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Tischflaggen - Neuzugänge in der Vorstellungen
Auf dieser Seite werden ausschließlich Flaggen vorgestellt, die für www.MarCollect.de© vom Alltäglichen abweichen.



Kanal-Verkehr AG, Ruhrort (31.07.2009) Flagge der erloschenen niederländischen Vulcaan N.V. Rotterdam

Der liebe " Partner im Hobby ", der www.MarCollect.de© schon mit so mancher äußerst seltenen Tischflagge versorgte, hat einmal wieder tief in die Raritätenkiste gegriffen. Fundstück : die ca. 65 Jahre alte Tischflagge der Kanal-Verkehr AG (Bildmitte) einer Gründung der "Hermann-Göring-Werke AG, heute : SALZGITTER AG, aus dem Jahre 1942.
Die Hermann-Göring-Werke verfügten seinerzeit bereits über eine starke Gruppe von 13 Unternehmen fü Transporte aller Art unter dem Dach der Winschermann GmbH. Eine spezielle Binnenschiffahrtsfirma war jedoch nicht dabei. Zur Versorgung der Werke mit Massengut : Kohle und Erze, war es aber zwingend erforderlich eine leistungsfähige Binnenschiffahrt zu installieren.
Am 25.4.1942 wurde in Berlin, mit Sitz Braunschweig und Niederl. Ruhrort, die Kanal-Verkehr AG gegründet.
1967 wurden zur Sicherung der Maktstellung die Schifffahrts- und Speditions-Interessen des Salzgitter-Konzern gebündel insoweit, als man die Schiffahrt ( Kanal-Verkehr AG ) und die Straßen-Verkehre ( Winschermann GmbH ) auf die " Winschermann-Transport GmbH " fusionierte. ( Winschmann GmbH : linke Flagge - Winschermann-Transport GmbH / WINTRANS - rechte Flagge )
1989 wurde die Salzgitter AG von der Preussag übernommen, die die VTG mit in den neuen Großkontern einbrachte.
1991 erfolgte dann logischerweise eine Zusammenlegung der Unternehmen zur VTG-Wintrans.
1995 VTG-Wintrans ging in der ebenfalls zum Konzern gehörigen Lehnkering AG auf - alle Namen und alle Logos und Flaggen waren nur noch Geschichte..........


Wenn es läuft, dann läuft's sagt man.......und so ist es.
Dank eines lieben Freundes, der sich von der Vulcaan-Flagge trennte, kann diese alte Geschichte dargestellt werden.
August Thyssen gründete über seine eigene Bank in den Niederlanden im Jahre 1910 die Handels- und Transpoort Mij. um seine Stahlwerke im Bereich des heutigen Duisburg kostengünstig mit Erzen versorgen, und Kohlen für den Export abtransportieren zu können.
Zu besseren Vertretung der hauptsächlich im westdeutschen Industrierevier gelegenen Geschäftsinteressen der Handels- en Transpoort Maatschappij VULCAAN N.V., wird seitens dieser Firma in Ruhrort die DeNeSuH gegründet, die Deutsch-Niederländische Schiffahrts und Handelsgesellschaft m.b.H. (rechte Flagge)
1939 verfügt die VULCAAN über 20 Dampfschlepper und 75 Schleppkähne (!) mit einer Gesamt-Tragfähigkeit von etwa 100.000 Tonnen.
Nach dem 2. Weltkrieg wird die VULCAAN nicht requiriert, weil Gründer nicht Thyssen war, sondern seine niederländische Bank und damit die VULCAAN aus niederländischem Vermögen stammt.
1957 beginnt die VULCAAN auch mit der Schubschiffahrt und steigt 1963 in die Tankschiffahrt ein, aus der 1964 zusammen mit van Ommeren die CHEMGAS N.V. gegründet wird, die heute zur Duisburger Jägers-Gruppe gehört.
1968 fusioniert die VULCAAN mit der Nederlandsche Rijnvaart Vereeniging zur EWT Europese Waterweg Transporten. EWT, um das abschließend noch zu erwähnen, wurde 2003 von der ThyssenKrupp-eigenen Hausreederei VEERHAVEN B.V. Rotterdam übernommen.



Noord-Brabant (27.06.2009) Flagge der beiden Noord-Brabant-Unternehmen aus Holland und Deutschland

Man könnte die Geschichte fast überschreiben :
"Ein Name = zwei Geschichten."
Aber eigentlich sind es doch zwei Geschichten, oder besser - eine zweigeteilte Geschichte.
Der Niederländer Willem G. Mosterdijk arbeitete ab 1969 als Befrachter bei der längst erloschenen holländischen Befrachtungsfirma TROMP B.V.
1978, nur wenige Jahre nachdem ihm dort Prokura erteilt worden war, machte er sich 1980 mit einem eigenen Befrachtungsunternehmen selbständig, dem er 1983 den Namen "Noord-Brabant Rotterdam B.V." gab.
1989 verkaufte er sein Unternehmen in den Niederlanden und ging nach Deutschland, nach Duisburg, um sich dort mit der" Noord-Brabant Schiffahrts GmbH" erneut auf eigene Füße zu stellen. 1991 verlegte er den Sitz des Geschäftes dann nach Bad Essen an den Mittelland-Kanal.

Das Rotterdamer Unternehmen arbeitet nun unter der wunderschönen linken Flagge, das Bad Essener Unternehmen unter der stilvollen rechten Flagge - und beide im gleichen Segment.
Der Betrachter möge urteilen : ist das nicht eine erwähnenswerte Geschichte ?


Es gibt Tage, da könnte ein gestandener Sammler vor Freude heulen......

Wenn der geneigte Besucher einmal die Seite "Flaggen-Geschichte" besucht und dort bis ans Ende scrollt, dann sieht er warum und warum jeder andere Sammler gewarnt wird, solchen Frefel zu wiederholen.

www.MarCollect.de© wähnte diese Flagge auf ewig verloren...... Aber erstens kommt es immer anders, als man zweitens denkt......

Ein Bekannter aus der Zunft der Vexillologen machte sich stark und intervenierte - und diese Intervention führte tatsächlich dazu, daß diese wirklich sehr schöne Flagge nach fast 20 Jahren doch wieder im Original zur Sammlung gestoßen ist.......

An dieser Stelle sei sowohl demjenigen ganz herzlich gedankt, der sich dafür einsetzte, daß die Flagge gefunden wurde und ganz besonders auch demjenigen, der sich freundlicherweise zu Gunsten www.MarCollect.de© von seiner Flagge getrennt hat .......ganz herzlichen Dank - beiden.......

Die Aufnahme zeigt rechts die Sca-Bras-Flagge, links die eine "Mutter" des Jointventures, die Flagge der Empresa de Navegacao ALIANCA S.A. und mittig die Flagge der anderen "Mutter" Lloyd Brasileiro, die nun auch schon lange Geschichte ist. Es ist schön, diese drei Flaggen wieder vereint in der Sammlung zu sehen......



Pastorino, Hamburg (07.02.2009) Eine recht alte Flagge, die der Binnne-Tankreederei Hugo Pastorino

.......und schon im Vormonat meinte es ein lieber Zeitgenosse gut mit www.MarCollect.de©
.......er wertete die Sammlung mit dieser schönen und recht seltenen Tischflagge auf.

Welches Unternehmen steckt dahinter - das war nun zu klären.......

Es ist Flagge der Binnenschifferfamilien Hugo, Alfred und Uwe Pastorino aus Hamburg - das ist sicher.
1958 kam von der Arminius-Werft das TMS HUGO PASTORINO für Hugo Pastorino Erben und Alfred Pastorino in Fahrt und wurde 1977 an das damalige Schiffahrts- und Speditionskontor ELBE verkauft.
Bereits 1962 wurde - gleichfalls von Arminius - mit TMS UWE PASTORINO ein weiteres Tank-Motorschiff in Dienst gestellt. Eigner waren diesmal Uwe, Alfred und Margarethe Pasorino.
Dieser Tanker blieb bis 1982 für die Familie in Fahrt um dann nach Wörth am Main verkauft zu werden.

Das sind aber bisher auch die einzigen Fakten, die ermittelt werden konnten, sieht man einmal davon ab, daß Alfred Pastorino nach dem Verkauf der Tanker bei van Ommeren bzw. Vopak tätig war und Uwe Pastorino eine Führungsposition bei VTG-Lehnkering inne hatte. - Weiteres zur Unternehmensgründung und zum Ende der Firma ist bisher nicht bekannt.


Das "ausschließlich" der Kopfzeile muss hier ausnahmsweise ausser Kraft gesetzt werden......

www.MarCollect.de© erfuhr nämlich, daß einige Leeraner Reeder ihre Logos, die seit den frühen 80er Jahren durch ihre Farbgebung die Heimatverbundenheit dokumentierten, verändern wollen.

Nach der PHÖNIX-Reederei beginnt nun auch die Hartmann-Gruppe seit Jahresbeginn umzustellen.

www.MarCollect.de© stellt mit diesem Foto einmal zur Diskussion, welche Flagge wohl schöner ist........

Links die über 25 Jahre alte Hausflagge mit dem in den Farben Ostfrieslands auslaufenden h ...... wohl so viel sagen wollend wie "in Ostfriesland beheimatet "..... und
rechts die neue Flagge mit der Kompassrose und dem unscheinbareren h...... vielleicht so viel aussagend wie ......"in der Welt zu Hause" ....... ?

www.MarCollect.de© denkt - moderner ist nicht unbedingt auch schöner..........



HOESCH Reederei- u. Kohlenhandel GmbH (17.12.2008) Eine sehr alte Flagge der HOESCH Reederei u. Kohlenhandel GmbH

Hier eine nur noch äusserst schwer zu bekommenden Tischflagge - die der alten HOESCH Reederei und Kohlenhandel GmbH aus Duisburg-Ruhrort.

Dank eines lieben Freundes aus Ruhrort, wurde es doch noch möglich, diese Flagge in der Sammlung www.MarCollect.de© zeigen zu können.

Zur Geschichte ist noch nicht viel bekannt - die muss noch zusammengesucht werden.
HOESCH Reederei und Kohlenhandel GmbH entstand im Jahre 1956 aus der Fusion der alten Binnenreederei Georg Reitz GmbH, Mainz / Ruhrort mit der HOESCH Kohlenhandel GmbH und existierte - in welcher Form auch immer - wohl bis in die Wirtschaftskrise der 70er Jahre hinein.
In dieser Zeit kam es zu gravierenden Umstrukturierungen - Zusammengehen mit der Niederländischen Hoogovens-Groep und später die Fusion mit Fried. Krupp zur Krupp-Hoesch AG.
"Irgendwo in diesen Umbrüchen" ist die Hoesch Reederei und Kohlenhandel GmbH abgeblieben, nur wann und wo.?
Man betrieb auf jeden Fall in den 40er /50er Jahren Schleppzüge auf dem Rhein mit kleinen und große Schleppern, wie etwa dem Streckenschlepper RHEIN und dem Regionalschlepper MOSEL. Hiermit wurden die Kohleläger an der Rhein- und Neckar-Schiene, wie in Stuttgart, Frankfurt oder Karlsruhe beispielsweise beliefert.


Klöckner & Co. ist, oder besser "war" einer der großen und bekannten Ruhrkonzerne.
Bei Carl Spaeter zum Teilhaber aufgestiegen, gründete Peter Klöckner 1906 sein eigenes Unternehmen.
Eigene Steinkohle-Bergwerke, Hüttenwerke "u. a. in Haspe und Osnabrück, Drahtwerke u.v.a.m. ließen den Konzern viele Jahre eigenständig agieren - bis im Jahre 1988 der Konzern infolge vernichtender Spekulationsverluste im Rohoelgeschäft zerschlagen wurde.
Nachfolgeunternehmen sind heute der Klöckner & Co. Stahlhandel und Klöckner-Werke AG, die aber beide nichts mehr mit dem alten Konzern gemein haben.

Im Jahre 1921 entschloss man sich im Hause Klöckner unter dem eigenen Dach auch eine Binnenreederei und einen Kohlenhandel zu unterhalten. Das garantierte Unabhängigkeit für die Konzernbereiche "feste Brennstoffe", "Verkehr" und "Baubedarf".
So wurde 1 Jahr später - 1922 - die KRK - Klöckner Reederei & Kohlenhandel GmbH gegründet. Unter der abgebildeten Hausflagge waren die Binnenschiffe fortan mehr als 50 Jahre lang auf allen deutschen und europäischen Wasserstraßen unterwegs.
1926 - Bergarbeiterstreik in England - war das stärkste Jahr - 1,3 Mio. Tonnen Kohlen wurden exportiert.
1939 zählte KRK zu den "big five" des Ruhrkohlehandels.
1952 versuchte sich Klöckner auch in der Seeschiffahrt. Man übernahm die "Kölner-Reederei" und brachte einige Frachtschiffe in Fahrt. In den 60er/70er Jahren war diese "Episode" aber zu Ende.



Marlene & Günter Luwen Ruhrort (06.10.2008) Die Flagge der Luwen Personenschiffahrt Duisburg

Die hier gezeigte Flagge ist, obwohl die Firma noch am Markt ist, eine kleine Seltenheit.
Die heutige Firma Luwen hat ihren Ursprung im Jahre 1892, als Hermann Luwen in Ruhrort eine Kesselschmiede gründete. Luwen war der Erste, der in Deutschland die Schweißtechnik einführte. Er ließ seinen Betrieb eintagen als " Kesselschmiede, Elektroschweißerei, Maschinenfabrik und Schiffswerft. "
Nach Hermann Luwens Tod führte die zweite Generation das Unternehmen fort.
Unter dem Namen " Gebrüder Luwen " wurde neben dem Technischen Betrieb nun auch Schiffahrt betrieben. Es sind eine ganze Anzahl Schiffsnamen überliefert, wie die HERMANN LUWEN II, die 1923 aus Berlin angekauft wurde, oder ein "Halbsalonboot" das 1937 in den Niederlanden angekauft, umgebaut und als MS DEUTSCHLAND in Fahrt gebracht wurde. 1945 sank es durch Feindeinwirkung.
Heute noch tief in Erinnerung dürften aber die Personenschiffe WESTMARK I - in Fahrt bis 1951 - und WESTMARK II sein. Letztere war das "Räderschiff" MAINZ der Reederei Fendel, das Luwens aufkauften, auf der eigenen Werft umbauten, - es war das erste Fahrgastschiff der Welt mit VSP-Antrieben - und bis 1978 in Fahrt hielten. 1978 wurde WESTMARK II am Gründonnerstag, im Eisenbahnhafen liegend, durch Brandstiftung ein Totalschaden.
Hier am Eisenbahnhafen hatte das Unternehmen Luwen bis zur Mitte 2008 seinen Büro-Pavillon. Er musste dem Bauprojekt "Wohnen am Wasser" und den entsprechenden Baumaßnahmen weichen.


Bei der ARO-Flagge (ganz rechts) handelt es sich um recht seltenes Stück. ARO wird in der Literatur mit AVIA Reederei- und Oelhandel GmbH Osnabrück beschrieben.
Diese ARO wurde im Jahre 1962 von den Brüdern Wilhelm, Julius und Werner Beckmann in Osnabrück gegründet. Mit zwei Tankschiff-Neubauten der Europa-Klasse sollte das eigene Tanklager in Osnabrück versorgt werden. In den Jahren 1969 bis 1971 kamen drei weitere Tankschiff-Neubauten hinzu.
Die Kinder der Gründer wurde im Jahre 1969 als Kommanditiesten in die Gesellschaft aufgenommen.
Aufgrund unterschiedlicher Auffassungen wurde die ARO GmbH & Co. KG im Jahre 1985 liquidiert.

1986 gründete Uwe Beckmann, einer der Junioren, die Firma HANSATANK Schiffahrt- und Befrachtungs- Gesellschaft, kurz HTO (Hansa- Tank- Osnabrück) (Flagge links/rechts)
1999 wurde die HTL - HANSATANK Luxembourg S.a.r.l. gegründet (Flagge links/mittig), die die Geschäfte der HTO übernahm.
2001 wurde die HTL an Deutschlands größten Binnen-TANKreeder, die Jägers-Gruppe verkauft. Dort wird sie unter dem Namen HTL in der Jägers-Raute weiter betrieben. (Flagge links/links)

Die Beckmann-Gruppe zählt heute zu den führenden Mineraloel-Händlern in Europa. Sie betreibt neben dem Oel- und Flüssiggas-Handel "en-gros und detail" auch ein umfangreiches Tankstellen-Netz unter der Eigenmarke Q1.



RHENUS Aktiengesellschaft
Frankfurt (1912) (25.06.2008) Eine sehr alte Flagge mit dem Rhenus-Gründer-Logo

Die Rhenus Transport GmbH wurde am 13. November 1912 als gemeinschaftliches Unternehmen der Badische Actiengesellschaft für Rheinschiffahrt und Seetransport und der Rheinschiffahrts Actiengesellschaft gegründet. Der Name RHENUS ist die lateinische Bezeichnung für den Rhein. Der Sitz des Unternehmens wurde Frankfurt am Main. Es wurden Filialen in Mannheim, Mainz, Antwerpen und Rotterdam errichtet. Der Geschäftszweck war seinerzeit die Rheinschifffahrt.
Die Rhenus hat im Laufe der Jahre viele Wandlungen durchgemacht, gehörte zu Stinnes und zur VEBA, gehörte gehörte zu Schenker und zur Bundesbahn und heute ist sie unter dem Dach der RETHMANN-Gruppe.

Wir sehen auf der Abbildung : links die Flagge mit dem blauen R - das ist die alte Flagge der RHENUS AG Basel, rechts die Flagge mit dem schwarzen R das ist die Gründungsflagge der RHENUS AG, Mannheim und in der Mitte sehen wir die seit vielen Jahren aktuelle RHENUS Flagge mit dem stilisierten Schiff.
( Es gibt sie auch noch mit einem roten R - aber die ist leider noch nicht zur Sammlung gestoßen.)



Der Betrachtern wird sagen "...das ist doch die Flagge der britischen Palm-Line Ltd...".
Das war auch hier so angenommen worden und die Flagge wurde entsprechend registriert und archiviert.
www.MarCollect.de© kam aber im Rahmen seiner Arbeiten zu den Historien der Unternehmen die hinter seinen Flaggen stehen, (dank Gernd-Uwe Detlefsen) zu einem ganz anderen Ergebnis, nämlich, dass die Flagge eine deutsche ist und zwar aus den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Das bestätigt sich auch bei genauer Betrachtung von Tuch und Leine.
Die Oelhandels- und Transport- Gesellschaft mbH Bremen wurde im Jahre 1938 gegründet, hatte eine enge Beziehung zum UNILEVER- Konzern und ging auch später in diesem auf. Die beiden im Jahre 1953 mit Wiederaufbaumitteln bei Seebeck gebauten TD TEMA PALM und D SAPELE PALM kamen mit Heimathafen Bremen unter den Farben der Palm-Line in Fahrt und wurden aber erst im Jahre 1960 auf die Palm-Line Ltd übertragen. Die deutsche Firma erlosch mit der Übertragung.





DEA Deutsche Erdoel AG (10.06.2008) Flaggen der "ersten" DEA

"Diese" DEA, die Deutsche Erdöl AG wurde im Jahre 1899 zunächst als DTA - Deutsche Tiefbohr AG gegründet und im Jahre 1911, am 29.5., in DEA umbenannt. Die DEA hatte eine bewegte Geschichte - waren es doch die Zeiten in denen Erdöl zunächst als Leuchtöl und als Benzin an Bedeutung zu gewinnen begann. Auch der Steinkohle-Bergbau, in dem sich die DEA ebenfalls engagierte, stand noch in den Kinderschuhen. DEA war auch einer der Vorreiter bei den Versuchen aus Kohle fossile Treibstoffe zu destillieren.
"Diese" DEA ging im Jahre 1970 als Deutsche TEXACO im US-Konzern TEXACO auf.

1988 übernahmen die RWE die "Deutsche TEXACO GmbH" und taufte sie um in DEA Mineralöl GmbH
Die "neue" DEA bekam auch ein neues Logo - Flagge in Hintergrund zu sehen - das so begründet wurde :
DEA heißt im lateinischen so viel wie Göttin.....hieraus abgeleitet das Logo..... ein spitzes Dreieck mit den klassischen Gesichtszügen einer antiken Frauengestalt, von denen so etwas wie eine durch Linien markierte Licht-, Energie- und Wärmestrahlung ausgeht......
Ab 2002 wurde die "neue" DEA auf die SHELL fusioniert und verlor ihre Präsenz.


Die Geschichte des Commerzienrath Carl Lehnkering und seiner Lehnkering AG in Ruhrort bei Duisburg ist unter Präsentation von 12 verschiedenen Tischflaggen aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg auf der Seite "Tischflaggen Binnen" grob umrissen.

Nun taucht auf einmal ein bis dato unbekanntes, recht luxeriöses Banner auf, auf dem die Flagge der Jahre um 1973 abgebildet ist und unter ihr der Schriftzug
LEHNKERING Aktiengesellschaft.
(Zum Vergleich : Die erste (Hiß-)Flagge nach dem Kriege, die mit dem stracken L, sehen wir im Hintergrund rechts, die auch auf dem Banner abgebildete Nachfolgeflagge, bei der das L in Anlehnung an ein Kanalprofil "geschrägt" wurde, sehen wir hinten links.)

Wann, vor welchem Hintergrund und für welche Klientel diese Banner aufgelegt wurden, konnte bisher nicht geklärt werden.

Um so glücklicher darf sich www.MarCollect.de© schätzen, daß gerade in dieser Sammlung diese Rarität vorgestellt werden darf.




Ewald Berninghaus Werft
Ruhrort (16.05.2008) Flaggen der Werft Berninghaus, Ruhrort

Ende 1866 gründete Ewald Berninghaus in Duisburg eine Kesselschmiede. Über die Lieferung von Schiffskesseln kam er mit dem Schiffbau in Verbindung. 1869 nahm er, zunächst nur zur Durchführung von Schiffsreparaturen, eine Hellinganlage in Betrieb. Sein Sohn Casper Berninghaus baute das Unternehmen von 1885 bis 1933 weiter aus.
1929 wurde der Betrieb durch den Erwerb der Kölner Zeigwerft der Gebr. Sachsenberg erheblich erweitert. Der Schiffsneubau begann 1873 in Duisburg mit einem 300 PS Raddampfer. Schrauben- und Radschlepper, letztere mit bis zu 1400 PS Antriebsleistung, bildeten bis etwa 1925 den Schwerpunkt der Schiffbau-Aktivitäten. Aber auch zum Ausbau der Ausflugsschifffahrt auf dem Rhein trug Berninghaus erheblich bei. 1883 lieferte er als erstes Schiff hierfür den Salon-Raddampfer "BISMARCK". 1964 entstand mit dem Kabinenschiff "NEDERLAND" das erste einer größeren Zahl von Fahrgastschiffen, mit denen mehrtägige Reisen von Rotterdam bis Basel durchgeführt werden konnten.
In Ergänzung des alle Typen umfassenden Binnenschiffsprogramms nahm die Berninghaus-Werft in Köln ab 1934 auch den Bau von Küstenmotorschiffen auf.
Nach und nach verlagerte sich der Schwerpunkt des Schiffbaus auf die Werft in Köln, während in Duisburg der Kessel-, Behälter- und Apparatebau ausgebaut und 1965 der Schiffbau aufgegeben wurde.
Die Krise in der Binnenschifffahrt ereilte die Berninghaus-Werft 1976, als sie ihre Pforten schließen musste.
Die Berninghaus-Werften stellten 820 Schiffe fertig, davon 29 Seeschiffe mit 7630 BRT. Von den gelieferten Binnenschiffen waren 257 Fahrzeuge mit eigenem Antrieb.
Quelle : Karl Scherf, Ruhrort


Der Konzern der Harpener Bergbau AG wurde 1856 in Dortmund gegründet. Um eine möglichst frachtgünstige Transportmöglichkeit für ihre geförderten Kohlen zu erhalten, gründete der Konzern 1904 eine eigene Reederei mit Verwaltungssitz und Reparaturwerkstätten in Ruhrort am Vinckekanal. Die Schifffahrtsabteilung ist aus der 1875 gegründeten "Bergbau und Schiffahrt AG Kannengiesser" hervorgegangen, die bereits 1892 das Schifffahrtsunternehmen "Johann Farber" aus Duisburg übernahm. Somit stand schon zum Zeitpunkt der Gründung ab 1907 eine beachtliche Flotte zur Verfügung.
Mit übernommen wurden die Farben schwarz-weiß-rot von Kannengiesser, die an Bug und Heck der Schiffe viele Jahrzehnte zum Bild des Rheinstromes und des Ruhrorter Hafens gehörten.
Soweit bekannt, fuhren die Motorschiffe unter der schwarz-weiß-roten, die Schleppschiffe unter der weiß-blauen Flagge mit Hammer und Schlägel.
Im Jahre 1969 brachte Harpen sein gesamtes Bergbau-Vermögen in die Ruhrkohle AG ein. Im Firmenbesitz blieb u. a. die Reederei. Die Schifffahrtsaktivitäten liefen später unter dem Namen "Harpen Transport AG". (Die Harpen-Transport-Flagge ist im Hintegrund zu sehen)
Nach dem Aktionärswechsel im Jahre 2002 wird auch ab 1. Januar 2004 die Konzernzugehörigkeit durch erneute Namensänderung dokumentiert. "Harpen Transport AG" ist nun in die "Häfen und Transport AG", kurz genannt, "HTAG" eingegliedert worden. Diese ist 100%ige Tochtergesellschaft der "Häfen und Güterverkehr Köln AG“, kurz genannt "HGK". Schwerpunkt der "HTAG" sind u. a. Reederei/Befrachtung, Häfen//Umschlag, Spedition und Bunkerbetrieb. Die bekannten Farben schwarz-weiß-rot wurden mit übernommen.
Quelle : Karl Scherf, Ruhrort



Paul Grimm & Co.
Hamburg / Bremen (28.04.2008) Flaggen der Firma Paul Grimm

Eine schöne und vor allem alte Flagge kam aktuell zur Sammlung - die Flagge von Paul Grimm GmbH & Co.KG
Das Unternehmen ist in Hamburg ansässig und befasst sich mit "Laschen und Pallen" von Gützern aller Art sowohl auf konventionellen- wie auch auf Container-Schiffen sowie mit Ladungssicherung in Containern, auf Flats und Trailern. Paul Grimm GHmbH & Co. KG liefert aber auch alle Laschmaterialien, wie Twistlocks, Stangen etc. und rüstet auch Neubauten mit der Grundausstattung aus.
Bis in die späten 90er Jahre hinein bestand auch in Bremen eine Niederlassung.
Aus dieser Zeit stammt auch die Flagge - links die Hamburger Zinnen und rechts der Bremer Roland.
In Hamburg gab es in den 70er Jahren etwa 10 Unternehmen, die auf diesem Sektor tätig waren, wie z. B. Gerd Buss, Paetz & Co. Nachf., Carl Tiedemann die alle dem Veiein Hamburger Seehafenbetriebe e.V. angeschlossen waren - und eben Paul Grimm GmbH & Co. KG.
Es wird demnächst eine neue Grimm-Homepage geben in der eine ausführliche Unternehmens-Geschichte zu lesen sein wird.



Mit dieser Flagge kam ein weiteres Stück deutscher Schiffahrtsgeschichte in die Sammlung.
1892 gründete Kapitän Heinrich Schmidt in seiner Heimatstadt seine eigene Reederei. Der Praktiker nahm seinen Neffen Adolf Hansen als Befrachter mit in das Unternehmen - für 10 Jahre, von 1895 bis 1905 - hieß die Reederei sogar Schmidt & Hansen.
1904 gründeten die beiden zur besseren Risikoverteilung die Flensburger Schiffsparten Vereinigung AG, die noch heute in Flensburg existiert. (Die Flagge ist im Hintergrund links zu sehen.)
1905 trennten sich Schmidt und Hansen, als Schmidt's Sohn in die Firma eintrat.
1951 kam es zur Trennung von Heinrich Schmidt und FSV - die Söhne Hans Schmidt's führten die elterliche Reederei fort, die Flensburger Schiffsparten Vereinigzng ging an den Schwiegsohn Carl Schmidt's, Uwe C. Hansen (nicht verwandt mit Adolf Hansen), dessen Sohn Claus O. Hansen das Unternehmen in Personalunion mit seinem Flensburger Befrachtungskontor Uwe C. Hansen weiter betreibt.
Die Reederei-Schmidt-Geschichte ist ausführlich zu lesen in DEUTSCHE REEDEREIEN Bd. 10



Johann Oelkers Werft (08.04.2008) Flaggen der Oelkers-Werft

Mit dieser Flagge kam ein weitere lang gesuchtes Stück in die Sammlung....
...die Flagge von Johann Oelkers, der legendären Schlepper-Werft am Neuhöfer Damm in Hamburg.
1876 gegründet lieferte man in 115 Jahren mehr als 600 Neubauten ab, darunter mehr als 110 Hafen- Küsten- und Hochsee-Schlepper, die größte Anzahl Schlepper die eine mittelständische Werft in Deutschand je gefertigt hat.
Das Programm war aber vielfältig : Schubschiffe, Fährschiffe, Inselversorger, Heckfänger, Festmacherboote, Lotsenboote, Landungsboote..... bis 90 Metern Länge und 20 Metern Breite war alles möglich.
Reparaturen, Spezialanfertigungen - so auch der patentierte Schlepphacken System "Wiekhoff" und Umbauten aller Art rundeten das Programm ab. 1973/74, beim Bau einer Hubinsel, traten unvorhergesehene Belastungen in Höhe von mehr als 2 Mio. DEM auf, von denen sich Oelkers nicht erholte. Fehlende Anschlussaufträge und anhaltende finanzielle Belastungen führten 1988 zum ersten Konkurs.
Auch ein neuer Investor blieb glücklos, so daß im Mai 1991 das endgültige Aus für dieses Traditionsunternehmen kam.
Lange sah es schlimm auf dem Gelände aus....Einbrüche, Brandstiftungen, Vandalismus....
2004 ersteigerte der Hamburger Bauunternehmer Otto Dörner das 25.000 qm-Gelände, sanierte es über zwei Jahre, trug 14.000 cbm verseutes Erdreich ab und verfüllte mit sauberem Material......
Was mit dem Gelände passiert ist, oder passieren wird, konnte nicht geklärt werden.


Und auch die CIMBRIA-Flagge (sie ist auch die Flagge der ehemaligen dänischen Reederei Clausen, der Wurzel der CIMBRIA) wurde lange gesucht..... CIMBRIA, ein sehr interessantes Unternehmen, das seine Wurzeln in Dänemark hatte und heute in Australien und den USA tätig ist, aber immer noch in Dänemark den Mittelpunkt hat.
Die Clausens, Vater Carl, später Sohn Christian betrieben vom dänischen Haderslev aus bereits ab 1893 erfolgreich Passagier- und Fracht-Küstenfahrt.
Als Carl Clausen starb übernahm Christian, aus USA zurückgekehrt, das väterliche Unternehmen C. Clausen's Dampskibsrederi AS. Er stellte die lokale Linienfahrt ein und spezialisierte sich auf die Viehfahrt und den Handel mit lebendem Vieh. Noch heute sind die Unternehmungen von Christian Clausen, bzw. dessen Sohn Bjørn, weltweit führend in diesem Geschäft.

1957 gründete Clausen zunächst zusammen mit der Lübeck Linie die INTEROCEANA Schiffahrt GmbH, die in der Viehfahrt tätig wurde.
Nach dem Ausstieg der LL im Jahre 1960 wurden die gesamten Aktivitäten von der neu gegründeten CIMBRIA Reederei AG in Flensburg übernommen. Später wurde die Reederei nach Hamburg verlegt.
Eine große Anzahl Schiffe wurden angekauft und umgebaut oder neu gebaut, sämtlich für den Transport lebender Schafe von Australien, Neuseeland und den USA in arabische Staaten.
Die Revolution im Iran und der erste Irak-Krieg führten zunächst zum Ende der dänischen C. Clausen's Dampskibsrederi im Jahre 1984. 1985 legte Clausen auch die CIMBRIA still.
Bjørn Clausen gründete die CORRAL-Line - vermutlich unter der gleichen Flagge -, die die CIMBRIA-Geschäfte weiterführt. Er selbst residiert - wenn er nicht in USA, Australien oder dem Nahen Osten unterwegs ist, an der Flensburger Förde.......



TEMARIS-Linie Jörg & Co. (02.04.2008) Flaggen der Bremer TEMARIS-Linie

Es gibt noch ein ganze Anzahl Flaggen erloschener Unternehmen, die www.MarCollect.de©, für seine Sammlung sucht.
Eine davon war die hier vorgestellte TEMARIS-Flagge.
1968 kaufte sich der junge Kapitän Jochen Jörg den 2.250 tdw-Frachter "TEVEGA" und fuhr diesen zunächst selbst. Aber schon 1969 tat er sich mit seinem Chief und einem Schiffahrtskaufmann zusammen und gründete die TEMARIS-Linie. Man ging ganz professionell vor, gründete ein Befrachtungskontor, beteiligte sich an anderen Befrachtern, ging mit PWL ein Jointventure ein und gründete die TELAMARE.....Man hatte im Reederei- eigenen TTB Temaris- Technischer- Betrieb qualifizierte Reparaturteams, die auch für fremde Schiffe tätig wurden ...... rundum, ein gut durchdachtes Gruppen- System.
1985 waren die Raten, insbesondere für Trampfahrten, ganz tief im Keller - man sprach von Halbierung. Hier tat Jochen Jörg etwas, was nur wenige Unternehmer machen - er zog die Notbremse und löste seine Schiffahrtsgruppe so auf, daß möglichst niemand Schaden nahm. ( Sehr ehrenwert in dem Gewerbe)



....und auch diese Flagge wurde lange gesucht - es gibt sie nicht so häufig....die Flagge der Reederei H. C. Horn, HH.
Die "Horn-Linie" ist ein Begriff - eine bereits 1882 in Flensburg gegründete Reederei, die aus einer Zündholzfabrik hervor gegangen ist. Die Geschichte füllt den ganzen Band 20 der GUD-Serie DEUTSCHE REEDEREIEN.
1937 starb Henry Horn und Sohn Heinz übernahm das Erbe. Das Unternehmen kam in schwierige Lage. In dem in den Niederlanden aufgewachsenen Erich Müller-Stinnes fand er einen passenden Partner und Teilhaber.
Gemeinschaftlich (50/50) betrieb man sowohl Müller-Stinnes's Westindisches Schiffahrts-Kontor wie auch die Horn-Linie. 1949 überschrieb Heinz Horn seinen 50 %igen Anteil auf Müller-Stinnes. Dieser legte die Horn-Linie still und änderte statt dessen den Namen des Westindischen Schiffahrts- Kontor in Horn-Linie oHG um. Damit ist die heutige Horn-Linie juristisch kein Nachfolge-Unternehmen der Gründung von 1882, sondern ein neues, 1949 gegründetes Unternehmen. Müller-Stinnes verstarb 1962 ohne Erben, hatte aber vorsorglich bereits vorher sein Unternehmen zu je 50 % an die HAPAG und die CGM verkauft. Diese gesellten der "Reederei" Horn-Linie oHG 1975 noch als Makler-Unternehmen das "Schiffahrtskontor" Horn-Linie oHG hinzu. ( Beide Flaggen im Hintergrund zu sehen.)

Heinz Horn versuchte 1956 noch einmal in der Kühlschiffahrt Fuß zu fassen und gründete die Reederei H. C. Horn. In den Folgejahren 1957, -58, -59, -60 und 1961 - liefen 19 kleine Kühlschiffe zu. Als es im Jahre 1960 zu einem drastischen Ratenverfall kam, fand er in Rud. Aug. Oetker einen starken Partner. Dieser übernahm nach und nach die Schiffe von Heinz Horn, bis dieser dann 1969 doch Konkurs anmelden musste.




MARTINI-Reederei GmbH (02.04.2008) Flagge der Bremer Martini Rederei

Auch hier ist eine Flagge zur Sammlung gestoßen, die von www.MarCollect.de© schon seit vielen, vielen Jahren gesucht wurde. Nun endlich war es geglückt ihrer habhaft zu werden.
Im Jahre 1983 wurde die Reederei Martini GmbH in das Handelsregister in Bremen eingetragen. Gesellschafter waren: Norddeutsche Vermögensanlage NVA, ein von Horst Rahe - heute Hauptgesellschafter der Deutsche Seereederei, der AROSA-Binnen-Keuzfahrtflotte und AROSA Ressort-Hotels sowie Initiator der AIDA- Cruise- Line -, mitgegründetes Emissionshaus sowie die Karl Geuther & Co. Holding, und die Reederei F. Laisz, die später zusammen mit Rahe die Privatisierung der DSR vollzog.
Reederei Martini war die sogenannte Besitzgesellschaft des 75.000 tdw - OBO-Carriers MS PHAROS, der 1983 vom Bremer Vulkan zur Ablieferung kam.
MS PHAROS wurde nach 20 Jahren Fahrtzeit im Jahre 2003 verkauft und die Reederei in Folge liquidiert. (In Hintergrund die beiden Flaggen der für das Management zuständigen Laeisz-Reederei und Laeisz-Schiffahrtsgesellschaft.)



Diese Flagge hat sehr lange bei einer Seefahrtschule im Fenster gestanden. Entsprechend hat bereits, hervorgerufen durch Licht und Staub, ein langsamer Zersetzungsprozess eingesetzt. Es ist immer wieder schade, daß Leute, für die Tischflaggen zum Alltag gehören und nicht als "Gegenstand der Biegierde" angesehen werden, solch historische Stücke gar nicht so recht zu würdigen wissen.
Im Grüdungsjahr der Hapag-Lloyd AG - 1970 - setzte dort ein verstärker Vorwärtsdrang ein, man gründete Auslandsgesellschaften, ließ von diesen Neubauaufträge vergeben usw.
Nach der Auflösung der Unterweser Frachtschiffahrt wurde die Tank- und Bulkschiffahrt in der zum 1. Januar 1976 gegrüdeten KOSMOS-Bulkschiffahrt GmbH., zusammengefasst. 6 Bulker und 5 Tanker bildeten den Grundstock, drei von Panama aus in Auftrag gegebene Neubauten liefen zu. Auch das seinerzeit größte Schiff unter deutscher Flagge - der Tanker MS BONN - gehörte zur KOSMOS-Flotte.
Hausflagge der Hapag Lloyd AG war zu der Zeit noch die alte NDL-Flagge (Hintergrund links). Aus diesem Grunde wurde das NDL-Zeichen auch in die Gösch der KOSMOS-Flagge eingefügt.
Ab etwa 1980 überdachte der Hapag-Lloyd-Vorstand seine Strategie ..... nicht nur in der Tankschiffahrt, sondern auch in der Bulkschiffahrt wurden Verluste eingefahren. Die KOSMOS musste zurückgefahren werden.
Am 23.9.1983 wurde das letzte Schiff der Reederei verkauft und zum 30.9.1983 der Betrieb eingestellt.



Reederei Weser-Schiffahrts-Agentur (02.04.2008) Flagge der Reederei Weser-Schiffahrts-Agentur

Im Grunde ist www.MarCollect.de© recht gut über die Historien der Unternehmen informiert, zu denen Flaggen in der Sammlung vorhanden sind.
Anders im Falle der Weser Schiffahrts- Agentur. Solange die Flagge gesucht wurde - und das sind auch schon wieder mehr als 15 Jahre - genau so lange wird nach der Geschichte gesucht - ein bisher aussichtsloses Unterfangen.
Die beiden Papiercarrier MS ABITIBI CLAIBORNE und MS ABITIBI ORINOCO tragen die WSA-Marke am "Schornstein", allerdings nur am Original, nicht so am Modell, das vom Makler Uwe R. Nüsse vergeben, in der Sammlung steht.
Obwohl die Weser Schiffahrts-Agentur noch am Markt agiert, ist zu deren Geschichte nichts in Erfahrung zu bringen.

Sollte einer meiner Seiten-Besucher irgend etwas, der kleinste Mosaikstein ist hilfreich, zu diesem Braker Unternehmen wissen, jede eMail wird dankbar angenommen......



Allgemein heißt es, die senkrecht schwarz/weiß/rote Flagge mit dem roten R im weißen Feld sei die Flagge der Esso Tankschiffahrt. Das gilt wirklich lediglich für die FLAGGE.
Die WARIED Tankschiff Rhederei GmbH wurde schon sehr früh von der Standard Oil übernommen und zur Haus-Reederei der (deutschen) Esso-Gesellschaft gemacht.
Aaaaber, am 13. Juli 1956 wurde die WARIED umbenannt in ESSO- Tankschiff- Reederei GmbH mit Sitz in Hamburg. Die Hausflagge blieb erhalten, die Schiffsschornsteine wurden mit einem neuen Logo versehen - dem ESSO im "schwarzen" Oval. (Die ausländischen Esso- Shipping- Companies führten Esso-Flaggen wie die Flagge im Hintergrund - sie waren identisch mit den Schornsteinmarken)
Im Laufe der nächsten Jahre bestellte die Esso Tankschiffahrt GmbH Hamburg für die deutsche Reederei ebenso, wie für eine Anzahl von ESSO- Auslands- Gesellschaften eine enorme Flotte an Tankern bei deutschen Werften - zwischen 1954 und 1968 allein für 2,15 Milliarden DEM. Auch der Wulstbug war maßgeblich von ESSO beeinflusst. (Um 1966 wurde bei der Schornsteinlmarke das schwarze Oval durch ein blaues ersetzt. (Siehe neue Flagge im Vordergrund.)) Es gab viele Auf's und Ab's in diesem Geschäft - erinnert sei an die Aufliegezeiten in der Geltinger-Bucht und im Aalesund Fjord......Am 23. Oktober 1985 verkaufte die ESSO Tankschiff Reederei GmbH., Hamburg mit dem 415.000 tdw- Tanker ESSO-Deutschland ihren letzten hochseetüchtigen Tanker und stellte den Betrieb ein. Einzig das Binnenschiffahrts- und Agentur- Geschäft blieb unberührt.



S.E.A.L. Scandinavian East-Africa-Line (02.04.2008) Flagge der S.E.A.L. einem ex-Unternehmen der Rantzau-Gruppe

Mit dieser Flagge ist ein weiteres interessantes Stück in die Sammlung gekommen.
Oberflächlich gesehen, ist es ja nur oder war es ja nur eine "Tochter" der DAL/Woermann-Gruppe. Tiefer in die Geschichte eingehend kommt man bis zur Hurtigruten-Gruppe......etwas überspannt, aber richtig.
Richard Bernhard With, 1846 in Tromsø geboren hat ein bewegtes Leben. Schon im Alter von 8 Monaten wird er auf des Vaters Schiff mitgenommen nach Rotterdam.....immer wieder ist er auf See, macht aber trotzdem einen Abschluss auf der Lehrerhochschule in Tromsø. With fährt immer wieder zur See und verdient während der großen Heringsjahre Ende der 1870er Jahre gutes Geld im Fischfang.
Mit diesem Geld kauft er sich den Dampfer ARENDAHL und gründet die VDS, die Vesteraalske Dampskibs- Selskab A/S, die eine der Vorgänger- Reedereien der heutigen HURTIGENRUTEN ASA ist. (Die VDS-Flagge ist in der folgenden Besprechung ganz links zu sehen.) 1908, mit einer Monatsrente von rund 8000 Kronen im Rücken, zieht er nach Oslo und gründet die NAL, "Den Norske Amerikalinje". Als diese Reederei - weit nach dem Tode With's in Schwierigkeiten gerät, übernimmt die Essberger/DAL- Gruppe deren S.E.A.L. und betreibt zusammen mit der Safmarine unter diesem Namen (mit ungezackter Flagge) einen Dienst zum Indischen Ocean.
(Die Flagge der NAL und die deren Tochter S.E.A.L. waren identisch im Design, mit entsprechenden Buchstaben, aber im Flugteil rechtwinklig gekerbt.)


Seit langer, schon viel zu langer, Zeit wird unter "Tischflaggen Specials" ein Hurtigruten-Special vorgestellt.
www.MarCollect.de© hat vor einiger Zeit für sich entschieden, sich mit der Sammlung auf deutsche Unternehmen festzulegen. Ausnahme sollen solche außerdeutsche Flaggen sein, die in einem Verhältnis zu deutschen Unternehmen stehen, oder aber Meilensteine der Schiffahrt verkörpern, wie etwa die schweizerische Rheinschiffahrt.
Eine solche Ausnahme sollen die Hurtigruten machen, die, hervorgegangen aus der NSA (Norwegische Schiffahrts- Agentur), in Hamburg mit einer eigenständigen HURTIGRUTEN GmbH vertreten sind.

Nur mit großem Glück konnte die HURTIGRUTEN-Ecke so extrem ausgebaut werden....es stehen dort aktuell die folgenden Flaggen : 100 Jahre Hurtigruten von 1993, alte Hurtigruten-Flagge, aktuelle Hurtigruten-Flagge, letzte (vor der letzten Fusionswelle) Hurtigruten_Reedereien - OVDS - Ofotens .... - TFDS - Troms Fylkens......, sowie die Flaggen der Altgesellschaften VDS - Versteraalske-, NFS - Nordenfjeldske- und BDS Bergense Dampskibsselskab.....

Eine schöne, bunte Flaggenecke, von der man sich so schnell nicht trennen mag......

Zur deutschen Seite von HURTIGRUTEN - der schönsten Seereise der Welt - klicken Sie hier :

www.HURTIGRUTEN.de


Das Motto dieser Sammlung war stets "Schiffahrt ist nicht nur Reederei - Schiffahrt ist ein Sammelbegriff, für viele Dinge um das Schiff, um den Schiffbau und um die Reederei, um die Ladung."
So gesehen, gibt es auch viele wirklich schöne Tischflaggen um die Schiffahrt und damit verbunden viele hochinteressante Hintergründe.


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