Abeking & Rasmussen Schiffs- und Yachtwerft GmbH & Co. KG
Abeking & Rasmussen Schiffs- und Yachtwerft GmbH & Co. KG
GründungslandDeutschland
StammsitzLemwerder
HauptgeschäftSchiffbau – See
Gründungsjahr1907
aktueller Statusaktiv
letzte Aktualisierung 2014

Weitere Flaggen aus der Firmengeschichte – nur weil hier keine Abbildungen sind, heißt das nicht, das es keine anderen Flaggen gab – sie fehlen dann aber in der Sammlung

Abeking & Rasmussen Schiffs- und Yachtwerft GmbH & Co. KG
Abeking & Rasmussen Schiffs- und Yachtwerft GmbH & Co. KG


Abeking & Rasmussen Schiffs- und Yachtwerft GmbH & Co. KG

Henry „Jimmy“ Rasmussen (1877 – 1959)

Bootsbauer, Yachtkonstrukteur, Werftunternehmer, war der „Grand Old Man“ des deutschen Segelsports

 

Henry Rasmussen aus Svendborg, Dänemark, ist sicherlich der einflussreichste und bedeutendste Konstrukteur im klassischen deutschen Yachtsport. Nicht nur, dass sein Name für unzählige klassische Yachten steht, die an seinem Reißbrett entworfen und auf „seiner“ Werft Abeking & Rasmussen entstanden sind, sondern sein Name ist auch untrennbar verbunden mit der Verbandsarbeit auf nationaler und internationaler Ebene, besonders seit den 20 Jahren bis zu seinem Tod 1959.

 

Er hat nicht nur Yachten nach bestehenden Rennformeln konstruiert, sondern auch aktiv Formeln und Bootsklassen entwickelt, so z.B. die KR-Formel, die im Nachkriegsdeutschland den Yachtsport bestimmte.

 

Schon zu Zeiten seiner Tätigkeit beim Bremer Vulkan konstruierte Rasmussen (1877-1959) eine Sechssegellängen-Yacht, die dann bei Lürssen gebaut wurde. Oder nachfolgend als Betriebsleiter der neu
gegründeten Nordseewerke Emden zeichnete er weitere Yachten und Jollen.

1907

entschloss er sich dann, sich mit eigner Werft dem Yachtbau zu widmen und gründete mit Georg Abeking (1881-1970) als einem finanzstärkeren Partner in Lemwerder die bekannte Werft Abeking & Rasmussen.

1908

konnten bereits 16 Fahrzeuge abgeliefert werden.

1909

also zwei Jahre nach Gründung hatte die Werft bereits 54 Yachten gebaut. Das Bauprogramm entwickelte sich schnell, nicht zuletzt durch die eleganten Entwürfe des Konstrukteurs Rasmussen.
Da Rasmussen, selbst ein begeisterter Segler, regelmäßig die Segelwochen im In- und Ausland besuchte, knüpfte er schnell Kontakte zu den damals besten Seglern, bes. in den damaligen int. R-Klassen.

1914

Bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges hatte die Werft nahezu 500 Fahrzeuge abgeliefert, darunter die 12mR Yacht „Skeaf“ und mehrere 75qm Nat. Kreuzer. Im Krieg baute die Werft Dienstfahrzeuge
für die Kaiserliche Marine.

1918

Nach dem Krieg gelang es Rasmussen, vor allem ausländische Kunden aus dem skandinavischen Raum und auch aus Übersee zu gewinnen.

1927

konnte die Werft vierzehn 10mR-Yachten für New Yorker Segler bauen, was der Werft in den Staaten enormes Ansehen verschaffte, so dass in den nächsten Jahren große Aufträge von der Werft abgewickelt werden konnten, u.a. sechs 12mR-Yachten, elf 8mR-Yachten sowie 61 Einheitsklassenboote der Atlantic-Klasse.

 

Als die Star-Boote als internationale Klasse auch in Europa bekannt wurden, baute Rasmussen eine große Anzahl. Ebenso zahlreiche Jollen für die olympischen Klassen O-Jolle und 12qm Sharpie.
Berühmte Seglernamen, wie Dr. Lubinus, Krupp, E. Laeisz und viele andere, bestellten regelmäßig ihre Yachten bei A&R.

1931

Georg Abeking zog sich aus dem Unternehmen zurück, das so in den Alleinbesitz von Rasmussen gelangte. So berühmte Yachten wie die Krupp’sche Germania III oder der 150qm Seefahrtkreuzer Jucunda III für O. Lampe (Kiel) und die 12mR-Yachten für deutsche Eigner begründeten das Image der Werft.

1938

Im Zweiten Weltkrieg wurden überwiegend Räumboote für die Marine geliefert.

1949

Nach der Währungsreform entstanden dann wieder ganze Serien von tadellos gebauten Yachten. Auch alte Kundennamen waren wieder dabei wie O. Lampe, Dr. Lubinus oder Krupp (Germania V und VI). Bauten für amerikanische Kunden – z.B. die 99 Schiffe umfassende Concordia-Serie – begründeten ebenso wieder den Ruf der Werft nach dem Zweiten Weltkrieg.

2. Juli 1959

Henry Rasmussen starb am 2. Juli, sein Enkel H. Schaedla führte und führt die bedeutendste deutsche Yachtwerft fort.

1969

Aus der Boots- und Yachtwerft wurde eine Schiffs- und Yachtwerft, die sich unter Einsatz der jeweils neuesten Technologien ganz hin zum Spezialschiffbau und dem Bau (sehr) großer Yachten erfolgreich weiter entwickelte. Angemerkt sei, dass auch schon in den ersten 50 Jahren des Bestehens der Werft-Output an Yachten sich auf nur 50% belief, ab den Sechzigern dann aber erheblich und zeitweise gegen Null zurückging.

1994

Neptun Industrie Rostock

Gegen Ende des Jahres fusionierten Teile der Neptun Industrie Rostock mit Abeking & Rasmussen und bildeten zusammen die neue Abeking & Rasmussen Neptun Boat Service GmbH. In den folgenden Jahren wurden Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten an über 600 Schiffen, vor allem für die deutsche Marine und deutsche Behörden, ausgeführt. Ziel der ersten Erweiterungsphase bis Ende 1996 war es, den Standort zu einer modernen Kompaktwerft auszubauen, einschließlich des Baus eines Hebewerks mit einer Tragfähigkeit von bis zu 1.500 Tonnen. In der zweiten Erweiterungsphase von 2003 bis 2006 wurden die Produktionshallenflächen durch den Bau von vier weiteren Werfthallen auf 10.000 m2 erweitert.

 

Die Gesamtfläche beträgt dadurch 50.000 m2 und hält zusätzlich 70.000 m2 Erweiterungsfläche vor. Im Rahmen dieser Ausbaustufe wurde das größte 5-Achs-CNC-Fräsenzentrum in Europa errichtet. Für den Bau großer Bauteile aus Kunststoff und den Formenbau für Yachten, entstanden zwei unabhängig voneinander arbeitende Fräsportale für die Bearbeitung von Bauteile von bis zu 73 m x 14 m x 7 m.

1995

Auch heute gehören hochwertige Segel- und Motoryachten bis hin zu Megayachten von mehr als 800 t Verdrängung zum Bauprogramm von A&R.
Als einer der Pioniere im Bau von großen Aluminiumrümpfen bietet A&R auch Spezialschiffe wie z.B. Seenotrettungskreuzer und Lotsenfahrzeuge.

1996

Mit dem Bau der SWATH-Katamarane konnte A&R seine erste schnelle Katamaran-Fähre abliefern.
Auf dieser Basis wurden auch die neuesten Lotseneinheiten – Basis-Katamaran ELBE und die Tender DUNEN, DÖSE und WANGEROOGE gebaut. Diesen Typschiffen folgten z. B. Für niederländische Rechnung, einige Nachbauten.
Im Marineschiffbau ist A&R auf schnelle Patrouillenboote sowie hauptsächlich auf Minenbekämpfungsfahrzeuge spezialisiert. A&R war als einzige der deutschen Werften direkt oder indirekt an allen Minensuchprogrammen der Deutschen Marine beteiligt und auch im Export dieser Schiffsgattung die erfolgreichste deutsche Werft.

2000

Ein besonderer Betriebszweig ist die „Faserverbundproduktion“, die, durch militärische Anforderungen entstanden, inzwischen A&R zum größten deutschen Hersteller von Rotorblättern für Windkraftanlagen gemacht hat.

22. Juni 2009

Am 22. Juni wurde ein Rechtsformwechsel von der GmbH & Co., KG in eine nicht-börsennotierte Aktiengesellschaft vollzogen. Gleichzeitig übergab Inhaber Hermann Schaedla die Firmenleitung an seinen Sohn Hans-Michael und wechselte in den Aufsichtsrat.


Quellen

weitere Quellen / Literatur


Zusammenhang


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