Es konnten hier nur wenige Punkte angerissen werden. Wer mehr wissen möchte... der Bremer Rhederverein hat
eine gute Chronik herausgebracht, die bei der Geschäftsstelle erworben werden kann.
Die Aufnahme zeigt im Vordergrund das Banner der Hafenstadt Leer mit dem schönen Stadtwappen, links daneben
die Flagge des Nautischen Bund FRISIA an der FH. Neben den Flaggen dreier Schiffsfinanzierern und zweier
nicht mehr existierende Werften, sind hier die Flaggen "fast" aller Reeder aus Leer (und Neermoor)
abgebildet. Weiß jemand noch eine fehlende Flagge ?
Die nebenstehende Aufnahme zeigt neben den Flaggen zweier Harener Werften die Flaggen der überwiegenden Zahl Harener
Reedereibetriebe - leider aber haben noch nicht alle Harener Flaggen zur Sammlung gefunden.
Die drei emsländischen Oberzentren - Haren - Leer - Papenburg präsentiert mit
www.mwe.de - eine interessante
Seite zu Wirtschaft und Freizeit in der Region.
Die DSR-SENATOR-Geschichte in Stichworten unter wahlfreier Präsentation der entsprechenden Flaggen.
SENATOR-Lines gehen - unter Beibehaltung der Flagge der DSR-SENATOR-Lines -
als Tochter von HANJIN ((10 % liegen bei Laeisz, weitere 10 % bei der Bremer BIG) ab Bremen wieder ihren eigenen Weg,
Die ehemalige Staatsreederei der DDR hat damit aufgehört zu existieren.
Ein interessantes und vielleicht gar nicht so bekanntes Stück aus der "Rickmers-Geschichte" soll hier im Bild
vorgestellt werden.
Ganz interessant ist auch einmal zu sehen, welche deutschen Reeder in den Häfen und weltweit auf See
die " Kraftbullen " beschäftigen.
Da das Equipment der zuvor präsentierten deutschen Schleppreeder überwiegend in den Seehäfen an den
deutschen Küsten beschäftigt ist, ist wohl angezeigt, daß auch die Tischflaggen der deutschen
Seehäfen bzw. deren Betriebe - soweit sind in der Sammlung sind - hier zur Präsentation kommen.
Wurden lange Zeit an diese Stelle die Hausflaggen einiger deutscher Hafenverwaltungen gezeigt, so sollen
nun, nachdem ich mich etwas tiefer informiert habe, die Flaggen der Unternehmen gezeigt werden, die die Häfen betreiben.
Das Foto zeigt von vorn rechts in etwa in Reihen nach hinten links die Flaggen der Seehafen-Betreiber in
einer gewissen Folge.
Der neue, sich im Bau befindliche Jade-Weser-Port hat aus Kostengründen noch keine Flagge in Auftrag gegeben.
Schade eigentlich, denn das Logo ist gut gelungen und würde sich in der Sammlung sicher gut herausheben.
An dieser Stelle soll aber auch einmal in die "historische Kiste" gegriffen werden......
Sämtliche Reedereien, deren Flaggen hier gezeigt werden, sind schon viele Jahre vom Markt.
Ist es schon problematisch die Flaggen dieser 20, 30 und mehr Jahre nicht mehr am Markt agierenden
Reedereien in die Sammlung zu bekommen, um so problematischer ist es, die Geschichte der Unternehmen
zu erforschen - es sei denn GUD hat sich schon darum gekümmert und man hat auch das passende Buch.
Obwohl alle gezeigten Reedereien zu den Traditions-Reedereien zu rechnen sind, existieren noch vier von ihnen, allerdings
unter anderen Logos oder Vorzeichen - die HADAG (Hafenschiffahrt), Willy Bruns (als Fruchthandel), A. Kirsten (ist im
Containerhandel und in Versichungen tätig), sowie die Conti als Nachfolgerin der COSIMA-Reederei.
Aber auch diese Unternehmen waren es schon wert, ihre Geschichte niederzuschreiben.
...und dann wollen wir noch einen Schritt in die Vergangenheit tun..... in ein Gewerbe, das das in den frühen
80er Jahren vom Markt verschwand - die "deutsche ! " Hochsee-Fischerei. 1986 wurde
dann noch einmal mit der DEUTSCHE FISCHFANG UNION ein Unternehmen der Hochsee-Fischerei gegründet, maßgeblich
aus der NORDSEE (heute frozen fish) heraus, die ihre Schiffe in die Flotte der DFFU einbrachte. Aber auch die DFFU
ist mittlerweile Geschichte, verlegte nach Bremerhaven und ist nun als german seafrozen in isländischen Händen.
Alle diese Flaggen aus der Hochseefischerei sind heute schon Relikte der Vergangenheit und es wird immer schwieriger, Fischerei-Flaggen
in die Sammlung zu bekommen.....
Am 1. März des Jahres 1884 fanden sich 35 Bremische Reeder zusammen und gründeten, nach dem Vorbild
des bereits im Jahre 1837 gegründeten Vereins Hamburger Rheder, den " Verein der Rheder des Unterwesergebietes ".
Die Bremische Handelsflotte zählte zu dieser Zeit 356 Seeschiffe - allesamt Segelsschiffe wie derzeit üblich.
Zum ersten Vorsitzenden wurde Hermann Henrich Meier, Mitbegründer des Norddeutschen Lloyd, gewählt.
Im Jahre 1890 bestand die Bremer Seeflotte aus 212 Segelschiffe und die Zahl der Dampfschiffe war bedreits
auf 130 angestiegen.
Der Erste Weltkrieg (1914-1918) bremste die positive Entwicklung der bremischen Handelsschiffahrt.
Bei Ausbruch des Krieges verfügte die Bremische Flotte über 446 Schiffe mit fast 1,5 Mio BRT.
Als die englische Seeblockade der Nordseezugänge ab November 1914 den Schiffsverkehr behinderte, stellten
die bremischen Reedereien ihre Dienste ein.
Am 30. Januar 1918 erfolgte die Umbenennung des " Verein der Rheder des Unterwesergebietes " auf den noch heute
gültigen Vereinsnamen " Bremer Rhederverein ".
Im Zweiten Weltkrieg (1939-1945) erlitt die bremische Flotte schwere Verluste. Was nicht kriegszerstört
oder requiriert war, musste nach Kriegsende (7./8. Mai 1945) von Dezember 1945 bis Mai 1946 als Reparationsleistung
an die Alliierten abgeliefert werden. Der Bau neuer Seeschiffe war bis 1951 nicht erlaubt.
Im Jahre 1966 waren es die Bremischen Häfen in denen der erste für Deutschkand bestimmte Container
angelandet wurde. Ein damals ungeahnter Boom, an dem Bremerhaven noch heute in ungeheurer Weise partizipiert, nahm seinen Lauf.
Als der Bremer Rhederverein 1984, mit 22 Mitgliedern sein 100jähriges Jubiläum feierte, fuhren noch
150 Schiffe unter Bremer Flagge.
Aufgabe des Bremer Rhedervereins ist es heute, im 125. Geschäftsjahr, wie schon zur Gründung im Jahre 1884
sich für optimale Rahmenbedingungen am Schifffahrtsstandort Bremen einzusetzen und die positive Entwicklung der
Bremer Reeder zu begleiten und zu unterstützen. 27 ordentliche Mitgliedsfirmen zählt der Verein in
diesem Jubiläumsjahr. Von 26 der Mitglieder werden hier die Hausflaggen gezeigt.... die letzte - es ist die
Bremer Landesbank - kommt vielleicht auch noch zur Sammlung ?.....
und nach eigenen Angabe, nach Hamburg der
zweitgrößte Schiffahrts-standort Deutschlands...
Vor 20 Jahren hätte noch niemand diese
rasante Entwicklung vorausgesehen.
Auslöser für diesen Boom waren in erster Linie Kapitäne
aus Leer und umzu. Alfred Hartmann, Hermann Buss, und der Ditzumer Roelf Briese. Auch aus "dem Fehn"
zogen Kapitäne nach und stärkten so den Schiffahrtsstandort Leer, der mit dem Institut Seefahrt an der FH
(früher als Seefahrtschule bekannt) auch für den eigenen Nachwuchs sorgt.
Zudem wird auf dem
MS EMSSTROM der GGT Emsstrom mbH (in Trägerschaft u. a. auch der Leeraner Reeder) seemännisches Personal
ausgebildet. Eine autarke Schiffahrtslandschaft also, die aber auf der homepage der Stadt Leer weitestgehend
totgeschwiegen wird - sehr, sehr schade eigentlich. Immerhin bereedern 17 Reedereien von Leer aus ca. 350 Seeschiffe.
Heute bereedern 23 Reedereien mehr als 260 moderne Seeschiffe, die weltweit eingesetzt werden.
Die Stadt Haren (Ems) ist dabei zum drittgrößten Reedereistandort Deutschlands aufgestiegen.
Daneben befahren 45 Harener Binnenschiffe das Wasserstraßennetz innerhalb Europas. Abgerundet wird der
maritime Wirtschaftsbereich durch drei leistungs-fähige Werften sowie durch verschiedene Fachbetriebe u.a.
aus den Bereichen Schiffselektrik, Schiffsinnenausbau, Schiffs- und Industriebedarf.
1987 - der ehemalige HAPAG - LLOYD - Vorstand Karl-Heinz Sager gründete in Bremen die SENATOR-Lines.
1952 - die Regierung der DDR gründete die Deutsche Seereederei Rostock -DSR-
1974 - fusionierte die DDR die beiden Staatsreedereien DSR und DEUTFRACHT zum VEB "Deutfracht / Seereederei Rostock".
1989 - wurde nach der politischen Neuordnung die DSR von der Treuhand übernommen.
1993 - übernehmen die Hamburger Kaufleute Horst Rahe und Nik. W. Schües (Reederei Laeisz) die DSR.
1990 - die Zusammenarbeit mit der SENATOR-Lines endet in einer Fusion mit der DSR.
Zunächst wurde als Hausflagge die DSR-Schornsteinfarbe gefahren, bis man, nach einer einzigen Tischflaggenauflage,
das SENATOR-Logo in die DSR-Farben einfügte.
1997 - übernimmt die koreanische HANJIN-Reederei 80 % der Reederei.
1998 - erfolgt die Trennung von DSR und SENATOR.
Nikolaus W. Schües übernimmt den Schiffahrtsbereich und geht wieder nach Hamburg
(Laeisz nennt aber Rostock als Hauptsitz).
Die DSR wird von Horst Rahe übernommen, bekommt ein neues Logo und wird als Holding für eine diversifizierte Gruppe weitergeführt.
Die alte HANSA-Linie war in den Besitz der DSR-SENATOR-Lines gekommen und übernahm zunächst die Funktion einer
"Unter-"-Holding. In 2004 gründeten die DSR-Holding und die INTERORIENT Ltd. (Limassol) die INTERHANSA
Reederei AG, Rostock in der die HANSA-Linie aufging.
Der "ARKONA-Vogel" des Touristik-Bereiches der DSR-SENATOR-Gruppe in der gezeigten Version ist
mittlerweile auch Geschichte.
Die Familie Rickmers war seit je her der China-Spezialist. Die Flotte war auf die speziellen Bedürfnisse
ausgelegt, persönliche Verbindung bis in höchste Spitzen bildeten das Fundament für ein
kleines Rickmers-Monopol.
Bereits 1969 wird die Rickmers-Linie aber auch Agentur der staatl. Reederei COSCO der VR China.
1974 als die Rickmers-Linie mit HAPAG-LLOYD fusionierte, wurde die Claus Rickmers KG gegründet, die im
Jahre 1986 zusammen mit der Cosco (aktuelle Flagge links-aussen) die Agentur COSRICK (Flagge rechts-innen) gründete.
Im Jahre 1996 wird die COSRICK zu 100 % von der China-Ocean-Shipping-Co. übernommen und in Cosco-Germany
umgewandelt.
Im Jahre 1986 kam die SINOTRANS (Flagge rechts-aussen) nach Deutschland und bediente sich ebenfalls der Claus Rickmers KG als
Agenten. Gemeinsam gründete man die SINORICK (Flagge rechts-innen).
Ebenfalls im Jahre 1996 wandelte SINOTRANS (China National Foreign Trade Transportation) die Agentur in
SINOTRANS-Germany um - beide Rickmers-Agenturen hörten auf zu existieren.
Zu sehen sind die Flaggen der Betriebe von :
Lütgens & Reimers, Hamburg * Bagger-u. Bugsier, Rostock * Ems-Schlepper, Emden *
Ems-Offshore, Leer * Emder Schlepp Betrieb, Emden * HL-Transport & Service, Bremerhaven * Elb-Clearing, Stade *
Harms-Bergung, Fairplay, Bugsier, Neue Schlepp/Louis Meyer, Petersen & Alpers, sämtlich Hamburg *
Midgard, Nordenham * Johansen, Lübeck * Jade-Dienst, Wilhelmshaven * KVAG, Kiel * Transport & Service,
und SBU, beide in Bremerhaven * SFK Schlepp + Fähr, Kiel * Hans Schramm, Brunsbüttel * Heinz Schumacher,
Elsfleth * die U.R.A.G., Bremen, * P.W. Wessels, Emden und schließlich Taucher-Wulf, Cuxhaven.
Hier werden 24 Flaggen vorgestellt, die die deutsche Schlepp-und Bugsier-Reederschaft repräsentieren, mit Ausnahme
der Ewerführereien, aktuell und die vergangenen Jahre abdeckend.
Verwaltungen und Betreiber
Unter dem Dach der Niedersachsen-Ports (N-Ports) sind das (für die ersten 7 Häfen)
1.) für Papenburg - Schulte & Bruns GmbH & Co. KG
2.) für Leer - die Städtischen Hafenbetriebe GmbH
3.) für Emden - die E.V.A.G. GmbH
4.+ 5.) für Wilhelmahaven und Nordenham - die (RHENUS-) MIDGARD GmbH & Co.KG
6.) für Brake - J. Müller (-Gruppe)
7.) für Cuxhaven - CUXPORT GmbH - eine (RHENUS / HHLG-Partnerschaft)
weiter dann.....
für Bremen + Bremerhaven - bremenports GmbH & Co. KG
für Hamburg - Hafen Hamburg Marketing GmbH
für Brunsbüttel - die Hafengesellschat Brunsbüttel GmbH & co KG
für Flensburg - Chr. Jürgensen - Brink & Wölffel GmbH
für Kiel : Die Flagge des Hafens der "Heimatstadt" der Kieler Woche
fehlt als einzige in der Reihe der Betreiber.
für Lübeck - die Ostseehafen Lübeck GmbH
für Wismar - die Seehafen Wismar GmbH
für Rostock - Neu : die Rostock Ports - Hafen-Entwicklungsgesellschaft mbH. (HERO)
für Stralsund - die Stralsunder Hafen- und Lagerhaus GmbH
und schließlich für Sassnitz auf Rügen - die Fährhafen Sassnitz GmbH
Hier nun einige Flaggen aus dieser Zeit - allen voran die Fischereischule Cuxhaven, die NORDSEE, die DFFU,
die Deutsche Seefischerei, die NORDSTERN, Julius Pickenpack und die Hochseefischerei Bremerhaven.
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oftmals ergeben erst mehrere Objekte ein Ganzes