The Asian Spirit Steamship Company GmbH & Cie. KG, Rickmers, Hamburg
The Asian Spirit Steamship Company GmbH & Cie. KG, Rickmers, Hamburg
GründungslandDeutschland
StammsitzHamburg
HauptgeschäftSeeschifffahrt
Gründungsjahr2015
aktueller Statusaktiv
letzte Aktualisierung 2019

Weitere Flaggen aus der Firmengeschichte – nur weil hier keine Abbildungen sind, heißt das nicht, das es keine anderen Flaggen gab – sie fehlen dann aber in der Sammlung


The Asian Spirit Steamship Company GmbH & Cie. KG

2015

2015

Die Rickmers-Linie war hoch verschuldet – ca. 1 Mrd. – und die Banken, allen vorweg die HSH-Nordbank, verweigerten weitere Kredite. Bereits zu diesem Zeitpunkt, exakt am 21. Oktober gründete Bertram Rickmers eine zweite Holding, die Verwaltungsgesellschaft ASS (Hamburg) mbH. Nur wenig später bereits wurde die The Asian Spirit Steamship Company GmbH & Cie. KG in das Handelsregister eingetragen.

2016

Während der Ausverkauf der deutschen Containerflotte scheinbar kein Ende nimmt, hat Bertram Rickmers als einer von wenigen hiesigen Reedern bereits 2016 neue Schiffe bestellt. Die chinesische Werft Mawei Shipbuilding liefert ab diesem Jahr eine Serie von acht Container-Feederschiffen an die neue Rickmers-Reederei »The Asian Spirit Steamship Company« (ASSC) mit Sitz an der Hamburger Außenalster.

2017

2017

Binnen weniger Wochen war im Sommer die Insolvenz einer der größten deutschen Reedereien besiegelt. Nachdem die HSH Nordbank ein Sanierungskonzept abgelehnt hatte, musste die Rickmers Holding AG Insolvenz anmelden.

Die Shipmanagement-Aktivitäten wurden schließlich von der Bremer Zeaborn-Gruppe übernommen. Die Rickmers-Linie war zuvor bereits an die gleiche Adresse verkauft worden.Während die HSH Nordbank im Jahr 2017 anderen Hamburger Reedern wie Heinrich Schoeller oder Bernd Kortüm einen Schuldenschnitt gewährt hatte, kannte sie bei Bertram Rickmers letztlich kein Pardon. So wurden er und seine damalige Reederei zum wohl
prominentesten Opfer einer Krise, die nach 2008 weite Teile der deutschen Schifffahrt tief getroffen hat.

2019

Doch der Spross einer alten Schifffahrtsdynastie mit Wurzeln auf Helgoland und in Bremerhaven startet jetzt ein Comeback. Die vergangenen Ereignisse sind abgehakt. Zunächst sicherte er sich bei der Übernahme der Shipmanagement-Sparte von Rickmers durch Zeaborn eine Beteiligung, die er allerdings kürzlich an den Bremer Bauunternehmer Kurt Zech, Eigner der Zeaborn-Gruppe, veräußert hat. Außerdem hält er etwa 20% am MPP-Zweig Zeamarine, der aus dem Zusammen- schluss von Zeaborn Chartering mit dem US-Konkurrenten Intermarine entstanden ist. Der Blick richtet sich aber längst auch auf andere Projekte – acht Eco-Feeder aus China…

 

Die ersten beiden Neubauten der ECO16-Klasse mit nominell 1.162 TEU (16.000 tdw) sollen bereits im April in Dienst gestellt werden und sich zu zwei älteren Einheiten gesellen, die es bereits vorher im Bestand gegeben hat. Der Rest folgt sukzessive bis 2021. Weitere zwei Schiffe der gleichen Baureihe gehen an MTT aus Malaysia. Die Feeder sind vornehmlich für das Fahrtgebiet Intra-Asia konzipiert, können aber auch in der Karibik oder im Mittelmeer fahren und sind somit weltweit einsetzbar. Sie gehören zu den modernsten Schiffen ihrer Art und wurden von der Familie Rickmers ohne jegliches Bankengeld finanziert.

Bei einer Länge von 160 m und einer Breite von 24,61 m hat das Designbüro abh aus Emden dem Entwurf einen besonders geringen Tiefgang von maximal 7,50 m verpasst. Gleichzeitig verfügen die Feederschiffe über eine extrem hohe Tragfähigkeit. »Sie haben eher die Kapazität von 1.700-TEU-Schiffen«, sagt Bertram Rickmers im Gespräch mit der HANSA.

 

Gründer Bertram Rickmers gibt sich bei ASSC inzwischen mit der Rolle des Chairman und Hauptgesellschafters zufrieden. An der ASSC hält Rickmers laut Unternehmensregister nur eine Beteiligung von 41,5 Prozent. Seine drei Kinder sind mit je 19,5 Prozent beteiligt. Das operative Management der Firma hat er seinem langjährigen Getreuen Ulrik Kriete und seinem Sohn Rickmer Clasen Rickmers überlassen. Das jüngste von drei Kindern ist nach sieben Jahren in Asien bei Bengal Tiger Lines, Navis Chartering und Rickmers Shipmangement nunmehr nach Hamburg
zurückgekehrt.

Mittelfristig sei ein Ausbau der Flotte auf 20 bis 30 Containerschiffe angedacht, mit einem klaren Fokus auf Feeder. Diese sollen künftig nach Möglichkeit mit institutionellen Co-Investoren finanziert werden und nicht – wie bisher – ausschließlich mit dem Kapital der Familie Rickmers. Und man will sich im Markt von den Wettbewerbern absetzen. »Wir werden agieren wie ein Startup: schnell, flexibel und effizient«, sagt Geschäftsführer Ulrik Kriete. Über den Bau von zwei weiteren »Spezialschiffen« werde bereits verhandelt.

 

Befrachtet werden die Schiffe »in house«. Das technische Management der ersten beiden Neubauten wurde dagegen an Jebsen Shipping aus Jork vergeben. Die Reederei aus dem Alten Land hatte sich in einem Auswahlverfahren gegen ein knappes Dutzend Wettbewerber durchgesetzt, darunter auch gegen große, weltweit operierende Shipmanager. »Sie haben das attraktivste Angebot vorgelegt«, sagt Clasen Rickmers.




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