaft mbH & Co. KG

Harmstorf übernahm nun auch noch die Flensburger Schiffbau Gesellschaft. Die Werftengruppe konnte sich durch ihre Entwicklungen zunächst gegen die Billigkonkurrenz aus Polen etc. behaupten.

1. Oktober 1977

Am 01.10. wird das 75 jährige Bestehen der Werft gefeiert. Die Flaggen wurden unter ein einheitliches Design gebracht

1978

Die Werftenkrise ist jetzt unübersehbar. Harmstorff jongliert mit Aufträgen zwischen Büsum und Travemünde und kann so die Werft in Büsum zu 80 % auslasten.

1979

Es muss Kurzarbeit angemeldet werden – Die Kutterproduktion wird wieder aufgenommen

1980

Immer mehr Spezialschiffe werden gebaut – Müllverbrennungsschiffe – Productentanker.

1982

Die neue Büsumer Schleuse geht in Betrieb.
Die Werft bekommt ein eigenes Schwimmdock – Tragfähigkeit : 10.000 Tonnen.

1985

Bis kurz vor dem „Aus“ zeigen die Büsumer Schiffbauer noch einmal all ihr Können. Mehrere Schiffe werden in Büsum teilweise im Dock, teilweise an Land verlängert.

30. September 1986

Am 30. September um 15:30 Uhr endet die letzte Schicht auf der Büsumer Werft, nachdem der Mutterkonzern einen Vergleich beantragt hat. Die Büsumer Werft und auch die Schlichting Werft in Travemünde werden daraufhin „abgewickelt“.

1987

Ganz zum Erliegen ist die Werftentätigkeit in Büsum jedoch nicht gekommen: Am 2. März nimmt die „Timm Metallbau & Schweißtechnik“ (ab April 1995 “Büsumer Werke GmbH Metallbau”) den
Betrieb auf, es sollen aber nur Reparaturarbeiten durchgeführt werden; außerdem leitet Reimer Landberg schon seit 1982 seine eigene Werft auf ehemaligem Büsum-Werft-Gelände, er hat sich auf
Schiffsreparaturen und vor allem -umbauten spezialisiert.


Quellen

weitere Quellen / Literatur


Zusammenhang


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