BAYERISCHER LLOYD AG, Regensburg
BAYERISCHER LLOYD AG, Regensburg
GründungslandDeutschland
StammsitzRegensburg
HauptgeschäftBinnenschifffahrt – deutsch
Gründungsjahr1913
aktueller Statusaktiv
letzte Aktualisierung 2020

Weitere Flaggen aus der Firmengeschichte – nur weil hier keine Abbildungen sind, heißt das nicht, das es keine anderen Flaggen gab – sie fehlen dann aber in der Sammlung

BAYERISCHER LLOYD AG, Regensburg

übliche Flagge doppelt – genäht
in 25 x 15 cm deutsches Produkt

BAYERISCHER LLOYD AG, Regensburg

Seide – einfach – gedruckt
von Gärtner, A-Mittersill

BAYERISCHER LLOYD AG, Regensburg

festeres Material, einlagig bedruckt


Bayerischer Lloyd AG

29. Juli 1913

Gründung der BAYERISCHER LLOYD SCHIFFAHRTSGESELLSCHAFT mbH, Regensburg am 29.07. in München

22. April 1914

Erteilung der Konzession zum Betrieb der Schifffahrt auf der Donau am 22. April durch König Ludwig III.

1917

Umwandlung in BAYERISCHER LLOYD SCHIFFAHRTS-AKTIENGESELLSCHAFT
Die Reederei verfügte zu dieser Zeit bereits über einen Schiffspark von 116 Einheiten, die sich folgendermaßen zusammensetzten:
19 Dampfschlepper
1 Gütermotorschiff
2 Motor-Tankschiffe
79 Güter-Schleppkähne
15 Tank-Schleppkähne
Die Zugkraft der Flotte betrug rund 9.000 PS, die Tragfähigkeit rund 100.000 Tonnen.

1918

1918

Ur-Flagge des Bayerischen Lloyd

Bild von H. Heilmeier vom Arbeitskreis Schiffahrts-Museum Regensburg e.V.

 


 

Verlust von rund 60 % der Tonnage und rund 70 % der Zugkraft im 1. Weltkrieg.
Wiederaufbau unter neuer Flagge – Der Donaulöwe ersetzt das Königswappen

1920

Schifffahrtsrechte für die gesamte Donau sind nach Verhandlungen in Belgrad, Prag und Bukarest gesichert.

1921

Bereits in diesem Jahr konnte mit dem Wiederaufbau der Flotte begonnen werden. Der größte Teil der neuen Flotte entstand auf den Regensburger Werften. Gleichzeitig begann man, die Landanlagen in Regensburg, Passau, Wien und Budapest modern auszubauen.

1940

Während des 2. Weltkrieges wurde fast der gesamte Schiffspark des BL in die sogenannte „Donau-Betriebsgemeinschaft“ einbezogen. Das waren im Jahre 1940:
die 9 Raddampfer:

BAYERN –Bj. 1921/1.400 PS –

DEUTSCHLAND – Bj. 1921/1.480 PS

ELBE – Bj. 1916/550 PS –

MÜNCHEN – Bj. 1923/800 PS –

PASSAU – Bj. 1921/380 PS
REGENSBURG – Bj. 1922/750 PS –

RHEIN – Bj. 1916/550 PS –

RUTHOF – Bj. 1923/800 PS

STAUSS – Bj. 1922/750 PD
die 6 Schraubendampfer:
FRITZ – Bj. 1922/650 PS –

ISAR (ex Agathea) – Bj. 1908/350 PS –

LUDWIG – Bj. 1922/650 PS
NECKAR (ex Nikolaus) – Bj. 1908/450 PS –

ULM (ex D VI, ex Joachim) – Bj. 1907/350 PS
WEICHSEL – Bj. 1935/130 PS
das Schraubenmotorschiff:
DANZIG (ex Uhu) – Bj. 1931/700 PS. Danzig war das erste Schubschiff auf der Donau.

1945

Erhebliche Verluste im 2. Weltkrieg. Der Totalverlust in %: Zugkraftverlust. 47,6 %, Tonnageverlust: 62,5 %. 158 Schiffseinheiten wurden zerstört – Einrichtungen und Vermögenswerte im Ausland gingen verloren. Die Anlagen in Regensburg und Passau hatten schwerste Schäden erlitten. Die noch verbliebenen 98 schwimmenden Einheiten wiesen schwerste Schäden auf, waren zum Teil gleich als Totalschaden zu kassifizieren.
Bis 1948 ruhte der Schiffsverkehr auf dem deutschen Donauabschnitt völlig.

1948

Im September kam die Schiffahrt – zunächst zögerlich – wieder in Gang. Der BL musste sich aber zunächst auf den Streckenabschnitt von Regensburg bis Linz beschränken.
Wiedersehensfahrten zwischen Passau und Linz. Fast 3. Mio. Passagiere drängen auf die Schiffe des Bayerischen Lloyd.

1951

1951

Auf der Donau, vor allem in den Regensburger Hafenbecken und auch bei Wallner in Deggendorf lagen viele Tankkähne ohne Beschäftigung fest. Auf dem Rhein hingegen herrschte – gerade in der Tankfahrt – bereits Hochkonjunktur. Mit den Neubauten kamen die Werften nicht so schnell nach.
Beim Bayrischen Lloyd in Regensburg fasste man den Entschluss, 10 Tankschiffe aus Regensburg an den Rhein zu „verlegen“. Da es noch keinen RMDK gab, war diese „Verlegung“ nur auf dem Landwege möglich.
Zunächst wurden die Schiffe nach Ingolstadt geschleppt, wo sie – nachdem die 12.000 Nieten je Schiff entfernt worden waren – per Schneidbrenner jeweils in vier Teile geschnitten wurden. Dann wurden die Teile auf Tieflader verladen. 4 Teile eines Schiffs = 4 Tieflader x 10 Schiffe = 40 Tieflader = 40 Transporte. 40 x von Ingolstadt auf der Autobahn nach München, um München herum, dann über die Autobahn von München nach Mannheim – nur nachts und nur mit 20 km/h. In Mannheim schließlich wurden die Schiffsteile wieder zusammengefügt. So kamen die Schiffe des BL auf den Rhein. Allerdings wurden nur sechs Einheiten – BL 710, BL 713, BL 716, BL 725, BL 737, BL 1101 – für den BL in Fahrt gesetzt. Die anderen vier wurden zur Deckung der enormen Transport- und Werft-Kosten an Haniel verkauft.
Die BL-Kähne sollten nach Fertigstellung des RMDK auf dem Wasser zurückgeführt werden.

1953

Der Bayerische Lloyd erhielt die Erlaubnis wieder bis Wien zu fahren. Erste Tank- und Güterkähne erreichen wieder Wien.

1957

1957

Nach langwierigen Verhandlungen ist die Befahrung der gesamten Donau wieder gestattet.
1962 Abkommen mit der sowjetischen Donauschifffahrt SDP zum Aufbau eines gemeinsamen Donau-See-Verkehrs.

1965

Die letzten beiden Raddampfer des BL wurden aus der Fahrt genommen. RHEIN wurde im österreichischen Korneuburg und ELBE in Deggendorf abgewrackt und verschrottet.

1966

Am Stichtag 1, Januar bestand die Flotte des BL bereits wieder aus:
12 Motor-Schlepper
11 Gütermotorschiffe
61 Güterkähne
13 Tankkähne
3 Sonderfahrzeuge
Die Zugkraft betrug zu der Zeit 19.000 PS, die Tragkraft 70.000 Tonnen.
Gemäß der internationalen Gepflogenheiten auf der Donau tragen die Güter- und Tank-Kähne des BL drei- und vierstellige Nummern. Die 650-t-Kähne beginnen ihre Serie mit „BL 101“ usw., die Tankkähne (meist zwischen 750-900 t Tragfähigkeit) mit „BL 701“ usw., die Kähne mit 1.000 t und mehr sind 4-stellig und beginnen mit „BL 1011“. Motogüterschiffe lauten auf „Express 1 bis 7)

Die auf dem Rhein eingesetzten Einheiten wurden in diesem Jahre verkauft, so daß sich die Rückführung auf die Donau erübrigte.

1968

Beitritt zum Bratislaver Abkommen.

1970

Kooperation mit FENDEL/RHENUS – Gründung der RHENUS-BAYERISCHER LLOYD G.m.b.H.

1971

Gründung der VRS – Vereinigte Reeder und Spediteure GmbH, Nürnberg gemeinsam mit Rhenus AG, W.T.A.G. und C.F.N.R.

1978

Rhenus AG, Holzwickede

Übernahme der Aktienmehrheit durch RHENUS-WTAG AG und Firmenänderung in BAYERISCHER LLOYD AG

1982

Gründung des deutsch-bulgarischen Gemeinschaftsunternehmens DLM – DONAU LLOYD MAT GmbH und Aufnahme eines RoRo-Verkehrs auf der Donau.

1988

75 Jahre BAYERISCHER LLOYD AG

1991

Gründung mehrerer Gemeinschaftsunternehmen zusammen mit Unternehmen aus Bulgarien, Rumänien, der Tschechoslowakei und der Ukraine

1997

Unternehmensgruppe Gerhard Meier AG

Übernahme (zusammen mit der 1. Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft AG) durch die Logistikgruppe Gerhard Meier AG in Regensburg und Neuaufstellung.

2000

Donau Dampfschiffahrtsgesellschaft

Der Bayerische Lloyd wurde auf die DDSG verschmolzen.

4. Juli 2007

Neueintrag des Bayerischen Lloyd im Handelsregister (Amtsgericht Regensburg HRB 10608)

 

Laut Website (abgerufen am 06. März 2021) : seit 2008 – Neuorganisation  der Bayerischer Lloyd AG als mittelständische Familienholding


Quellen

weitere Quellen / Literatur


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Zusammenhang


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