Mehr als 200 Jahre bebauten die Vorfahren der RHENANIA-Gründer, der Gebrüder Hermann und Jacob Hecht
ihre eigene Scholle in der Taubergegend. Sie trieben Handel, waren fleiß und redlich. Sie hatten lediglich
in einer gewissen Zeit in Deutschland einen Fehler - sie waren jüdischen Glaubens....und das prägte
einen guten Teil der RHENANIA-Geschichte. Diese ist leider nirgendwo zusammenhängend überliefert.
Allein die Vorgeschichte, Elternhaus, Schulzeit, Ausbildung, Weiterbildung und Werdegang der Brüder im
In- und Ausland ist hochinteressant und für diese Seite viel zu umfangreich.
Grob sieht die Geschichte so bunt und vielfältig aus wie die Flaggen :
So ist die wirklich interessante RHENANIA-Geschichte wirklich "Geschichte" geworden.....
Ein relativ junges Unternehmen der deutschen Binnenschifffahrt ist die IMPERIAL-Reederei in Ruhrort,
doch die Geschichte dieser Reederei ist eine mehr als 175 Jahre alte.
Bis zum Jahre 2000 hieß diese Reederei Franz Haniel & Cie.
Mit der südafrikanischen IMPERIAL- Holdig wurde ein guter Partner gefunden, der den Bereich Binnenschiffahrt
der HANIEL-Gruppe übernahm, weiterführte und weiter ausbaute.
Um die deutsche IMPERIAL-Geschichte ganz zu erfassen ist bis in das Jahr 1990 zurück gehen.
Zu diesem Zeitpunkt übernimmt die heute auch zur IMPERIAL-Gruppe gehörende NESKA-Gruppe / Nestrans-Logistik
(ein Unternehmen des Thyssen-Konzern) nacheinander die Flotten der KRUPP-Binnenschiffahrt (zu der
seit 1967 bereits die Flotte von RAAB-KARCHER gehörte) und der MANNESMANN-Reederei.
" Lehnkering ist ein altes " Unternehmen mit einem sehr bewegten Leben.
Stehen auf der einen Seite die Binnen-Reedereien, von denen hier drei der größten vorgestellt
wurden, so stehen auf der anderen Seite die Partikuliere.
Diese Partikuliere organisierten sich, um den Reedereien Paroli bieten zu können, in Genossenschaften.
Solche Genossenschaften gab es ehedem eine ganze Anzahl, von denen aber eine größere Zahl im Jahre 1991
zur Deutsche Transportgenossenschaft Binnenschiffahrt DTG - fusionierten, nämlich die PTG, die OPV, die ELBIA und die TGB.
Die R.N.T.G. hat ihren Betrieb mangels eines neu zu wählenden Geschäfts-führers eingestellt,
bzw. die "Firma" an die DBR - Deutsche Binnenreederei verkauft.
Die Main-Schiffahrts-Genossenschaft - MSG - hat sich neu aufgestellt, ist gleizeitig Reederei mit eigenen
Schiffen aber auch noch Genossenschaft für unabhängige Partikuliere.
Die Speicherei-Gruppe als die sich das Unternehmen lange bezeichnete und bezeichnet wurde im Jahre 1925 von Carl Tiltmann
in Homberg bei Duisburg gegründet. Die Speicherei- und Speditionsgesellschaft mbH und die Carl Tiltmann &
Söhne GmbH arbeiteten in Bürogemeinschaft und unterhielten Niederlassungen in Frankfurt/Main
und in Mannheim. In Compiegne (einer sehr geschichtsträchtigen Stadt 80 km nördlich
von Paris) domizilierte die Tiltmann France sarl.
Gesichert ist, daß die Speicherei & Spedition GmbH im Jahre 1994 von leitenden Mitarbeitern des Unternehmens
übernommen und neu gegründet wurde.
Im Jahre 1998 wurde die ST - Speicherei-Transport GmbH gegründet, die sich auf Befrachtung bzw.
den Transport gleicher Güter, aber spezialisiert auf die europäische Binnenfahrt, konzentriert.
Dieses Unternehmen bietet auch die entsprechenden Vor- und Nachläufe per Lkw oder Bahn an.
An dieser Stelle soll ein ganz interessantes Unternehmen vorgestellt werden, das sich im Laufe von nur
10 Jahren von einem Einschiff-Unternehmen zu einem der Großen in der Baustellenlogistik entwickelt hat.
Im Jahre 2005 wurde die gesamte Flotte des Papenburger Bauunternehmens Bunte übernommen, so daß
die ED LINE im Jahre 2007 über eine Flotte von 20 Schubbooten und eine große Anzahl Leichter verfügt.
Vor dem Hintergrund, daß alle Reedereien, deren Flaggen auf dieser Seite bisher gezeigt wurden überwiegend
den Rhein befahren oder befuhren, ist es naheliegend, daß auch die Tischflaggen der wichtigsten Rheinhäfen
präsentiert werden.
Kehl, Karlsruhe, Germersheim, Mannheim, Neuss, Düsseldorf und die Duisburger Häfen sind so stark und
so wichtig, daß sie die schöne Tradition der Tischflaggen aus der Schiffahrt übernommen haben und
weiterführen. In den Speditions- und Schiffahrtsbüros (und natürlich bei den Sammlern) sind sie
damit stets in guter Erinnerung.
Andere Rheinhäfen auch große wie Köln - ein trimodaler Standort mit mehreren Hafenteilen -
präsentieren sich wohl nicht mit Tischflaggen am Markt, jedenfalls sind mir bisher keine anderen Hafenflaggen vom Rhein bekannt.
Bendorf, ein Städtchen am Rhein zwischen Neuwied und Koblenz gelegen, hat seit etwa 1900 einen Hafen,
der rein rechtlich gar kein Hafen ist. Nach dem LWG § 41 handelt es sich hierbei vielmehr um einen "direkt an einer
Wasserstrasse gelegenen Umschlagplatz".
Aufgrund der Datenmenge können an dieser Stelle nur einige Auszüge aus der Geschichte gebracht werden
1925 Gründung der Basler Rheinschiffahrt AG – BRAG ( linke Flagge - rechts BRAGTANK AG )
1927 Die Basler Rheinschiffahrt-Aktiengesellschaft (BRAG) stieg nun auch ins Passagier-Geschäft ein.
Die BRAG konnte, weil ihre Schiffe in Deutschland billiger gebaut worden waren, ihre Fahrten zu günstigeren
Tarifen anbieten als die Basler Personenschifffahrts-Gesellschaft. Da diese aber eine Betriebsgemeinschaft mit der
BRAG ablehnte, schien mit der Liquidation im Jahre 1928 das endgültige "Aus" für die BPG gekommen zu
sein.
1947 Am 7. Oktober wurde auf Initiative von Kurt Girard (*) der Bereich Tankschifffahrt aus der BRAG
ausgegründet und als Brag Tankschiffahrt AG ( besser bekannt als BRAGTANK ) in Konkurrenz zu
van Ommeren, Plouvier-Gruppe und Schweizerische Reederei AG an den Markt gebracht.
(*) Kurt Girard (75) (03. März 1986 !), 1947 Mitgründer der
BRAG Tankschiffahrt AG, von 1945-1968 Verwaltungsratspräsident und Delegierter der Bragtank AG.
1968 Die Mutterfirma Basler Rheinschiffahrt AG wird an die niederländische SHV-Gruppe (Steenkolen-Handels-Vereeniging
N.V.) nach Utrecht verkauft. In den 40 Jahren ihrer Tätigkeit hatte die BRAG weitere Personenschiffe
gekauft und die Personenschifffahrt auf dem Oberrhein stark forciert.
Die BRAG Tankschiffahrt AG wird als selbständige Tankreederei und Tankanlagenbetreiberin reorganisiert und zieht
von der Südquaistrasse zur Westquaistrasse um. Die Personenschifffahrt wurde bei dem Verkauf ausgeklammert -
die Basler Personenschifffahrts- Gesellschaft wurde in Form einer Aktiengesellschaft neu gegründet.
Mit Hilfe des Kantons Basel-Stadt konnte die dringend notwendige Flottenerneuerung vorangetrieben werden.
Nachdem ein weiterer verständnisvoller Mensch sich von einem alten Stück, einem Wimpel des Hamburger Lloyd
Tietjen & Co., Berlin, getrennt hat, soll an dieser Stelle einmal ein kleines Hamburger-Lloyd-Special gezeigt werden.
Die Geschichte dieser Reederei(en) nimmt in der MarCollect.-Datenbank 12 Seiten DIN-4 ein. Also
ist es nicht möglich, diese an dieser Stelle ausführlich zu bringen. Gehen wir zunächst einmal auf
die Abbildung ein:
Ab Links - v.l.n.r. mit jeweils 4 schwarzen und 3 gelben Streifen :
Die Lloyd AG ( diese Flagge fehlt leider noch ) wurde 1928 in Basel gegründet.
Dr. Jürgen Bernhold, Sohn von Kurt und seit 1953 zusammen mit Frau Helga einer der erfolgreichsten
deutschen Tanzsportler (in den 60er Jahren mehrfach Weltmeister in den lateinamerikanischen Tänzen)
trat die Nachfolge an und beabsichtigte, sich ganz auf die Tankschifffahrt zu spezialisieren.
in Flaggen dargestellt....
In Mannheim 1908 gegründet - europaweit mit Niederlassungen und großer Flotte tätig.
1934 übernahm der Freistaat Bayern 51 % der Geschäftsanteile. Die Machthaber des sogen. "Dritten Reichs"
veranlassten die Brüder Hecht zum Verkauf an ein arisches Unternehmen. Da man gute Verbindungen
zum Hause HANIEL nach Ruhrort hatte, bekam HANIEL den Zuschlag. Aufgrund einer entsprechenden Vorvereinbarung
übernahm HANIEL auch gleich die 51 % des Freistaates Bayern und wurde so im Jahre 1938 Volleigentümer
der RHENANIA-Gruppe.
1947, nachdem die Brüder Hecht bereits 1945 ihre Ansprüche geltend gemacht hatten, gab HANIEL
75 % der Anteile - so eine Vereinbarung - an die Gebrüder zurück.
1968 Bereits ab diesem Jahre setzte man bei der RHENANIA auf die Containerfahrt auf dem Rhein. Man errichtete
in Mannheim das erste Binnen-Containerterminal in Europa und betrieb später zusammen mit einem Partner
den einzigen Ro-Ro-Verkehr auf dem Rhein.
Die Hecht's verkauften zur Projektfinanzierung Anteile. Der Freistaat hielte einige Prozent, die die Familie HANIEL
übernahm und damit ihren Anteil auf 39,8 % brachte. Hauptanteilseigner war mittlerweile die Holding
BOWATER Corp. - heute würde man wohl eine Heuschrecke sagen - die schließlich 1981 auch die HANIEL-Anteile erwarben.
1989 ging sie RHENANIA an die britische P & O und bildete das Rückgrat der europäischen Logistik-
und Transportaktivitäten der P & O.
Die Traditionsflagge mit den bayrischen Rauten war schon lange eine schmucklosen Flagge mit einem
stilisierten gelb/blauen r gewichen, die nun durch die farbenfrohe P & O-Flagge ersetzt wurde.
Dieser folgte dann eine schöne RHENANIA Intermodal Transport-Flagge bis im Jahre 2003
eine Fusion mit und später Verschmelzung auf die britische WINCANTON erolgte.
HANIEL trennte sich jedoch von diesem immer schwierigeren Geschäftsfeld, das eigentlich eine Stammwurzel
des HAMIEL-Konzern gewesen ist und suchte neue Einnahmequellen - so bevorzugt in Handel und Dienstleistung, wie
(METRO-Gruppe), im Pharmageschäft (GEHE, DocMorris) und im Hygienebereich
(CWS) um nur einige Beispiele zu nennen.
Diese starke NESKA-Gruppe übernahm IMPERIAL bereits 1999 um den Bereich im Jahre 2000 durch die Reederei
Franz Haniel & Cie. zu ergänzen.
Einige Jahre blieb der Name HANIEL an den Schiffen, nur die Flagge änderte sich, der Name HANIEL erschien auf
grünem Tuch. 2003 erfolgte die Umfirmierung in IMPERIAL-Reederei.
Die Unternehmen der NESKA-Gruppe und der ausgegliederten PANOPA-Gruppe (Supply-Chain-Management für
die Kfz-Industrie) und auch die direkt zur IMPERIAL-Gruppe gehörenden Firmen sind sehr zahlreich.
Solche wie BROWER oder POHL & Co. sind in der Seeschiffahrt involviert. In der Binnenschiffahrtsstatistik hat IMPERIAL die Spitze übernommen.
1872 als Lehnkering & Cie. gegründet (Karl Lehnkering hatte sogar noch die Zeit bei der W.T.A.G.
einen Aufsichtsrats-Stuhl zu besetzen), führte man das Logo mit dem " stracken " L, das
auch in der Zeit als man zur Lehnkering AG wurde, das Firmenzeichen war.
Später, in den 50er/60er Jahren, wurde das L
schräg gestellt - vielleicht in Anlehnung an ein Kanalprofil, wie in der Logo-Darstellung nach der Fusion
mit der Montan-Transport Gesellschaft in 1984 zur Lehnkering-Montan GmbH.
Eine nochmalige Logo-Änderung
erfolgte nach der Fusion mit der VTG, etwa 1998 zu VTG-Lehnkering ( die beiden Flaggen ganz rechts).
Nach der Entflechtung beider Unternehmen im Jahre 2004 behielt man das Logo bei, entfernte aber den Schriftzug
(die beiden Flaggen ganz links).
Mitte des Jahres 2007 wurde dem Logo in großen Lettern der Schriftzug LEHNKERING hinzugefügt.
Die Flagge links-mittig im Vorderung ist die aktuelle Lehnkering-Flagge.
Eine Histrorie zu diesen Alt-Unternehmen ist nicht überliefert, auch nicht wann und unter welchen Vorzeichen
die Unternehmen die sich überwiegend mit Lagerung, Umschlag und dem Transport von Schrotten beschäftigten,
vom Markt gingen.
Man hat sich neu aufgestellt und be- bezw. verfrachtet heute weltweit alle Arten von Massengut,
Getreide, Erze, Schwercolli, Stahl-Coils usw. aber auch weiterhin Schrotte aller Art.
Das erste Schubschiff im Jahre 1997 erhielt den Namen MISTER ED, dem kurze Zeit später MISS ED folgte.
Auch die Namen aller weiteren Einheiten trugen die Buchstaben Ed... in ihren Namen, woraus sich auch der Name der
Reederei ableiten ließ.
Im Jahre 1998 setzte man diese beiden Schuber zusammen mit 8 Leichtern ein, die auch im europäischen
Ausland tätig werden.
Im Jahre 1999 wird auf dem Gelände der Yachtbau Berlin GmbH eine eigene Reparaturwerft gegründet.
Arbeiten am Mittellandkanal, dem Elbe-Havel-Kanal, dem DEK, aber auch an der Donau, in der Ukraine am Schwarzen Meer,
stellen die ED LINE immer wieder vor neue Herausforderungen.
Bekannt geworden ist der Schlepper EDUARD als Vorspannschlepper bei den Airbus-Transporten zum Test-Labor
nach Dresden.
Bendorfer Umschlag- und Speditionsges.m.b.H.
Ein Wendepunkt für den "Rheinhafen Bendorf" ergab sich um das Jahr 1970, als der später
in die Schlagzeilen geratene Hamburger Reeder und Turniertänzer Dr. Jürgen Bernhold ein großes
Tanklager des Hamburger Lloyd AG dort errichtete. Als Trocken- resp. Massengutumschlag-Platz wurde der Hafen
hauptsächlich von der Baustoffhandlung und Reederei Paul Kann aus Niederheimbach-Breithardt genutzt.
Im Jahre 1983 verständigten sich Dr. Bernholdt und die Firma Kann und gründeten unter Beteiligung
der Duisburger RMS die BUS, Bendorfer Umschlag- und Speditionsges. mbH.
Dieses Unternehmen ist im Jahre 2007 der
Betreiber des Hafenteiles für trockene Güter aller Art.
Nach dem Niedergang des Hamburger Lloyd ( Flagge links ) in den 1990er Jahren, wurde das Tanklager von der Hamburger Firma
Oiltanking GmbH, ( Flagge rechts ) einem Unternehmen eines der größten deutschen Mineraloilhändler -
Marquard & Bahls, Hamburg übernommen.
Zu den Flaggen : Die linke Flagge ist die "Ur"–Flagge. Die rechte Flagge wurde Mitte der
1970er Jahre hinsichtlich eines verstärkten Umgeltgedankens geschaffen. Zum Vergleich "gereinigter
Abrauch – graue Farbe, und blaue Wellen zur Dokumentation des Wasserschutzes – umweltfreundliche Schiffe.
Ruhr & Saar–Kohle AG Basel ist (war) ein Zusammenschluss schweizerischer Kohleimporteure.
Sie wurde von der Ruhrkohle AG Essen mit einem Alleinverkaufsvertrag für die Schweiz ausgestattet.
1931 – Am 18. Mai fand der Gründungsakt für die "Ruhrkohle Aktiengesellschaft für
Brennstoffe" – so wohl der ursprüngliche Name – in der "Schlüsselzunft"
statt. Als Gründer waren 19 Firmen beteiligt, die für den Import von Ruhrprodukten massgebend in
Betracht kamen.
(Sie sind in der MarCollect–Datenbank eintzeln aufgelistet)
Zweck der Aktiengesellschaft: " Handel mit Kohlen und Koks insbesondere derjenige mit den
Produkten der im R.W.K.S. zusammengeschlossenen Zechen des Ruhrgebiets."
1941 Am 1. Januar begann man das Pflichtlager von 75.000 Tonnen aufzufüllen.
1942 – Im März war die Pflichtmenge eingelagert.
Um die finanzielle Belastung besser zu verteilen, übernahmen die Aktionäre 47.000 Tonnen und die
"Ruhrsaar" 28.000 Tonnen.
Im November – der Büroraum war knapp geworden – konnte das Haus des bekannten Basler
Gelehrten, Prof. Wackernagel an der Gartenstrasse 93 – der Ulmenhof – käuflich erworben werden.
1949 – Nach Ende des 2. Weltkrieges hatte die Gesellschaft eine Flotte von 6 baugleichen Schiffen
für je 1.200 t und 2x450 PS–Sulzer–Motoren auf drei niederländischen Werften bauen lassen.
1960 – Die Flotte setzte sich wie folgt zusammen :
MS BIRSIGTAL – MS EMMENTAL – MS HASLITAL – MS LÖTSCHENTAL – MS SITTERTAL –
MS SIMMENTAL – je 1.200 t sowie je 900 PS und je 4 Mann Besatzung.
1973 – Ein Hilgers–Neubau wurde übergeben, und am 5. Februar getauft. Er kam als
SMS HASLITAL in Fahrt. Es hatte nun 1.800 PS und konnte selbst 2.650 t laden.
1974 – An die Fried. Krupp Ruhrorter Schiffswerft in Duisburg wurde der Auftrag zum Bau eines
Schubleichters vom verlängerten Typ Europa 1 vergeben.
1978 – Am 15. März übergab die Ruhrorter Schiffwerft, Duisburg unter der Baunummer 611 ein
neues Massengut–Binnenmotorschiff mit RoRo–Eigenschaften für Projekt– und Schwergutladung
an die Ruhr & Saar–Kohle AG. Das Schiff bekam den Namen RoRo – SIMMENTAL und sollte im
Laufe seiner Geschichte aufgrund der besonderen Eigenschaften einen hohen Bekanntheitsgrad erreichen.
Ruhr & Saar Kohle AG, Basel, Krupp Handel GmbH Bereich Binnenschiffahrt, Duisburg sowie
Schweizerische Reederei & Neptun AG, Basel bildeten eine Schwergutpartnerschaft, die RoRo SIMMENTAL
gemeinsam befrachteten. Das Schiff kann als Selbstfahrer mit kleinen Schubschultern jede Art Leichter
schieben. Es eignet sich nicht nur für den Rhein, sondern auch für Main, Mosel und Neckar und
ist darüber hinaus für die nahe Küstenfahrt bedingt seetauglich.
1988 – Kauf aller verbleibenden Aktien durch die Alkag, Kohlen und Mineralöl AG, Basel
( später ALKAG HOLDING AG )
1989 – Für das RoRo SIMMENTAL wurde die RoRo SIMMENTAL AG in das Schweizer Handelsregister
eingetragen, war also eine eigenständige Firma in AG-Form.
Hamburger Lloyd, Niederlassung der Lloyd AG, Basel,
Rheinischer Lloyd, Mannheim Niederlassung Ruhrort,
Rheinischer Lloyd, Mannheim - Niederlassung der Lloyd AG, Basel
Ab Mitte -v.l.n.r. mit jeweils 5 schwarzen und 4 gelben Streifen :
Hamburger Lloyd Dr. Jürgen Bernhold GmbH., Hamburg
Hamburger Lloyd Tietjen & Co., Berlin-Spandau
Panocean Lloyd GmbH., Hamburg ein joint-venture mit Panocean Ltd.
( Vor den Flaggen ein Modell des Seetankers ALCHIMIST LAUSANNE )
Ab 1938 wurden Auslandstöchter gegründet, zunächst der Rhein Lloyd Mannheim,
der dann seinerseits in Duisburg eine Niederlassung eröffnete.
1939 folgte eine eigenständige Niederlassung in Hamburg, die von Kurt Bernhold geleitet und nach
Kriegsende, ab 1948 in freundlichem Einvernehmen mit den Gründern, in eigener Regie weitergeführt wurde.
1962 erkrankt Kurt Bernhold schwer und verstirbt nach langem Leiden am 5.9.1962. Er hinterlässt (aus seiner
eigenen Firma )
1. Hafenumschlag : Schuppen 14/15 mit dem Kran "Blaues Wunder" für Umschlagsgüter
wie Holz aus der CSSR, Eisen und sonstiges und
2. die Tankschiffahrt mit : MTS APPENBÜTTEL und MTS RITZEBÜTTEL, Küstentanker JULIUS FOCK,
sowie einige Beteiligungen an Binnentankern, die 1961 aus der Bereederung von Kurt Bernhold an ein benachbartes
Unternehmen übergegangen waren.
Als erstes bekam er aber einmal hinsichtlich der Nutzung der Flagge Ärger mit der Schweizer Stammfirma
und änderte die Flagge durch Ergänzug um einen schwarzen und einen gelben Streifen.
Dr. Bernhold verkauft den Schuppen an seinen dortigen Leiter Egon Specht.
Die Tanker überführt er in eine Neugründung, Tietjens & Co GmbH, Berlin-Spandau.
Den Firmennamen gab ein Onkel Bernholds und das Stammkapital von 20 TDEM gaben er selbst und sein
bisheriger Reedereileiter Karl-Klaus Bolle.
Die Schiffe bekamen, je nach Flüssigkeitsklasse, Namensendungen auf ....büttel, oder das Präfix
.....ALCHIMIST......
In den späten 60er Jahren wurde die Reederei durch Säureverklappungen auf dem Rhein bekannt, ältere
Leser werden sich erinnern - vergl. auch STERN 37/1970,
1971 gründete Bernhold zusammen mit der Londoner Panocean Shipping Ltd. die Panocean Lloyd Shipping
mit Sitz in Hamburg, die zeitweise 5 See-Tanker in Fahrt hatte, die sämtlich von Dr. Jürgen Bernhold
geführten Kommanditgesellschaften gehörten.( Diese Einschiff-KG-Modelle hatte er auch in der
Binnenschiffahrt salonfähig gemacht, lange bevor er in die See-Tankschiffahrt einstieg.)
Der Reeder machte auch weiterhin von sich reden...... 1972 erschienen weitere Artikel über ihn im STERN....
Die folgenden 10 Jahre wurden bewegte Jahre mit wechselnden Teilhaber und schließlich im Jahre 1997
der Verkauf des Unternehmens an die norwegische Stolt-Gruppe. Stolt wechselte die Flagge und die, es soll
am Schluss einmal gelästert werden dürfen, "Kartoffelkäfer-Flaggen " waren Geschichte....
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